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09.01.2008

Eltern vom Ziehen machen Druck

Frankfurts größtes Gymnasium soll Ganztagsschule werden –dann gäbe es mehr Lehrer

Dass die Stadt noch in diesem Jahr neue Klassenräume und eine Cafeteria für die Ziehenschule bauen will, reicht dem dortigen Schulelternbeirat nicht aus. Die Eltern wollen mehr: Das Kultusministerium in Wiesbaden soll die Erlaubnis geben, das Gymnasium in eine Ganztagsschule umzuwandeln. Dafür wollen die Eltern in der nächsten Woche sogar auf die Straße gehen. Sie planen gemeinsam mit den Lehrern und Schülern eine Demonstration vor dem Schulhaus. Zuvor haben sie sich mit einem offenen Brief an das Staatliche Schulamt und das Bildungsdezernat der Stadt gewandt.

Darin bemängeln sie, dass die Schule gezwungen ist, wegen der Verkürzung der Abiturzeit auf zwölf Schuljahre den Unterricht bis weit in den Nachmittag hinein auszudehnen. Das sei faktisch bereits ein Ganztagsschulbetrieb. Die dafür notwendigen Bedingungen seien aber nicht geschaffen worden. Gemeint sind damit einerseits Aufenthalts- und Ruheräume, in denen sich die Schüler über Mittag erholen können. Noch fehlt auch die Versorgung mit Mittagessen. Zum anderen sieht der Schulelternbeirat den Bedarf nach mehr Personal, denn auch für die Lehrer bringe der verlängerte Schultag mehr Belastungen mit sich. Sie sollten von zusätzlichen Kollegen, aber auch Schulpsychologen und Sozialarbeitern unterstützt werden.

All diese Forderungen, so sind die Eltern überzeugt, ließen sich erfüllen, könnte die Ziehenschule ganz offiziell einen Ganztagsbetrieb organisieren. Trotz mehrerer Anläufe von seiten der Schulleitung hatte das Wiesbadener Kultusministerium dieses Anliegen bisher immer abgelehnt.

Das Stadtschulamt, das die Aufgaben der Stadt Frankfurt als Schulträger koordiniert, fühlt sich von dem Eltern-Brief nur am Rande betroffen. „Die Planung ist doch so gut wie fertig. Wir werden, wie angekündigt, noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen“, sagte Dorothea Schneeweiss vom Stadtschulamt. „Die baulichen Voraussetzungen für eine Ganztagsschule schaffen wir.“ Für sechs Millionen Euro soll auf dem Schulgelände ein zweistöckiger Neubau mit Cafeteria und Klassenräumen entstehen. Damit würden nach 40 Jahren endlich die Baracken verschwinden, die einst als Provisorium für die Schule aufgestellt wurden. Das Hochbauamt rechnet damit, dass der Neubau nach 15 Monaten Bauzeit bezogen werden kann, in der zweiten Jahreshälfte soll es losgehen.

Über die Schulform und die Ausstattung der Schulen mit Lehrern und Zusatzkräften entscheidet hingegen das Land, das in Frankfurt vom Staatlichen Schulamt vertreten wird. Dort weiß man um den Wunsch von Frankfurts größtem Gymnasium, Ganztagsschule werden zu wollen – und macht ein wenig Hoffnung: „Für den Zeitraum bis 2008 sind die Entscheidungen, wer Ganztagsschule werden kann, schon gefallen. Für den ersten Schub gab es die Weisung, nur Grundschulen aufzunehmen“, sagt Sabine Schweiß vom Staatlichen Schulamt. Mitte 2008 würde erneut ausgewählt. „Und es sieht so aus, als würde das dann auch für die Gymnasien günstig ausfallen“, formuliert sie vorsichtig. Ein neuer Antrag der Ziehenschule liege dem Amt bereits vor.

Damit ist die Forderungsliste des Schulelternbeirats allerdings noch nicht zu Ende. Sie wollen mit ihrer Demonstration am Donnerstag, 17. Januar, auch darauf dringen, dass die Lehrpläne „entrümpelt“, die Zahl der Lehrer erhöht und „das Experiment Unterrichtsgarantie Plus“ beendet wird. Schulpolitik, so wünschen es sich die Eltern, sollte künftig nicht mehr von politischen Laune beherrscht, sondern von Fachleuten gelenkt werden. (ing)




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