Pietät am Dornbusch
05.01.2021
Zu weite Wege zum Einkaufen
Senioren in Eschersheim sind unzufrieden...
mehr
01.01.2021
16-Jähriger hatte großes Glück im Unglück
Ein 16-jähriger Jugendlicher ist gestern...
mehr
08.12.2020
Ortsbeirat beschließt Corona-Hilfen für Vereine
Der Ortsbeirat 9 gibt rund 12 000 Euro aus,...
mehr
03.12.2020
Festnahmen nach versuchtem Raub
Am Dienstag, den 1. Dezember 2020, gegen...
mehr
30.11.2020
Der Winter ist in Frankfurt angekommen
Der FES-Winterdienst rüstet sich für den...
mehr
30.11.2020
Vorgehensweise des Gesundheitsamtes bei der Pandemiebekämpfung an Schulen und Kitas – Gesundheitsdezernent Stefan Majer stellt Infoblatt vor
Die zahlreichen Anfragen von Eltern zum...
mehr
27.11.2020
Versuchter Trickbetrug
Dank des Augenmerkes einer Bankangestellten...
mehr
24.11.2020
Kinderkulturtreff Eschersheim nach Sanierung wieder geöffnet
Der Kinderkulturtreff Eschersheim (Kiku)...
mehr
23.11.2020
Trickdiebstahl
Bereits am Donnerstag, den 19. November...
mehr
20.11.2020
Übersicht Liefer- und Abholdienste für Heddernheim, Niederursel, Praunheim und Eschersheim
Leider ist es wieder soweit und unsere Gastronomie...
mehr
19.11.2020
Gesamtschule steckt weiterhin in der Warteschleife
Die IGS Eschersheim ist ein echtes Sorgenkind...
mehr
17.11.2020
Radfahrerin bei Unfall verletzt
Am Freitag, den 13.11.2020, kam es in Eschersheim...
mehr
12.11.2020
Kein Pardon für Parkplatz-Sünder
Verärgerte Anwohner im Mellsig: Nur 100...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Eschersheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Eschersheimer Bürgern. z.B.
Die Motzbox ist der Eschersheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Eschersheimer Bürger z.B.

 









26.10.2005

Willkommen, bienvenue, welcome im mehrsprachigen Hort

An der Kurhessenstraße im Haus Nummer 92 können sich zukünftig schon die ganz Kleinen im zarten Alter von rund sechs Monaten im Erwerb von Fremdsprachen üben.

In der multilinguale Kindergrippe «Le Jardin», die der Geschäftsführer des gleichnamigen privaten Trägers, Frédéric Claude, in Gegenwart des Stadtrates Dieter Bürger, des französischen Generalkonsuls Gilles Favred und Cornelia Lange vom hessischen Sozialministerium gestern offiziell eröffnete, werden die Kinder zweisprachig betreut: in einer deutsch-französischen oder einer deutsch-englischen Gruppe.

«Wir machen in diesen Einrichtungen auch nichts anderes, als das, was wir ohnehin schon zu Hause mit unseren Kindern machen», sagt der Geschäftsführer. Was der geistige Urheber der multilingualen Kindergrippe damit meint, bezieht sich schlicht auf den mehrsprachigen Familienalltag zum Beispiel von Familie Claude. «Meine Frau stammt aus Rumänien und ist dreisprachig groß geworden, unsere beiden Töchter Raphaelle (1) und Ariane (4) wachsen zweisprachig, sprich deutsch-französisch auf.» Während die eigenen Töchter heranwuchsen, kam dem in der Erwachsenenbildung tätigen Lehrer für Französisch und Wirtschaft auf Anfragen und Vorschläge seiner Freunde hin die Idee zu «Le Jardin.»

Das Konzept der Kinderkrippe orientiert sich an der familiären Situation einer mehrsprachigen Familie, in der die Eltern das Kind nur in ihrer jeweiligen Muttersprache ansprechen. «Jede Erzieherin spricht die Kinder in ihrer Muttersprache an. Pro Gruppe sind also mindestens immer eine deutschsprachige und eine französisch- oder englischsprachige Erzieherin anwesend», erläutert die stellvertretende Leiterin Karina Berner. Sie selbst übernimmt den deutschen Part in der deutsch-englischen Gruppe.

Die Leiterin der Kindereinrichtung Odile Zola – der Name verrät’s – betreut die deutsch-französische Gruppe mit. «Die Sprache der Teamsitzung hingegen sollte an sich Deutsch sein», erklärt Frau Berner weiter. Der Alltag der Krippe sei jedoch ebenso multilingual wie die Erziehung, und deswegen geht es eben auch in der Teamsitzung manchmal durcheinander. Wichtig sei nur, dass man die Kinder immer in der eigenen Muttersprache anspräche. Ansonsten ähnelte der Tagesablauf der ebenfalls durch die Stadt bezuschussten Krippe dem anderer auch. «Wir spielen, lesen Geschichten aus zweisprachigen Kinderbüchern vor und singen zweisprachige Lieder.»

Im Gegensatz zur ersten Krippe von «Le Jardin» in Bockenheim, die Frédéric Claude auf Kinder aus mehrsprachigen Familien zugeschnitten hatte, steht die Kinderkrippe in Eschersheim auch rein deutschsprachigen Kindern offen. Zu verdanken ist das auch dem Engagement Gabriela Jaeckers, die ihre Tochter Carla (1) unbedingt in dieser multilinguale Kindergrippe unterbringen wollte.

Ihrer Auffassung nach ist das Innovative die Mehrsprachigkeit. «Es geht auch darum, andere Nationen und Kulturen besser kennen zu lernen», sagt sie. Die Sprachsicherheit – Kinder im Alter bis zu fünf Jahren lernen die Sprache viel leichter und spielerisch – fördere auch die Weltoffenheit und baue Ängste ab.

Alleine an der Elternkonstellation könne man einige kulturell bedingte Unterschiede ablesen. «Für die meisten deutschen Mütter ist es schlicht nicht vorstellbar, ihr Kind bereits im Alter von sechs Monaten ganztägig von 8 bis 18 Uhr in die Krippe zu geben.» In Frankreich gehöre dies längst zum Alltag.

Auch gegenüber ihrem Mann habe sie hier erst Überzeugungsarbeit leisten müssen. Ihre Tochter habe den Hort deshalb zunächst nur halbtags besucht. Als die Kleine dann morgens schon ganz von selbst nach ihrem Mantel griff, habe auch ihr Mann eingesehen: Mehrsprachigkeit und ganztägige Betreuung schaden dem Kind keineswegs. (kim)




zurück








 

© 2021 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum