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26.04.2005

Ziehenschule: Premiere fürs englische Theaterstück

«Mehr Licht und die Hintergrundmusik lauter». Und: «Ausdrucksstärker spielen». Lehrerin Petra Rolke gibt die Kommandos auf Deutsch, ausnahmsweise, denn ansonsten ist Englisch Pflicht in der Aula des Ziehengymnasiums an diesem Nachmittag.
Von Ralph Müller

Die «English Drama Group» probt und arbeitet am letzten Schliff der Eigenproduktion mit dem Titel «The enchanted trumpet: the pursuit of happiness or how to achieve the impossible». Heute ist Premiere und die Leiterin der Schultheatergruppe gibt zu: «Das Lampenfieber steigt – und zwar bei allen.»

Dabei ist das Drama um die verzauberte Trompete schon die neunte Produktion, die die «English Drama Group» seit 1997 einstudiert hat. Die Schüler der Jahrgangsstufen acht bis elf arbeiten seit Schuljahresbeginn an «The enchanted trumpet», welches eine Anwandlung an William Gibson’s Drama «Dinny and the witches» ist. «Wir haben das Originalskript abgeändert: neue Rollen geschaffen, die Aussage umgewandelt», erklärt Frau Rolke den gemeinsamen Prozess, durch den die Gruppe zu ihrer eigenen Version des Stückes gelangte.

Dinny Jones (gespielt von Philip Richards) ist ein junger und leidenschaftlicher Trompetenspieler aus New York, doch weiß er nicht, was er vom Leben will und ist auf der physischen und psychischen Suche nach der Antwort. Im Central Park trifft er auf drei Hexen (gespielt von Miriam Dold, Sima Gelfgat und Dunja Sadaqi) die behaupten, die Kräfte über Leben und Tod der Menschen zu lenken. Mit Hilfe seines feinsinnigen Trompetenspiels entreißt Dinny den Dreien die Macht. Das Abenteuer beginnt und endet bei ihm selbst. Petra Rolke verspricht einen «absurden Trip durch Zeit und Raum, durch Machträusche und Illusionen, durch Eurphorie und Ernüchterung und das Antreffen von skurrilen Figuren». Für die Atmosphäre auf der Bühne sorgen nicht nur das Talent der Jungschauspieler, sondern auch ausgefeilte Licht- und Toneffekte. Die Technik ist dabei ebenfalls in Schülerhand.

Die Tage vor der Erstaufführung proben die 18 Schüler zwei Mal wöchentlich nach dem Unterricht und auch sonntags. Heute fehlt allerdings Philip Richards, der einzige Muttersprachler in dem Ensemble: Er kann wegen Fieber nicht auf der Bühne stehen. Jakob Jung springt ein und übernimmt die Rolle des Dinny. Jung ist ehemaliges Mitglied der «English Drama Group», jetzt studiert er Literaturwissenschaften an der Goethe-Universität. Und kehrt zurück an seine Schule, um die Adaptionen des Scripts vorzunehmen. «Viele ehemalige Schüler bleiben involviert. Es ist eine tolle Gemeinschaft um die englische Theatergruppe entstanden», freut sich Petra Rolke.

Die «English Drama Group» ist ein beliebtes Zusatzangebot am Ziehengymnasium. Weit über 30 Schüler wollten zu Schuljahresbeginn bei «The enchanted trumpet» mitmachen. Die Lehrerin musste ein Casting veranstalten. Eine, die es in das Ensemble dann schaffte, ist Sissy Rang. Sie spielt die Rolle der Amy, eine anhängliche Freundin Dinny’s, und Schauspielerin ist tatsächlich ihr Berufswunsch. «Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg», weiß die Zehntklässlerin.

Neben dem positiven Lerneffekt bezüglich der englischen Sprache sei die Schauspielerei auch erzieherisch sinnvoll, sagt Petra Rolke. «Die Schüler können in eine neue Identität schlüpfen, ein neues ,Ich’ ausprobieren. Wer sonst eher sensibel ist, kann hier einen harten Charakter spielen. Und umgekehrt.» Eine wertvolle Erfahrung in diesem Alter, meint die Pädagogin.

«The enchanted trumpet» wird am 27., 28. und 29. April in der Aula der Ziehenschule, Josephskirchstraße 9, jeweils um 19.30 Uhr gezeigt. Am 26. Juni ist im Rahmen der Frankfurter Schultheatertage im Mousonturm die abschließende Aufführung. Beginn ist um 20 Uhr.




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