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29.10.2007

Wohnheim-Baustelle nervt Nachbarn

Anna Gross wollte die Herbstferien nutzen, um mit ihrem Enkel Manuel morgens auszuschlafen. Doch gegen sechs Uhr hatte die Nachtruhe in den vergangenen Wochen ein Ende.

Die Baustelle auf dem Nachbargrundstück, Am Brückengarten 9 a, ließ der 65-Jährigen keine Ruhe. „Wenn die Arbeiter morgens anfangen, ist das Radio so laut aufgedreht, dass ich in meinem Schlafzimmer mitsingen kann.“ Den ganzen Tag über herrsche starker Zulieferverkehr. Große Lkw rangierten umständlich auf dem engen Grundstück. In der Regel werde von 6.30 bis mindestens 20 Uhr ohne Pause gearbeitet. „Es gab aber auch schon Tage, da waren die Arbeiter von sechs Uhr morgens bis nach 22 Uhr da.“ Nur auf ihre Beschwerde hin hätten sie sich ein Mal schließlich zum Arbeiten ins Innere des Gebäudes verzogen.

Seit über einem Jahr leben die Bewohner des Wohnhauses Alt-Eschersheim 2 nun mit der Baustelle. Eine Information darüber, was in der Nachbarschaft geschieht und was unmittelbar neben ihrem Garten entsteht, hätten sie nie bekommen. „Anfangs haben wir das hingenommen. Ich bin auch wirklich nicht empfindlich, aber inzwischen zerrt es einfach an den Nerven. Es wird ja auch zunehmend schlimmer“, klagt die Frührentnerin.

Der Einsatz von schwerem Gerät, wie einem Bagger oder einem Autokran, vor zwei Wochen habe zusätzlich zu dem Lärm auch Erschütterungen verursacht. „Da stehen sie im Garten und plötzlich schwebt ein Kran über ihrem Kopf, gerade so an unserem Dach vorbei.“ Bei der Entkernung des Gebäudes hätten die Bauarbeiter den Schutt außerdem aus den oberen Stockwerken aus den Schubkarren direkt in den Container geschüttet. „Sie können sich nicht vorstellen, was das für Schläge getan hat. Ich dachte manchmal, ich falle vom Sofa.“

Mehrmals habe sie sich bei den Arbeitern beschwert, ohne Erfolg. Auch ihre Nachbarin sei schon dort gewesen. Das Gesuch ihres Vermieters, der Bauleiter möge doch zum Gespräch vorbei kommen, sei ebenfalls ohne Resonanz geblieben.

Von den Beschwerden weiß Hans-Jürgen Bosinger, Geschäftsführer der Wohnheim GmbH, dem Eigentümer des Grundstücks, nichts. „Auf uns ist niemand zugekommen.“ Und auch die Berichte der Nachbarn hält er für unwahrscheinlich. „Normalerweise wird auf jeder Baustelle von sieben bis 18 Uhr gearbeitet und nicht länger. Das gibt es nicht.“ Nach Rücksprache mit dem Bauleiter räumt Bosinger dann aber doch Arbeiten bis 22 Uhr ein. „Allerdings sind das nur die Fliesenleger, und die arbeiten drinnen und verursachen keinen Lärm.“ Für den Abtransport des Schutts aus den oberen Stockwerken würden spezielle Röhren benutzt. „Da schüttet keiner etwas lose herunter“, sagt der Wohnheim-Chef. Und wenn es überhaupt jemals zu Erschütterungen gekommen sei, dann nur, als die Treppen abgeschlagen und die Garagen abgetragen wurden. „Die Arbeiten an den Treppen haben sechs Tage in Anspruch genommen, der Abriss der Garagen habe zwei Tage gedauert. Das war es dann aber auch.“

Die Mittagsruhe könne auf einer so großen Baustelle nicht eingehalten werden. „Sie können doch nicht einfach alles für ein paar Stunden stoppen.“ Bosinger ist nicht der Ansicht, dass der Lärm über Gebühr sei. „Die Nachbarn vergessen, dass wir auch für sie einen schöneren Anblick schaffen.“

Bis sie davon etwas haben, müssen sie sich allerdings noch gedulden. Denn erst Mitte Februar sollen die ersten Mieter in das 100 Wohnungen umfassende Gebäude einziehen. Wann die Außenarbeiten beendet sein werden, darauf will sich Bosinger nicht festlegen. „Wir rechnen mit Dezember, aber das hängt auch von der Witterung ab.“

Neben dem Hauptgebäude wird allerdings noch länger gebaut, ein sechs Wohnungen umfassendes Nebengebäude soll renoviert werden. Erst komme das Dach, dann folge die Isolierung der Fassade und dann werde im Inneren weiter gearbeitet. Ein endgültiges Ende der Bauarbeiten: „Zurzeit nicht vorhersehbar“, sagt Bosinger. (kan)




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