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05.03.2008

Auch in Eschersheim ist es zu laut

Die SPD-Fraktion im Ortsbeirat 9 (Eschersheim, Ginnheim, Dornbusch) sorgt sich um die Gesundheit der Eschersheimer. Und zwar um diejenigen, die nahe an der Autobahn A 661 leben. Die Sozialdemokraten aus dem Stadtteilparlament fordern den Magistrat auf, einen „Schutzmaßnahmenkatalog“ für sie zu erstellen.

Lärm mache krank. Bereits geringer Lärm schädige die Gesundheit. Gleich bleibender Lärm ströme in die Siedlungen. Das sei die Situation im Osten von Eschersheim, beschreibt die SPD in einem Antrag die Situation. Betroffen seien die Quartiere „Im Geeren“, „Anne-Frank-Siedlung“, „Bonameser Straße“, „Im Mellsig“ sowie die „Albert-Schweitzer-Siedlung“. Die Eschersheimer in diesen Straßen müssten mit dem Lärm Tag und Nacht leben. „Kosmetische Maßnahmen, wie ein paar Bäume zu pflanzen, verhindern keinen Lärm.“ Es seien vielmehr Schutzmaßnahmen notwendig, die die Lebensqualität wirkungsvoll sichern.

Aus Richtung Bad Homburg kommend gibt es ab der ehemaligen Ausfahrt Bonames bis zur Brücke über die Bonameser Straße keinen Lärmschutz. Dadurch sind die Gebiete der Bonameser Straße, Im Mellsig, Im Uhrig oder Hügelstraße besonders betroffen. Nach der Brücke existiert eine Lärmschutzwand, die aber schon vor der Anschlussstelle Eckenheim/ Eschersheim endet. Auch entlang des Zubringers zur Jean-Monnet-Straße gibt es gar keine Wand, lediglich einige hundert Meter vor der Kreuzung Hügelstraße existiert ein kleiner Erdwall mit Baumbewuchs. Dieser schlucke aber – gerade im Winterhalbjahr – kaum den Lärm.

Je nach Verkehrsaufkommen sei der Lärm unterschiedlich stark ausgeprägt, betonten die Sozialdemokraten. Im östlichen Eschersheim gebe es nur eine Ausnahme vom ständigen Lärmpegel: zwischen 1 und 4 Uhr geht er zurück. Durch den Ausbau der Autobahn A 661, der bereits zwischen Seckbach und Hanauer Landstraße begonnen hat, und das damit höher werdende Verkehrsaufkommen „sind die Bewohner in Eschersheim in ihrer Gesundheit zunehmend stärker gefährdet“, befürchtet die SPD.

Daher fordert die SPD im Rahmen des Ausbaus der Autobahn A 661 einen Maßnahmenkatalog. Als wesentlicher Bestandteil soll dabei ein neuer Lärmschutzwall als Schutzschirm für die Eschersheimer Anwohner eingerichtet werden. Die alten Schallschutzwälle müssten zudem überprüft und in die Modernisierungsmaßnahmen einbezogen werden.

Ob das möglich sein wird, dazu kann im Verkehrsdezernat von Lutz Sikorski (Grüne) derweil niemand Neuigkeiten überbringen. Dort, wo der Ausbau bereits begonnen hat, so aus dem Riederwald und Bornheim, wird ebenfalls die Forderung nach einem besseren Lärmschutz entlang der Autobahn gestellt. Die Stadt hat im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses Klage vor dem Verwaltungsgericht Kassel eingereicht, um das Geld für weiteren Lärmschutz von Land und Bund einzufordern.

„Das Verfahren liegt noch in Kassel, wir haben noch keine weiteren Aussagen“, so eine Dezernatsmitarbeiterin. Zumal das Thema des weiteren Ausbaus der A 661 auf dem Abschnitt zwischen dem Bad Homburger Kreuz und Eckenheim, den die Eschersheimer Sozialdemokraten mit ihrem Antrag im Auge haben, derzeit gar nicht auf der Agenda stünde. Pläne dafür existierten zwar schon seit mehr als 20 Jahren, aber zurzeit passiere in dieser Richtung nichts.

Für die Eschersheimer bedeutet diese Auskunft, dass es derzeit keine großen Aussichten auf besseren Schallschutz gibt. Denn nur bei einem Ausbau der Autobahn besteht für die Bauherren, das heißt Bund und Land, eine Verpflichtung zu weiteren Schallschutzmaßnahmen. Es sei denn, die Stadt will es selbst zahlen. (sö)

Der Ortsbeirat 9 diskutiert diesen Antrag der SPD am Donnerstag, 6. März. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Gemeindehaus von Sta. Familia, Am Hochwehr 11, Großer Saal.




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