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05.05.2006

Neues Leben im Kiosk am Eschersheimer Wasserturm

Es ist wieder neues Leben im Einkaufskiosk am Eschersheimer Wasserturm eingekehrt. Frisch gestrichen und mit neuem Innenausbau kommt das alterwürdige Büdchen neuerdings daher.

Zwei Jahre war der Kiosk in der Straße Am Lindenbaum 48 geschlossen, bevor eine tamilische Familie, ursprünglich aus Sri Lanka stammend, den kleinen Laden übernommen hat. Die Brauerei hatte es der am Frankfurter Berg wohnenden Familie zur Pacht angeboten. Sieben Jahre hatte die Familie bereits ein Kiosk in Maintal geführt.

Direkt neben der Rollschuhbahn gelegen, kommen meist junge Kunden gelaufen, um sich bei Sutharsam Selvalingam (16) mit Eis und Süßigkeiten einzudecken. Kunde Stephan Mattes (38), der in der Wohnsiedlung nebenan wohnt, freut sich über die Wiedereröffnung: „Ich bin froh, dass das Wasserhäuschen wieder aufgemacht hat.“ Er genießt sein Getränk im Freien mit Blick auf die Albert-Schweitzer-Siedlung und dem denkmalgeschützten Wasserturm.

Mutter Varaledchumy (39) betreibt ein Kiosk in der Raimundstraße. Um der drohenden Arbeitslosigkeit zu entgehen, führt Vater Sivapathasundram Selvalingam (48) ab 1. Juli das Wasserhäuschen am Lindenbaum dann weitgehend allein. Die Unterstützung durch die Familie ist ihm allerdings gewiss.

Sohn Sutharsam half schon im Alter von 13 Jahren mit und arbeitete täglich zwei Stunden im Kiosk der Mutter mit. Heute ist er neben der Schule fünf Stunden im selbst renovierten Wasserhäuschen zu finden.

„Ich bin seit einem Jahr arbeitslos“, berichtet ein Stammkunde. Den Besuch eines Lokals kann ich mir nicht mehr leisten.“ So glaubt er, dass die gute alte Institution „Frankfurter Wasserhäuschen“ im Zuge des Stellenabbaus noch mehr Zulauf erfährt. Die Preise am Büdchen sind schließlich moderat und für den kleinen Geldbeutel gedacht: Die Tasse Kaffee kostet, wie der heiße Tee, 60 Cent und das Flaschenbier 1,10 Euro.

„Alle Kunden sind hier freundlich und nehmen sich Zeit“, sagt der jugendliche Verkäufer über seine Kundschaft. Nebendran, auf dem Spielplatz, tummeln sich seine jüngsten Käufer, die es jetzt auf die Eiscremesorten abgesehen haben.

„Langsam geht das Geschäft richtig los“, sagt Sutharsam Selvalingam. Das Sortiment wollen die Inhaber nach den Wünschen der Kunden erweitern. „Ich möchte auch Hotdogs anbieten“ sagt der junge Mann voller Zuversicht.

Viele Landsleute von ihm seien im Kiosk-Geschäft tätig, sagt der 16-Jährige, der vor einem Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt. Schon wegen der Tradition und Religion rauchen und trinken Tamilen selbst nicht, sind also ideale Betreiber. Zudem werden die Wasserhäuschen als Existenzgrundlage für Kleinunternehmer auch wieder von der Stadt gefördert.

Der Einkaufskiosk am Wasserturm Am Lindenbaum 48 ist täglich von 8 bis 21 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 21 Uhr durchgehend geöffnet. (glo)

Wasserhäuschen-Postkarten mit neun typischen Büdchen von Hubert M. Gloss sind übrigens im Historischen Museum, der Buchhandlung Hugendubel und an ausgewählten Büdchen erhältlich.




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