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30.11.2020
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12.11.2020
Kein Pardon für Parkplatz-Sünder
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19.01.2007

Tunnel bleibt Thema Nummer 1

Gewerbeverein Eschersheim will den Druck auf die Politik erhöhen

Der Gewerbeverein Eschersheim, der im September 2006 gegründet wurde, ist angetreten, um vor allem die Eschersheimer Landstraße als Einkaufsstandort zu retten. Hoffnungen setzten die Gewerbetreibenden vor allem auf ein Projekt: Die Verlegung der U-Bahn-Strecke in den Untergrund.

„Durch die Umplanungen des U-Bahn-Anschlusses zum Riedberg im Römer sehen wir wieder Chancen, die Teilung des Stadtteils zu beenden“, sagte gestern der Vorsitzende des Gewerbevereins, Rechtsanwalt Martin Feickert, beim Neujahrsempfang In den Räumlichkeiten der Emmausgemeinde. Die Durchschneidung Eschersheims sei das Hauptproblem. Zu dem gleichen Fazit kommt die Einzelhandelsstudie, die im Auftrag der Stadt erstellt wurde. Die sieht eine deutliche Bevorzugung des Autoverkehrs und des ÖPNV auf der Eschersheimer Landstraße. „Mit anderen Worten: Hier macht es keinen Spaß zu bummeln“, sagte Feickert.

Michael Rudy, der als Steuerberater am Weißen Stein arbeitet, kann sich noch an den Bau der U-Bahn in den 60er Jahren erinnern. „Als Kind war das ein herrlicher Sandspielplatz.“ Leider sei man aber damals davon abgerückt, die Bahn unterirdisch bis zum Weißen Stein zu führen. Er selbst ist nach einigen Jahren in Bockenheim wieder zurückgekehrt nach Eschersheim. „Hier ist die Infrastruktur besser.“

Hausherr Pfarrer Richard Birke kennt die Problematik als Anwohner nicht nur von der Kirchengemeinde, sondern auch von seinem Wohnsitz direkt an der Eschersheimer Landstraße. „Die Anliegen des Gewerbevereins sind mir daher sehr wichtig.“ In den vier Jahren, die er in Eschersheim wohne, hätten sechs Geschäfte geschlossen. „Es wäre schade, wenn die Eschersheimer verfallen würde.“

Der Handel selbst müsse seine Chancen nutzen und den „schleichenden Qualitätsverlust“, so Feickert, auf der Eschersheimer Landstraße stoppen. Auch dazu zitierte der Vorsitzende aus der Einzelhandelsstudie. Dort wurde festgestellt, dass Eschersheim ein Kaufkraftpotenzial von rund 70 Millionen Euro jährlich habe, aber nur 26 Millionen Euro davon im Stadtteil blieben. „Das sind nur 35 Prozent“, rechnete der Vorsitzende vor. Ziel des Gewerbevereins sei es, diese zahl um drei Prozent zu erhöhen. „Dann würde jeder Gewerbetreibender acht Prozent mehr Umsatz verzeichnen.“

Unterstützung erhält das Gewerbe von der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Gewerbeberater Franz Schmitt betonte, wie wichtig ein Gewerbeverein für den Stadtteil sei. Er forderte die Mitglieder auf, der Wirtschaftsförderung mitzuteilen, wenn es zu Geschäftsleerständen komme. „Es ist heute schwierig, gerade kleine Läden wieder zu vermieten.“ Tipps würden die Berater, die seit 1998 im Auftrag der Stadt im Einsatz sind, den Geschäftsleuten vor allem auch bei Behördengängen geben. Einen Ratschlag für die Eschersheimer hatte Schmitt auch noch mitgebracht. Bei künftigen Veranstaltungen sollte mit dem Vereinsring zusammengearbeitet werden, das habe sich in anderen Stadtteilen, zum Beispiel im Gallus, bewährt. „Gemeinsam kann man mehr erreichen.“

Nach noch nicht einmal einem halben Jahr zählt der Verein knapp 30 Mitglieder. Zum Neujahrsempfang waren auch Vertreter von Firmen gekommen, die bisher noch nicht eingetreten sind. Der erste Eindruck war aber positiv, wie Christian von Poll von der gleichnamigen Immobilienfirma und Holger Klingebiel, Inhaber des Gartenbaubetriebes Grüner Leben, bestätigten. Für Martin Feickert ein gutes Zeichen, denn „nur mit vielen Mitgliedern kann der Gewerbeverein stark sein“. (sö)




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