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13.03.2008

Der 9er wird sein Geld nicht los

Ortsbeirat zögert plötzlich, wofür er sein Budget von 49 000 Euro ausgeben will

Die Mitglieder des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) tun sich schwer mit der Entscheidung, wofür sie ihr Budget ausgeben sollen. Jetzt stellen sie sogar ihre eigenen Beschlüsse in Frage.

Denn schon im August 2007 hatten die Fraktionen das Geld für das Jahr 2007 verteilt: Insgesamt 48 000 Euro sollten für ein Bodenrelief auf dem Ginnheimer Kirchplatz, einen so genannten Graffitiwürfel und einen neuen Schaukasten ausgegeben werden. Doch in der jüngsten Sitzung des Gremiums kamen nun Zweifel an diesen Vorhaben auf. Denn sowohl das Präventionsprojekt „Graffitiwürfel“ als auch das Bodenrelief werden wohl um einiges teurer als gedacht.

25 000 Euro wollte der Ortsbeirat für das Aufstellen des Würfels ausgeben, der künftig verhindern soll, dass Jugendliche Hauswände beschmieren. Stattdessen könnten sie auf den Wänden des Holzgerüsts ihre Kreativität ausleben. Doch dieses könnte bis zu 42 000 Euro kosten. „Für 25 000 Euro würde der Würfel für vier Wochen aufgestellt und vom Künstler betreut, außerdem gäbe es dafür noch eine Feier zur Enthüllung“, erklärte Ulrich Keck (Grüne). Eine halbe Sache. Um zu überprüfen, ob der Würfel tatsächlich zur Graffitiprävention tauge, müsste das Projekt durch das Institut für Kriminalprävention begleitet werden. Was zusätzliche 10 000 Euro kosten. „Ohne Evaluation wird zwar nicht der Effekt des Projekts geschmälert, aber wir können ihn nicht beweisen“, sagte Keck. Ortsbeirat Rachid Rawas (SPD) gab zu Bedenken, dass vier Wochen eine kurze Zeit für ein pädagogisches Projekt seien. Eine Verlängerung um sechs Monate würde weitere 7000 Euro kosten.

Doch nicht nur der Preis, sondern auch der Standort bringt den Ortsbeirat ins Grübeln. „Der Künstler würde gern in den Sinai-Park. Das lehnt das Grünflächenamt aber ab“, erklärte Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU). Die Fachleute befürchten Schäden im Park und Ärger mit den Nachbarn. Hesse schlug deshalb vor, auf der Kulturmeile Platenstraße einen Platz für den Würfel zu finden. Und erntete sofort Widerspruch: „Ich glaube, dass das Projekt im Sinai-Park mehr Sinn macht“, betonte Ulrich Keck. Schließlich gäbe es die meisten Graffitis auch entlang der Eschersheimer Landstraße.

Auch Beatrix Henze (SPD) machte sich für einen Standort im Sinai-Park stark. „Seit Jahren kämpfe ich für Kunst in dieser Grünanlage.“ Das sei nun eine gute Gelegenheit. Außerdem bekäme das Projekt nur dort die nötige Aufmerksamkeit. Nun wird weiter beraten.

Das gilt auch für das metallene Relief, mit dem der Ortsbeirat den Ginnheimer Kirchplatz schmücken wollte. Seit der Neugestaltung des Platzes im Jahr 2001 verfolgt er dieses Projekt. Doch bis heute können sich die Stadtteilpolitiker nicht zu einem eindeutigen Votum durchringen. 17 500 Euro sollte das Kunstwerk einst kosten. „Dieser Preis wird jetzt wohl nicht zu halten sein, hat mir die Künstlerin Annette Dietrich signalisiert“, sagte CDU-Fraktionschef Nils Kößler. In einem Gespräch mit ihr soll nun geklärt werden, wie das Relief womöglich einfacher und damit wieder billiger werden kann. Dafür sprachen sich alle Fraktionen aus.

Doch nach wie vor liegen zwei Entwürfe für das Relief vor und nach wie vor wollen sich Grüne und FDP nicht auf den ersten, dem CDU und SPD bevorzugen, festlegen. „Das ist ein sehr umfangreiches Thema. Das muss noch einmal besprochen werden“, betonte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Annegret Brein. Und auch Klaus Funk war vorsichtig. „Ich kann erst zustimmen, wenn ich die genauen Kosten für das Projekt kenne.“ Die CDU-Fraktion hatte die Kollegen zuvor aufgefordert, sich auf einen Entwurf festzulegen.

Nun bleib das Ortsbeiratskonto weiter unangetastet – nur der Schaukasten ist unumstritten. (kan)




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