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12.10.2006

Eschersheim, mon amour

Ich bin zwar in Berlin aufgewachsen, und habe sogar noch mehr als nur einen Koffer dort,

aber Frankfurt ist meine Geburtsstadt, meine Heimat. Beides sind sehr lebendige Städte. Seit 1964 lebe ich in Eschersheim. Diesen idyllischen Stadtteil, flächenmäßig ist er etwa so klein wie Berkersheim oder Bonames, habe ich über die Jahre lieb gewonnen – für mich ist es eine ideale Gegend zum Wohnen und Ausgehen, aber man ist auch genauso flugs mit der Bahn in der Innenstadt.

Mit der Kunst kam ich schon früh in Berührung. Mein Vater, René Ahrlé, zählte zu den Großen der Werbegrafik und hat mir die Faszination des Zeichnens und Malens eröffnet. Neben der Malerei schreibe ich auch Bücher. Verständlich also, dass ich eine Buchhandlung meines Vertrauens habe. Mein morgendlicher Spaziergang führt mich häufig in die „Eschersheimer Bücherstube“ in der Eschersheimer Landstraße 415. Die Inhaberin, Gabriele Wenkemann, kennt meinen Geschmack. Hier finde ich die passende Lyrik zu meinen Reihen, zum Beispiel über E. T. A. Hoffmann.

Seit mehr als zehn Jahren schon verbindet mich die Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Rössler (Walter-Leiske-Straße 2), die natürlich ihren Standort im schönen Eschersheim hat. Mit der Inhaberin Edda Rössler habe ich zum Beispiel das Eröffnungs-Programm in Frankfurts neuem Rebstockpark ausgearbeitet. Schauspieler Walter Renneisen schlüpfte für mein Werkstattgespräch in die Rolle des Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné.

Kontakte zum Deutschen Theater haben mich für die Bühne begeistert. Neben meinem Studium hatte ich auch Schauspielunterricht bei dem späteren Burgschauspieler Albin Skoda. Das von mir gemalte Porträt Skodas als „Torquato Tasso“ hängt im Burgtheater in Wien. Zwei Spielzeiten zeichnete ich die Programmtitel der Berliner Philharmoniker, darunter die Porträts von Celibidache, Furtwängler, Menuhin und Klemperer.

Die Farben dafür kaufe ich seit vielen Jahren schon bei „Kannemann“ (Am Schwalbenschwanz 1), dem Fachgeschäft für Grafiker, Designer, Architekten und Künstler. Hier gibt es feinste Öl- und Acrylfarben, Zeichenschablonen, Leinwände, Pinsel, Stifte, Tuben, Büttenkarton, Zeichenpapier, Tusche und vieles mehr. Die Mutter von Gerhard Kannemann, des heutigen Inhabers, hat das Geschäft vor 50 Jahren gegründet.

Im „Ristorante Brighella“ (Eschersheimer Landstraße 442) bin ich Stammgast. Hier sitze ich besonders gerne im Garten. Es ist mein Lieblingslokal: Das Essen ist hervorragend, auch Literatur-Kritiker Marcel Reich-Ranicki speist hier gerne. Ravioli mit Kastanienfüllung und Zitronencreme sind meine Leibspeise. Im Herbst und Winter ist Trüffelzeit. Ich habe extra für den Besitzer Mario Borazio die Deckenstrahler im Restaurant bemalt. Auch im Gästebuch bin ich zu finden – natürlich mit Zeichnungen. Mit Freunden und Bekannten sitze ich gerne im Restaurant „Zum Adler“ in der Ginnheimer Hohl 2 a – und dehne damit meinen Lieblingsstadtteil etwas aus, sozusagen. Im Sommer plaudern wir dort im Biergarten unter einem Dach aus Weinlaub, bei Regen an unserem Stammtisch drinnen. Seit 20 Jahren kommen wir hierher, es ist eines der schönsten Gartenlokale Frankfurts, finde ich. Das selbstgebraute Zwölf-Apostel-Bier und die Speisekarte mit den Spezialitäten vom Balkan sowie Fischgerichten sind sehr empfehlenswert. Und ich nehme mir immer Kastanien mit, die im Herbst auf den Boden fallen. Die lege ich mir als Glücksbringer in mein Atelier im Dachgeschoss meines Hauses.

Der abendliche Spaziergang führt meine Frau und mich an die Nidda. Hier ist es herrlich ruhig, ein laues Lüftchen weht, dazu die grünen Wiesen – sehr entspannend. Eschersheim hat eben viele schöne Seiten.




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