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23.11.2006

Wolfgangs Kiosk: Selbstständig statt arbeitslos

Als Hartz-IV-Empfänger selbstständig machen?

Wie beschwerlich das ist, hat Wolfgang Balser (46) in den vergangenen Monaten am eigenen Leib erfahren. Doch mit Unterstützung seiner Schwester hat der ehemalige Polizist und EDV-Trainer den Kiosk in der Maybachstraße 30 übernommen.

Der Weg dahin war steinig. „Keine Bank gibt mir einen Kredit“, sagt Balser. Dafür sprang die Schwester mit einem Darlehen ein. Das Geld hat der Kioskbetreiber in das Geschäft gesteckt, denn der Vorbesitzer hatte „alles heruntergewirtschaftet“. Die Konzession für Lotto ging verloren. Seit Montag ist das wieder anders. Balser hat es geschafft, die Annahmestelle zurückzuholen. Dafür musste er allerdings einen langen Atem haben. „Die haben erst einmal die Entwicklung in den ersten Monaten abgewartet.“ Gut sieben Monate musste er nach der Eröffnung am 10. April warten, ehe Lotto Hessen den Betrieb wieder aufnahm – vorerst zur Probe. „Die Umsätze müssen stimmen. Ich hoffe, dass ich es schaffe.“

Der Lotto-Betrieb war eine Voraussetzung für Wolfgang Balser, den Kiosk in Eschersheim zu übernehmen. „Der Laden selbst hat mir von Anfang an gefallen.“ Neben den üblichen Artikeln wie Zeitschriften, Tabak und Getränke bietet Wolfgangs Kiosk auch einen Imbiss. Belegte Brötchen, eine Rindswurst oder Pizza-Baguette gibt’s für den kleinen Hunger. Neu sind die Weine aus Rheinhessen. „Die kommen direkt vom Winzer.“ Dieses Standbein will Balser noch ausbauen, vielleicht mit kleinen Weinproben.

Gemütlich ist es ohnehin, entweder in der Kaffee-Ecke im Innenraum oder auf dem Hof, wo in einer Sitzecke ein Imbiss verzehrt, eine Zigarette geraucht oder ein Getränk zu sich genommen werden kann.

Die Arbeitszeiten sind lang. Der im Westend Wohnende muss um 5 Uhr aufstehen, denn seinen Laden öffnet er täglich um 6 Uhr. „Bis 10 Uhr ist die Hauptzeit.“ Bis 18.30 Uhr ist dann durchgehend geöffnet, nur donnerstags schließt er bereits um 13 Uhr. Samstags steht Balser von 7 bis 14 Uhr im Kiosk, stets allein. „Eine Aushilfe kann ich mir nicht leisten.“

Das kleine Ladenlokal in der Maybachstraße hat eine lange Tradition. Früher war hier eine Metzgerei untergebracht, davon zeugen noch heute die Fleischerhaken im Hof. Bis zum Jahr 2002 nutzte ein Fahrradhändler die Räumlichkeiten, anschließend wurde daraus ein Kiosk.

Wolfgang Balser hofft, sich damit eine Zukunft geschaffen zu haben. Noch bekommt er ein Übergangsgeld in Höhe von 500 Euro, das ist aber auf ein Jahr begrenzt. Bis dahin muss er auf eigenen Füßen stehen. Die neue Lotto-Annahmestelle soll ihm dabei helfen. (sö)




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