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09.11.2007

Altes Zollhaus:

Herr Steinkamp gibt ihm eine Zukunft

Viele Jahre stand das alte und halb verfallene Zollhaus in Alt-Eschersheim und wartete darauf, aus seinem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. Dann kam der Wasserbauer Bernhard Steinkamp und wagte sich an das Schmuckstück aus Fachwerk heran: Weder Zeit noch Geld noch Behördengänge hielten ihn davon ab, das Häuschen zum künftigen Eigenheim umzubauen. Und bisher gibt ihm der Erfolg recht: Nun war Richtfest, schon für nächsten Herbst plant der 28-Jährige den Einzug mit seiner Freundin Svenja Prüseke.

Der Wunsch, aus der elterlichen Wohnung auszuziehen, ist aber nur ein Teil der Motivation für das Unternehmen Zollhaus. „Ich bin halt auch so ein Schaffer, und alte Häuser haben mich schon immer gereizt“, erklärt der gebürtige Praunheimer, der auch die Pläne zur Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt mit Interesse verfolgt. Doch schon für das Zollhaus gilt es immerhin rund 126 000 Euro zu stemmen. Diese Kosten veranschlagt Steinkamp insgesamt für den Erwerb von Eigentümerin Ute Hartung und für den Umbau.

Dass er sich über die Finanzen keine Sorgen macht, begründet Steinkamp kurz und knapp: „Ich war schon immer ein sparsamer Mensch, kann außerdem auf die Unterstützung in meiner Familie zählen.“ Die unterstützt ihn derzeit durch einen Onkel und dessen Freund bei den Dacharbeiten. Denn während auf dem Dachstuhl noch der Richtbaum von der jüngsten Feierlichkeit kündet, hat Steinkamp tatsächlich eine kleine Sorge: „Wir müssen das Dach noch winterfest kriegen, bevor es am Ende richtig kalt wird.“

Das Dachgeschoss musste der junge Häuslebauer neu aufstocken und ausbauen lassen. Dafür brauchte er freilich Dachdecker und Zimmerleute, doch bis auf wenige Facharbeiten werkeln Steinkamp und Verwandte größtenteils in Eigenregie. Bernhard Steinkamp ist weder Architekt noch Ingenieur, bringt aber auch als Wasserbauer für das Schifffahrtsamt einiges an Fachkenntnis mit. „Während meiner Ausbildung musste ich viel mit Holz arbeiten. Das kommt mir jetzt beim Fachwerk zugute.“

So geht der Umbau auch im Innern des Hauses gut voran. Die größten Probleme waren im Keller zu bewältigen: Dort war das Deckengewölbe eingebrochen, musste neu ausgeschachtet und vor Feuchtigkeit geschützt werden. Im Erdgeschoss wurde der Querschnitt verändert, so dass schließlich auch eine Toilette eingebaut werden kann. Der Estrich muss oberhalb der Gewölbedecke neu aufgetragen werden. Außerdem galt es, neue Deckenbalken und einen Stahlträger an Stelle einer morschen Eichenstütze einzuziehen.

Völlig entkernt wurde auch der erste Stock. „Hier kommen Bad und Dusche hinein, sonst aber bleibt der Grundriss unverändert“, sagt Steinkamp. Im Dach plant er noch eine Solaranlage zur Aufbereitung von warmem Wasser. Sonst soll das Haus mit Gas beheizt werden. „Spätestens im Dach haben wir gemerkt, dass es mit der Sanierung höchste Eisenbahn war.“ Denn nur wenig später hätte das Geschoss einstürzen können.

Eine besondere Erfahrung hat Steinkamp mit der Bauaufsichtsbehörde gemacht. „Ich habe dort die Zeichnungen des Architekten und des Statikers vorgelegt. Bis auf wenige Änderungen ist alles zügig durchgegangen“, freut er sich.

Und schon bald können auch die Eschersheimer die Früchte seiner Arbeit bestaunen, wenn sich das Haus mit einer holzsichtigen Fassade bald in neuer Schönheit präsentiert. Übrigens: Für alle Fälle hat Steinkamp sogar eine behindertengerechte Hoftür einbauen lassen. Eine Investition mit Weitsicht: „Denn selbst wenn ich mir mal später einmal etwas brechen sollte, will ich noch in mein Haus hineinkommen können.“ (got)




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