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29.05.2008

Die alten Sünden kommen jetzt raus

Bodensanierung an der Bonameser beginnt. Gutachten haben längst bestätigt, dass der Boden unter der Wohnwagensiedlung an der Bonameser Straße verseucht ist. Nun soll tatsächlich die Bodensanierung folgen. Geplant ist, noch in diesem Sommer zu beginnen.

Für die Bewohner des Areals und den Ortsbeirat 9 (Ginnheim, Eschersheim, Dornbusch) eine gute Nachricht, doch sie wollten über das Vorhaben genauer informiert werden. Deshalb gab es am Mittwochabend erneut einen Ortstermin. Georg Bitterberg, technischer Leiter der Wohnheim GmbH, Richard Obernhausen vom Umweltamt und Ursula Koller vom Liegenschaftsamt gaben Auskunft.

Das Bodengutachten hatte 2007 ergeben, dass die Erde an der Bonameser Straße mit Rückständen von Blei, Zink und Kupfer kontaminiert ist. Sie kamen durch illegal verschrottene Fahrzeuge und die Lagerung von Schlacken nach dem Zweiten Weltkrieg in die Erde.

Nun soll verdreckte Boden zu großen Teilen ausgetauscht werden. Die Wohnheim GmbH und die Stadt Frankfurt, der das Grundstück gehört, wählten ein Verfahren, bei dem die Bewohner auf dem Platz bleiben können. Es wird um sei herum gebaggert. Durchschnittlich 60 Zentimeter tief wird der Boden weggenommen. „Wir hätten nur 30 Zentimeter ausheben müssen“, erklärt Bitterberg.

Dass die Bewohner wegen der Bodenarbeiten wegziehen müssten, war ihre größte Sorge. Denn schon seit mehreren Jahren gibt es auf dem Platz ein Zuzugsverbot. Wer seine Parzelle verlässt, bekommt keine neue mehr. „Die Bewohner hatten Angst, dass sie danach nicht mehr zurück dürfen“, bestätigt Sozialarbeiter Thomas Kober, der die Platz-Bewohner für das Diakonische Werk Frankfurt betreut.

30 Parzellen sind auf dem Gelände, das nach dem Zweiten Weltkrieg zuerst von Roma, Sinti und ehemaligen Schaustellern besiedelt worden war, noch bewohnt. Als Unterkünfte dienen umgebauten Wohnwagen, Baracken und Hütten. Die Hälfte steht auf verseuchten Flächen, so Bitterberg.

„Bis heute hatten wir keine Krankheiten. Aber was passiert, wenn sie den Boden aufwühlen?“, fragt Anwohner Karl Klein. Er fürchtet, dass der Wind die Schadstoffe dann verbreiten könnte. Bitterberg versichert, dass die Arbeiten von einer professionellen Bodensanierungsfirma ausgeführt werden, die zurzeit noch gesucht wird. Nur die Kinder sollen vor und während der Bauphase nicht im Sand spielen. Auch der Anbau von Gemüse ist derzeit verboten.

„Es wird immer ein Teil Erde ausgehoben und analysiert. Je nach Belastungsgrad wird dann die Erde ausgetauscht“, so Bitterberg. Die Zugänge zu den Häusern würden abgesichert. Im Frühsommer 2009 sollte alles wieder sauber sein, 1,2 Millionen Euro sind dann verbraucht. In der Bauzeit will die Wohnheim auch das dritte, momentan stillgelegte Waschhaus erneuern. Zudem erhalten alle Parzellen Strom- und Wasseranschlüsse.

Beim Ortsbeirat blieb die Sorge um das ungenutzt Gelände oberhalb der Siedlung. Dort soll nicht saniert werden. Über Wasserproben wird seit 1992 überprüft, ob Ablagerungen ins Grundwasser gelangen. Bisher ist nichts passiert. Büsche und Bäume um das Gelände herum sollen als Filter fungieren, so dass die Schwermetalle nicht weiterfließen können. Ortsbeirat Klaus Funk (FDP) ist das nicht sicher genug. Wind könne doch den Staub aus dem ungereinigten Abschnitt aufs Wohngelände wehen, die Bewohner ihn einatmen. Dagegen versprachen die Verantwortlichen, den Boden feucht zu halten. „Das genügt“, versichert Richard Obernhausen. Denn Schwermetalle seien nicht wasserlöslich. (mer)




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