Pietät am Dornbusch
05.01.2021
Zu weite Wege zum Einkaufen
Senioren in Eschersheim sind unzufrieden...
mehr
01.01.2021
16-Jähriger hatte großes Glück im Unglück
Ein 16-jähriger Jugendlicher ist gestern...
mehr
08.12.2020
Ortsbeirat beschließt Corona-Hilfen für Vereine
Der Ortsbeirat 9 gibt rund 12 000 Euro aus,...
mehr
03.12.2020
Festnahmen nach versuchtem Raub
Am Dienstag, den 1. Dezember 2020, gegen...
mehr
30.11.2020
Der Winter ist in Frankfurt angekommen
Der FES-Winterdienst rüstet sich für den...
mehr
30.11.2020
Vorgehensweise des Gesundheitsamtes bei der Pandemiebekämpfung an Schulen und Kitas – Gesundheitsdezernent Stefan Majer stellt Infoblatt vor
Die zahlreichen Anfragen von Eltern zum...
mehr
27.11.2020
Versuchter Trickbetrug
Dank des Augenmerkes einer Bankangestellten...
mehr
24.11.2020
Kinderkulturtreff Eschersheim nach Sanierung wieder geöffnet
Der Kinderkulturtreff Eschersheim (Kiku)...
mehr
23.11.2020
Trickdiebstahl
Bereits am Donnerstag, den 19. November...
mehr
20.11.2020
Übersicht Liefer- und Abholdienste für Heddernheim, Niederursel, Praunheim und Eschersheim
Leider ist es wieder soweit und unsere Gastronomie...
mehr
19.11.2020
Gesamtschule steckt weiterhin in der Warteschleife
Die IGS Eschersheim ist ein echtes Sorgenkind...
mehr
17.11.2020
Radfahrerin bei Unfall verletzt
Am Freitag, den 13.11.2020, kam es in Eschersheim...
mehr
12.11.2020
Kein Pardon für Parkplatz-Sünder
Verärgerte Anwohner im Mellsig: Nur 100...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Eschersheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Eschersheimer Bürgern. z.B.
Die Motzbox ist der Eschersheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Eschersheimer Bürger z.B.

 









21.04.2006

Der „Monet von Frankfurt“ feiert heute den 80.

Das Wirken und Schaffen des Malers Claude Monets ...

... hat auch den Künstler Hans-Ludwig Wucher aus Frankfurt nachhaltig geprägt und ihm sogar seinen Spitznamen beschert: Als „Monet von Frankfurt“ feiert Wucher heute seinen 80. Geburtstag.

Die Anerkennung und die Ehrfurcht nicht nur vor seinem impressionistischem Vorbild, sondern auch vor Meistern wie Leonardo da Vinci oder Michelangelo haben ihn sein ganzes Leben über nicht losgelassen. „Vor einigen Tagen lief im Fernsehen eine Reportage über Michelangelo“, erzählt Wucher. „Ganz klein“ habe er sich da gefühlt. „Winzig nahezu“ in Anbetracht der Genialität dieser Bildhauer, Maler und Baumeister.

Ansonsten gibt sich Hans-Ludwig Wucher eher weniger bescheiden, immerhin sei ihm „das Talent in die Wiege gelegt worden“, sagt er von sich selbst. Im zarten Alter von etwa zwei Jahren zog er bereits die ersten Pinselstriche. „Im Kinderjargon zeichnete ich eine ,Puff-Puff-Eisenbahn’.“ Bei soviel künstlerischem Selbstbewusstsein verwundert es nicht, dass Wucher seine Vorbilder gerne auch mal plagiiert: Im Flur hängt das Werbeplakat einer bekannten Frankfurter Brauerei. Der Künstler ist darauf mit dem Pinsel gegenüber einer Staffelei abgebildet, auf der eine von ihm gerade vollendete Fälschung der Mona Lisa zu sehen ist: mit Bier in der Hand und dem Henninger-Turm im Hintergrund. „Diese Werbung hing in Hessen und Thüringen.“ Gerade mal 1000 Mark habe er damals dafür erhalten, „aber das war mir der Spaß wert“. Die Kunst selbst hingegen nimmt er sehr ernst.

In seinem Atelier stapeln sich Landschaftsgemälde, Stillleben und Porträts. Rund um Frankfurt sind es die Nidda-Auen und der Blick auf die Stadt von Königstein oder Kronberg aus, die den Künstler faszinieren. Von Vorlagen malt Wucher generell nicht ab. Ihn zieht es mit der Staffelei immer an den Ort des Geschehens.

Gerade mal 17 Jahre alt, stürzte ihn allerdings solch ein Ort in eine nicht unerhebliche Krise. „Eine Anekdote, die ich als Dozent für Malerei, Zeichnung und Kunstgeschichte gerne zum Besten gab.“ Damals hatte Wucher gerade sein Volontariat im Liebieg-Haus abgeschlossen und war an der Städelschule zum Studium der Bildenden Künste angenommen worden, als ihn der Anblick eines Aktmodells völlig aus der Fassung brachte. „Ich hatte doch noch nie eine nackte Frau gesehen.“ So versteckte er sich hinter der Staffelei und traute sich nicht, einen Blick zu riskieren. Dem Gelingen des Gemäldes war diese Haltung nicht unbedingt förderlich.

Unmittelbar nach Abschluss des Studiums 1945 wurde Wucher mit 19, kurz vor Kriegsende, noch eingezogen und kam nach Lettland. Dort geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, kehrte erst 1949 wieder zurück. Als Vorsitzender des Berufsverbands Bildender Künstler knüpfte er in den 70er Jahren Kontakte nach Paris, wo eines seiner Werke auf einer Ausstellung der Société des Artistes Français im Grand Palais mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Als Mitglied der Société organisierte er daraufhin mit der Unterstützung des ehemaligen Kulturdezernenten Prof. Hilmar Hoffmann die erste Ausstellung zeitgenössischer französischer Künstler in der Paulskirche. Heute fällt es ihm zunehmend schwerer, selbst Ausstellungen zu organisieren, in seinem Eschersheimer Atelier empfängt er jedoch gerne Kunstbegeisterte. (kim)




zurück








 

© 2021 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum