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01.11.2007

Gemeinde gründet eigene Stiftung

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld hat nichts von seiner Aktualität verloren:

Denn bekanntlich konnten zwei tüchtige Diener die ihnen anvertrauten Talente durch ihre Geschäfte sogar verdoppeln. Ein gutes Beispiel auch für die Stiftung „Emmaus – gemeinsam auf den Weg“, die nun ihr Gründungsfest feierte. Und mit 38 Stiftern und einem Startkapital von 52 000 Euro ein zusätzliches Fundament gelegt hat, um bei knapper werdenden Zuweisungen ihre Gemeindearbeit zu sichern.

Da passte es nur zu gut, dass Pfarrer Richard Birke zum Festgottesdienst in der Emmauskirche besagtes Gleichnis ausgewählt hatte. Außerdem trugen sechs Gemeindeglieder ihre oft jahrzehntelangen Erfahrungen und Hoffnungen vor. Schließlich wurde zur Feier des Tages eine Emmaus-Kirchentorte angeschnitten. Gebacken wurde sie von der Konditorei Frommhold, die sogar noch eine zweite Torte dazu stiftete.

Als sehr stiftungsfreudig erwiesen sich auch die Glieder der Emmausgemeinde: Jeder der Gründer war bereit, mindestens 500 Euro einzubringen. Darunter auch der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche von Hessen und Nassau, Peter Steinacker, der der Emmausgemeinde angehört. Zusammen ergab das 26 000 Euro, weitere 25 000 Euro steuerte der Kirchenvorstand aus den Rücklagen der Gemeinde bei. Weitere Zustiftungen sind möglich. Nur der regelmäßige Zinsertrag von 2500 Euro wird allerdings in die Gemeinde investiert.

Angedacht ist etwa die Unterstützung der Arbeit, die der Küster und die Gemeindesekretärin erbringen. Beide Ämter werden nicht mehr über volle Stellen finanziert, teilweise sogar noch weiter reduziert. Einige Gemeindeglieder wünschen sich aber auch eine stärkere Unterstützung der Angebote für junge Leute und junge Familien. So wurde zu Beginn dieses Jahres ein Eltern-Kind-Treff eröffnet. Über den Verwendungszweck wird künftig ein Kuratorium entscheiden. Als erste Kuratorin wählte die Stiftungsversammlung Helga Rau, zwei weitere Mitglieder will der Kirchenvorstand bestimmen.

„Die Bereitschaft der Unterstützung zeugt von einem hohen Vertrauen, das die Mitglieder für einen langen Zeitraum in unsere Gemeinde investieren“, betont Pfarrer Birke. Was das bedeutet, weiß auch Monika Ilkenhans, Mitglied des Kirchenvorstands: „Ich gehöre der Gemeinde seit über 40 Jahren an, habe hier schöne und traurige Ereignisse erlebt“, erzählt sie im Gottesdienst. Dazu gehöre auch die Notwendigkeit, zu sparen und Aktivitäten zu konzentrieren.

So gab die Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren ihre beiden angestammten Häuser in der Zehnmorgen- und der Heylstraße ab, verkaufte zudem ihr Pfarrheim. Aus dem Erlös konnte der Bau des jetzigen neuen Gemeindehauses in Alt-Eschersheim 22 zur Hälfte finanziert werden. Da zudem die Emmauskirche anlässlich ihres 250. Geburtstages vor drei Jahren restauriert wurde, werden in der Gemeinde zumindest in den nächsten Jahren keine größeren Aufwendungen für Reparaturen erwartet.

Umso mehr will man sich deshalb auf die Inhalte und Stärken in der Gemeindearbeit konzentrieren. Weitere Wünsche für die Zukunft von Emmaus schrieben einige Besucher während des Festgottesdienstes auf Notizzettel. Oft waren es spontane Gedanken und Gebete, die gegebenenfalls mit Hilfe der Stiftung umgesetzt werden können. Und dazu braucht es sicher auch Talente. (got)




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