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14.07.2005

Wenn Puck auftaucht, wird’s in der Ziehenschule theatralisch

Die Augen blitzen, der Schabernack leuchtet aus ihnen – wenn Robin Goodfellow alias Puck alias Steffi Cramer über die Köpfe der Zuschauer segelt, dann ist wirklich ein Spuk im Gange.

Ein ganz Besonderer, um genau zu sein, denn der Sommernachtstraum von Shakespeare sollte im Park der Ziehenschule auch einer werden. Geisterte doch ein leibhaftiger Esel zwischen dem picknickenden Publikum, der sich als gar nicht störrisch erweisen sollte.

Schon die Spielstätten versprachen Einzigartiges, ist doch der Hügel mit griechischen Säulen wie geschaffen für den Palast des Theseus, in dem er seine widerspenstige Amazonenkönigin Hypolita freien will. Die ist dem stattlichen Herzog vom Athen wohl mehr zugetan, als ihr blasierter Gesichtsausdruck verraten will. Doch halt, lautstark melden sich die Handwerker zu Wort, der eine von Zuckungen, der andere vom Stottern geplagt, wollen sie doch das schaurig schöne Spiel um Pyramus und seiner Thisbe am Hochzeitstag der widerspenstigen Liebenden im Palast geben. Von denen scheint es dort nur zu wimmeln, denn die schöne Helena liebt Demetrius, der schmachtet allerdings Hermia hinterher, doch die hat nur Augen für Lysander, der sich als wankelmütiger Freier entpuppt.

Was für ein komisches Spektakel, was für ein Verwirrspiel gleich zu Beginn, doch dies war erst der erste Streich. Wandernd machten sich die erwartungsvollen Gäste auf, denn hinter dem Hügel sollte der Zauber seine Fortsetzung finden. Das Wäldchen der Schule auf der einen Seite, die Hängematte der Feenkönigin Titania auf der anderen und dazwischen der Ort der Gefechte der Liebenden. Der zürnende Oberon, der seine Gefährtin Titania bestrafen möchte, ist auf Rache aus, die kleine Hermia, die ihrer Rivalin Helena an die Haare geht, muss ihr jugendliches Blut prüfen, während Lysander Demetrius im Schwitzkasten in der Luft hält, ihn aber zu Boden plumpsen lässt, als er das Objekt seiner Begierde entdeckt.

Über allen fliegt, turnt und geistert in einzigartiger Manier der Frechste aller Waldgeister – Puck ist überall und durch nichts zu stoppen. Den großen Auftritt hatte aber Benny, der Esel, der profihaft brummige Laute von sich gab und den verzauberten Handwerker Zettel mit Genuss spielte.

Regisseur und Lehrer Klaus Belz war von seinen schauspielenden Schülern begeistert: «Diese Truppe ist einmalig.» An Klassiker wagt er sich ja sonst nicht heran. «Aber der Schauplatz hat uns eben gereizt.» Doch wenn schon Shakespeare, dann musste ein echter Esel her. Der begleitet Lehrer Belz nun lammfromm durch Eschersheim und bekommt Leckerlis als Belohnung. Das Darstellende Spiel, das die Schüler der zwölften Klasse statt Kunst oder Musik wählen können, sollte für die Mimen alles andere als ein Honigschlecken werden. «Ich bin ziemlich streng und verlange viel. Aber die haben sich alle großartig geschlagen.» Der 18 Jahre alten Steffi Cramer ist die Rolle des Puck auf den Leib geschrieben. «Ich nehme auch gern Leute auf den Arm. Puck macht unheimlich viel Spaß.»

Die rund 250 Gäste, die mit Picknickkorb ins Elisabethanische Theater angereist waren, dankten mit überschwänglichem Applaus und Bravo-Rufen für ein einzigartiges Schauspiel, das seinesgleichen auf den Brettern die die Welt bedeuten sucht. Denn so viel Herzblut, Talent und Freude ist selten in einer Schülergruppe vereint.

Heute und morgen ist noch mal Gelegenheit, in den wunderbaren Sommernachtstraum der Ziehenschule, Josephskirchstraße 9, einzutauchen.

Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr.

Von Ingrid Krawarik




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