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26.04.2007

Der Dreck unterm Wohnwagenlager

Die Bodenuntersuchungen sind abgeschlossen, die Ergebnisse werden Mitte Juni erwartet. Wie es dann allerdings mit dem Wohngebiet Bonameser Straße, der Wohnwagensiedlung an der Grenze zu Bonames, weitergeht, ist noch nicht klar.
Von Sören Rabe

Denn die Wohnheim GmbH, die das städtische Gelände an die Bewohner verpachtet hat, will auch Untersuchungen unter den Behausungen vornehmen, wie Wohnheim-Geschäftsführer Hans-Jürgen Bosinger gegenüber der FNP ankündigte.

Anlass ist ein strafrechtliches Verfahren gegen drei Bewohner, die auf dem Gelände illegal Fahrzeuge verschrottet haben. „Der Boden ist kontaminiert“, sagt Bosinger. Wie schwer, das müssen die Ergebnisse zeigen. Für die weiteren Bodenuntersuchungen sollen die Bewohner ihre Unterkünfte zeitweise aufgeben. Sie sollen aber auf dem Gelände verbleiben, so die Planungen der Wohnheim GmbH.

Grundsätzlich findet Michael Frase, Leiter des Diakonischen Werks Frankfurt, es positiv, dass auf dem Grundstück etwas passiert. Die Diakonie betreut die Bewohner bereits seit den 50er Jahren mit einer aufsuchenden Sozialarbeit. „Die Menschen müssen aber mit ins Boot geholt werden“, fordert Frase. Ansonsten würde der Eindruck vermittelt, dass sie vertrieben werden sollen. „Das kann zu Problemen führen.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände mit Roma, Sinti, ehemaligen Schaustellern besiedelt. Eine große Personengruppe verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Schrotthandel. Die Menschen leben in umgebauten Wohnwagen, Baracken und provisorischen Häusern. Einige wohnen seit Jahrzehnten hier – mit ihren Familien, Kindern und Enkeln. Die Altersspanne reicht vom Kleinkind bis hin zu über 80-jährigen Senioren. Alfred Gangel, Leiter des Liegenschaftsamtes, ist der Ansicht, dass dieses Wohngebiet nach wie vor seine Existenzberechtigung hat. „Die Bewohner wollen dort auch gar nicht mehr weg.“

Das bestätigt auch Michael Frase. Auf den über 30 verpachteten Parzellen sind 80 Menschen gemeldet. „Unser Sozialarbeiter begleitet dort aber 100 Personen intensiv.“ Es gebe immer wieder Personen, die ihre dort lebenden Familien verlassen, um in anderen Stadtteilen zu leben, aber immer wieder zurückkommen. „Es gibt dort sehr stabile Familienverbände.“ Der Sozialarbeiter sei täglich in der Siedlung. Er biete aber auch Sprechstunden in seinem Büro in der Eschersheimer Landstraße an.

Für den Leiter des Diakonischen Werks stelle sich nun allerdings die politische Frage nach der Zukunft. „Die Bewohner wissen nicht, was die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen bringen werden.“ Frase mahnt daher eine klare Aussage der Wohnheim an, dass mit den Menschen dort das weitere Vorgehen diskutiert wird.

Immer wieder hat es über die Jahre Ideen gegeben, das Wohngebiet aufzulösen und das Areal anders zu nutzen. Auch der Ortsbeirat 9 (Eschersheim, Ginnheim, Dornbusch) nimmt sich aus Anlass der Bodenuntersuchung wieder des Themas an. Die FDP-Fraktion hat für die Sitzung heute Abend einen Fragenkatalog zusammengestellt. Darin fragen die Antragsteller Klaus Funk und Anette Ludwig nach dem Sinn des Fortbestehens der Siedlung und wie der Magistrat die Lage dort beurteilt. Zudem fordern sie Auskünfte über die Kontaminierung. Die Liberalen verweisen darauf, dass die Wohnsituation dort nicht mehr den Verhältnissen einer heutigen Großstadt wie Frankfurt entspreche. Seit der Ansiedlung vor fast sechs Jahrzehnten hätten sich die Verhältnisse „grundlegend geändert“.

Der Ortsbeirat 9 tagt heute, Donnerstag, um 19.30 Uhr im Haus Aja Textor-Goethe, Rudolf-Steiner-Haus, Hügelstraße 67.




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