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22.07.2005

Junger Chor aus Lettland begeistert Eschersheim

Der Kinderchor aus Kuldiga (Lettland) namens Cantus war jetzt zum fünften Mal Gast vom Jugendchor Eschersheim.

Den Kontakt zum Chor nach Eschersheim verdanken die jungen Sängerinnen der gebürtigen Lettin Karin Spahn, die seit 1956 am Dornbusch wohnt.

Die Kriegswirren brachte sie als Vertriebene nach Frankfurt. Nach 53 Jahren besuchte Karin Spahn ihren Geburtsort Kuldiga (Goldingen). Dort wurde sie herzlich aufgenommen und der professionelle Chor Cantus unter der Leitung von Marlita Rozite suchte Auftrittsmöglichkeiten im Westen. «So schrieb ich alle Chöre in Frankfurt an und legte auch einen frankierten Rückumschlag bei, doch ich bekam von keinem Antwort. Meine Tochter Benita allerdings hatte Unterricht in der Klasse von Chorleiter Hans-Dieter Kreis.»

So sei 1999 eine freundschaftliche Verbindung zum Chor in dem 14 000 Einwohnern zählenden Städtchen entstanden. Zuletzt war der Chor Cantus im September 2004 bei den Eschersheimern zu Gast. Auch der Jugendchor Eschersheim war zur Konzertreise nach Lettland per Bus gereist. Jetzt tourt der lettische Chor Cantus in einer Konzert- und Bildungsreise durch Deutschland und Österreich. Erste Station der langen Busreise war Berlin, wo sie im Gemeindehaus einer evangelischen Kirche übernachten konnten.

Es folgte ein Konzert in Dresden. Dort fand man, wie in Frankfurt, bei Gastfamilien Unterkunft. Kaum war der Bus an der Andreas-Gemeinde in Eschersheim angekommen, hieß es für die Mädchen im Alter von elf bis 17 Jahren schon «Umziehen und bereitmachen zum Chorauftritt». In den typischen Trachten ihrer Heimat gaben sie mit dem Jugendchor Eschersheim ein vortreffliches Konzert.

Neben poetischen Texten aus dem Baltikum kam geistliche Musik zu Gehör, professionell a capella gesungen. «Wir können musikalisch dem Chor, der Weltniveau erreicht hat, nicht das Wasser reichen», sagt Gastgeber Hans-Dieter Kreis bescheiden. Sechs Lieder aus Taizé servierte der Jugendchor seinen Eschersheimern und beim Magnifikat sangen die jungen Sängerinnen aus Lettland, die in den letzten Kirchenbänken Platz genommen hatten, leise mit. Beim «Laudate Dominum» mit Bandbegleitung und einem Kanon aus Israel erfreute der Jugendchor seine Zuhörer. Höhepunkt des Konzert-Abends in der Andreas-Kirche war das gemeinsame Singen des lettischen Volksliedes «Put vejini».

Hans-Dieter Kreis überreichte seinem Partnerchor aus Kuldiga den Chorsekt, die Jubiläums-CD und Süßigkeiten für den Mädchenchor, der längst die Herzen der Eschersheimer erobert hatte. Auch die Balten hatten Gastgeschenke dabei. Einen Riesenlaib Schwarzbrot aus Lettland und ein Keramiktöpfchen Honig «für die Gesundheit» bekam Hans-Dieter Kreis von Marlita Rozite überreicht.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Mainmetropole fährt der Chor Cantus weiter nach Rottenburg am Neckar. Dort tritt er gegen elf weitere Chöre zum Internationalen Sängerwettstreit in Geistlicher Musik an. Aus 50 Chören hat sich Cantus bereits nach oben gesungen und konnte schon viele Erstplatzierzungen auf der Internationalen Bühne erreichen. Nach dem Sängerwettstreit stehen Neuschwanstein und das Salzburger Land auf dem Kultur-Reiseprogramm. «Der Sprung aus einer kleinen Stadt wie Kuldiga in eine Stadt mit Skyline wie Frankfurt war für uns schon groß», sagte die Chorleiterin Marlita Rozite. «Und wir kommen immer wieder gerne nach Frankfurt.» (glo)




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