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19.08.2005

Shanty-Chor bringt den Norden in den Stadtteil

So etwas hatte es in Eschersheim bisher noch nicht gegeben: «Wo die Möwen schwiegen – do bin ich tu hus» klingt es aus einem Vereinshaus in der Nußzeil.

Jeden Montag, pünktlich um 19 Uhr, treffen sich hier beim Kleingartenverein Eschersheim zehn Männer und zwei Frauen, um bekannte Seemannslieder anzustimmen – und das mitten auf dem Festland, wo weit und breit keine Küste in der Nähe ist. Doch der Shanty-Chor unter der Leitung von Christine Schwab (46), der sich hier gegründet hat, wähnt sich zumindest gedanklich am Meer. Die Herren, alle Kleingärtner, werden von Rita Zessin (78) mit ihrem Akkordeon begleitet.

Anfangs wehte den Protagonisten der Shanty-Lieder ein Wind von Misstrauen entgegen: «Wir sind doch in Hessen, ob das wohl bei den Vereinsmitgliedern ankommt?» Doch die Skeptiker wurden inzwischen eines Besseren belehrt. «Im Verein macht alles schnell die Runde, und inzwischen sind auch die letzten Zweifler überzeugt, dass die Sache rund wird», verkündet Christine Schwab stolz, die im Verein den Vergnügungsausschuss leitet. Da wird auch Kleingärtner-Theater gespielt, das Oktoberfest gefeiert und zwei Mal im Jahr eine Pflanzentauschbörse organisiert.

Im 300 Mitglieder zählenden Verein wurde die Idee mit dem Shanty-Chor schon vor eineinhalb Jahr geboren. Die kleine Bühne im Vereinshaus ist schnell gefüllt, wenn alle Akteure loslegen. «... mit Wellen und Wind in Not und Gefahr, stets ein ganzer Mann – am rechten Fleck das Herze» wird unter anderem geschmettert. Die schwungvollen Sänger, eben ganze Kerle, sind zwischen 50 und 74 Jahre alt. Sie arbeiten fieberhaft auf den 5.November hin, dem Tag ihres ersten öffentlichen Auftritts. Noch ist neben dem Einüben der bekannten Seemanns-Schlager allerhand zu tun: Es fehlen noch sieben Seemannshemden mit dem typischen Halstuch nebst Mütze. Auch darum kümmert sich die Chorleiterin.

Barbara Rath, Ehefrau eines der Sänger, will sich zusammen mit Christine Schwab um die passende maritime Bühnendekoration bemühen. Die Ur-Bayerin will ein Fischernetz, einen kleinen Leuchtturm und Seegetier aus Plastik für den nordischen Abend zusammentragen. Ein im Verein bekannter Exil-Frankfurter, der seit 15 Jahren in Friesland heimisch geworden ist, soll als Fisch-Koch den Abend kulinarisch abrunden. Christine Schwab führte schon oft bei Laientheater die Regie, daher ist sie optimistisch, auch die Seeluft nach Eschersheim holen zu können.

Die quirlige Büroangestellte berichtet, dass alle zehn Sänger stets pünktlich zur Probe erscheinen und ernsthaft und zuverlässig an ihren Liedern arbeiten. «Viele waren wohl früher bei der Marine oder der Bundeswehr und kennen noch die Lieder», erklärt sie die Disziplin und das Engagement. Unter den Seebären sind ein Busfahrer, ein Ex-Postler, ein U-Bahnfahrer, ein Außendienstler und ein Ex-US-Soldat, der auch durch die ganze Welt für sein Land gereist ist.

«Ich singe aus Spaß an der Freud», sagt Karlheinz Reinke, eben auch Seemannslieder. Gerd Mohr greift derweil schon mal zum Schifferklavier, welches er eigentlich schon vor 40 Jahren aus der Hand legte. Er ist neben Dieter Schrankler auch als Solist im Shanty-Chor zu hören. Ferner wirken das Ur-Gestein des KGV Dieter Zenker, Wolfgang Schütze, Eckhard Freyer, Harald Rath, Paul Wienert, Peter Habermehl und Reiner Weber im Matrosen-Chor mit.

Der Shanty-Chor des Kleingartenvereins Eschersheim soll noch bis zum Auftritt am 5. November um zwei weitere Sänger, die ihr Mitmachen bereits angekündigt haben, wachsen. Dann aber ist die kleine vier Mal sechs Meter Bühne im Vereinshaus voll besetzt. (glo)




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