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17.05.2006

Mädchenhaus: Ein männerfreier Raum besteht seit 20 Jahren

20 Jahre Mädchenhaus und 15 Jahre Mädchenzuflucht sind ein guter Grund zum Feiern.

Zum Jubiläumsfest gratulierten deshalb Förderer, ehemalige Mitarbeiter und nicht zuletzt die Stadt dem erfolgreichen Hilfsprojekt. Denn auch nach zwei Jahrzehnten im Dienste der Gleichberechtigung ist Mädchenarbeit immer noch so wichtig wie zu Beginn.

Der Verein für feministische Mädchenarbeit unterhält seit zwei Jahrzehnten Beratungs-, Freizeit- und Hilfsangebote für Mädchen und junge Frauen zwischen neun und 18 Jahren. Im Mädchentreff gehören Mittagstisch und Hausaufgabenhilfe ebenso zum Angebot wie Computerkurse sowie Tanz- und Gesangsgruppen. Hier dreht sich alles ausschließlich um die Wünsche und Bedürfnisse von Mädchen. „Es ist ein jungen- und männerfreier Raum“, sagt Psychologin Karin Naber. „Oft ist es den Eltern von muslimischen Mädchen wichtig, dass diese in einer solchen Umgebung ihre Freizeit verbringen. Wir versuchen hier, alle Belange der Mädchen zu fördern.“ Die Bedürfnisse junger Frauen haben sich in den vergangenen Jahren verändert. „Mädchen wollen heutzutage auch mit den neuen Medien umgehen können. Das Interesse ist sehr groß.“

Doch nicht nur fürs Lernen und die Freizeitgestaltung finden junge Frauen im Mädchenhaus die richtige Ansprechpartnerin. Bei jeglichen Problemen ist die Mädchenberatung „kostenlos, anonym und vertraulich“ der richtige Ansprechpartner. „Wir bieten Seminare und Kurse an und informieren beispielsweise über sexuelle Gewalt. Es ist wichtig, die Mädchen fit zu machen, damit sie sich wehren können.“ Im Ernstfall bietet die Zuflucht des Vereins einen Ausweg an. In der Unterkunft innerhalb des Stadtteils finden bis zu neun Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren, die nicht nach Hause zurückkehren können, eine vorläufige Bleibe. Die Zuflucht ist geheim, nicht einmal die Polizei weiß, wo sie sich befindet. Informationen zum Aufenthaltsort können auf diese Art nicht einmal versehentlich in falsche Hände gelangen. So sind die Mädchen optimal geschützt. Bis zu drei Monate können die jungen Frauen dort wohnen. „In der Zwischenzeit führen sie aber ihr normales Leben weiter und gehen beispielsweise zur Schule.“

Der Verein entstand 1986 aus der Frauenbewegung heraus. „Es gab so viele Angebote für Frauen, aber kaum etwas für Mädchen“, erinnert sich Gründungsmitglied Christa Seidel. „Wir waren von einer großen Aufbruchstimmung getragen und wollten die männlich geprägte Gesellschaft verändern.“ In ehrenamtlicher Kleinarbeit erstellten die ersten Mitglieder Anträge und Konzepte, um öffentliche Gelder zu beantragen. Mit Erfolg. Das erste rot-grüne Bündnis in Hessen bewilligte Gelder, die folgende CDU-Regierung behielt die Finanzierung bei. Auch die Stadt unterstützt das Mädchenhaus seit vielen Jahren. „Aus diesem Haus gehen Mädchen mit mehr heraus, als sie mitgebracht haben“, weiß Ingo Staymann, Leiter des Jugend- und Sozialamtes, die Arbeit im Mädchenhaus zu würdigen. „Ich bin Ihnen dankbar, dass sie trotz der finanziellen Kürzungen des Landes Hessen durchgehalten haben.“ Denn die hessische Sparwelle hat auch die Arbeit im Mädchenhaus getroffen. „Den Großteil unserer Mittel müssen wir selbst erbringen“, sagt Karin Naber. „Trotzdem versuchen wir, unser Angebot zu halten und die Möglichkeiten zu erweitern.“ (tos)




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