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31.01.2005

Petersen-Schule bietet Französisch als erste Fremdsprache an

Staunend steht Jakob im Chemieraum der Peter-Petersen-Schule. So etwas hat der Zehnjährige noch nicht gesehen.

Die braune Farbe auf dem Papier zerläuft im Wasser, teilt sich in gelbe, rote, violette und schwarze Felder. Es sind einfache, aber effektvolle Experimente, mit denen Chemielehrerin Ulrike Siemon-Pressler für ihre Schule wirbt. Doch dies ist nur eine Station, die Lehrer und Schüler gemeinsam gestalten, um ihre Gesamtschule beim Tag der offenen Tür von der besten Seite zu präsentieren.

Dabei haben die Siebtklässler Sven (12) und Alexander (13), die den Besuchern mit Frau Siemon-Pressler die Experimente vorführen, selbst noch gar keinen Chemieunterricht. «Wir wollten eigentlich im Biologieraum helfen. Doch die Lehrerinnen sind beide krank. Also sind wir hierher gekommen.» Schnell hätten sie sich eingearbeitet, beide seien naturwissenschaftlich begabt, lobt die Lehrerin. Unterdessen erklären die Jungen den Besuchern, wie aus einer farbigen Brühe klares Wasser wird.

Von anderen Gesamtschulen im Stadtgebiet unterscheidet sich die Peter-Petersen-Schule sowohl in ihrer Struktur als auch im Lehrangebot. «Wir sind eine von drei Frankfurter Schulen, die neben Englisch auch Französisch als erste Fremdsprache anbietet», sagt Lehrerin Marie-Catherine Tanguy. Hinzu komme der jährliche Austausch mit einer Partnerschule in Saint Brieuc in der Bretagne. «Im März kommen 20 Schüler für eine Woche zu uns zu Besuch. Unser Gegenbesuch findet im Mai statt.» Seit sechs Jahren laufe der Austausch, mit gutem Erfolg. «Untergebracht sind die Schüler in Familien.»

Auch der Förderverein unterstütze den Austausch. Aber auch sonst engagiert er sich. «Einmal im Jahr findet ein Schulkonzert statt. Ein eigenes Orchester ist gerade im Aufbau.» Das Advent-Singen vor Weihnachten sei Tradition. Am 25. Februar veranstalte der Verein um 19.30 Uhr einen literarischen Abend. «Lehrer, Eltern und Schüler lesen aus ihren Lieblingsbüchern.»

Nicht nur Französisch, auch Englisch kann an der Gesamtschule intensiver gelernt werden als an anderen Schulen. «In der fünften Klasse sind fünf Stunden Englisch-Unterricht normal», sagt Fachleiterin Tina Sorg. Zusätzlich biete die Petersen-Schule den eFU, den «erweiterten Fremdsprachenunterricht» an. «Das sind zwei zusätzliche Stunden pro Woche, in denen gesungen und gespielt wird.» Und das alles auf Englisch, um den Kindern die Sprache spielerisch näher zu bringen. Ab der siebten Klasse könnten die Schüler dann zusätzlich zum normalen Englisch- am Bilingualen Unterricht teilnehmen. «In zwei Stunden pro Woche werden dort Themen aus dem Erdkunde-, Geschichts- und Sozialkundeunterricht auf Englisch vorgestellt.» Etwa das amerikanische Wahlsystem oder die Geographie Australiens.

Stolz ist Frau Tanguy, die auch Werkunterricht erteilt, auf die schuleigene Streuobstwiese mit 100 Apfelbäumen. «In diesem Jahr habe ich mit meiner achten Klasse aus geernteten Früchten über 200 Gläser Apfelgelee hergestellt.» Ein Teil werde auf dem Flohmarkt der Schule verkauft, andere als Gastgeschenk an Besucher weitergegeben.

«Organisatorisch ist die Peter-Petersen-Schule eine Mischform aus der integrierten und der additiven Gesamtschule», erläutert Schulleiterin Christa Schilhabel-Timpe. In einem Kernbereich von Fächern würden alle Schüler einer Jahrgangstufe gemeinsam unterrichtet. Dies seien im Wesentlichen die Fächer Sachunterricht, Kunst, Musik, Sport, Erdkunde, Geschichte sowie das Fach «Politik und Wirtschaft». Daneben stehe ein Kurssystem, in dem die Schüler nach Leistung differenziert in Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialkursen gefördert würden. Dazu zählen vor allem Mathematik, Physik, Chemie sowie Englisch und Französisch. Fordern und fördern, sei dabei das Motto. «Im Kurssystem fordern wir die volle Leistung, die ein Kind bringen kann.» Eine weitere Besonderheit sei die zusätzliche einzügige Grundstufe für Grundschüler der Klassen eins bis vier. (hau)




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