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17.06.2008

Jugendliche verscheuchen Nachbarn

Dagegen, dass Jugendliche sich treffen, Musik aus ihren Handys laufen lassen, lachen und reden – dagegen ist wenig auszusetzen. Wenn sich junge Eschersheimer nicht ausgerechnet die Grünanlage zwischen Fontane- und Gottfried-Keller-Straße als Treffpunkt ausgesucht hätten. Denn die ist als Spielplatz für kleine Kinder gedacht. Dass dort nun Heranwachsende „abhängen“, stört die Nachbarn.

Und schlimmer noch: Manchem wird mulmig, wenn er die Jugendlichen sieht. Er fühlt sich von ihnen angefeindet. Kinder und Eltern meiden den Platz, seitdem die Jugendlichen da sind.

Eine Nachbarin, die täglich mit ihrem Hund im Quartier spazieren geht, kennt das Geschehen: „Sie sitzen dort rum, rauchen Wasserpfeife und auch andere Sachen. Wenn dann jemand etwas sagt, werden sie forsch und beleidigend“, erzählt die Frau. Seit neun Jahren lebe sie in der Siedlung, seit diesem Frühjahr sei es ungemütlich geworden. „Das sind Mädchen und Jungen, die hierher kommen. Sie liegen auf der Wiese rum und besetzen die Schaukeln.“

Dem Ortsbeirat 9 (Ginnheim, Dornbusch, Eschersheim) behagt es gar nicht, dass sich wegen der Jugendlichen keiner mehr in die Anlage traut. Per Antrag fordert er die Stadt auf, dafür zu sorgen, dass die Grünfläche wieder von allen genutzt werden kann. Ein Schild soll anzeigen, dass der Spielplatz für Kinder unter zwölf gedacht ist.

Nils Kößler, Fraktionsvorsitzender der CDU im Neuner, wurde von mehreren Anwohnern aus dem Quartier benachrichtigt. „Sie berichten einhellig, dass man mit den Jugendlichen nicht reden könne“, sagt er. Sogar die Polizei hätten die Nachbarn eingeschaltet. Denn Nachbarn und Jugendliche beäugen sich nicht nur, sondern streiten auch miteinander: Eltern forderten die Teenager auf, auf den Spielplatz zu räumen. Statt Einsicht hätten sie freche Antworten geerntet. Es kam zu Wortgefechten.

Außerdem, so weiß Kößler, wurden auf dem Platz „Papierkörbe mutwillig zerstört, der Müll auf dem Rasen verteilt und Graffitis schmücken die Schaukeln, die vor nicht allzu langer Zeit neu installiert wurden,“

Darüber weiß auch das zuständige 12. Polizeirevier bereits Bescheid: „Wir laufen dort regelmäßig Streife“, versichert Revierleiter Manfred Ensinger. Die Personalien der meisten Jugendlichen seien bekannt. „Bislang kam es aber zu keiner Straftat.“ Doch so lange die Jugendlichen nur auf dem Spielplatz sitzen, sei die Handhabe klein. Natürlich wolle die Polizisten die Anwohner nicht im Stich lassen, so Ensinger. Seine Leute werden dort weiter kontrollieren. Doch als wirklich kritisch schätzt der Beamte die Situation nicht ein. Das Grünflächenamt, das für die Pflege des kleinen Parks zuständig ist, kennt die Klagen ebenfalls. Weil aus dem Polizeirevier die Bitte kam, einige Bänke von der Grünfläche zu entfernen. Vielleicht würde es den Jugendlichen dann zu ungemütlich.

Der Ortsbeirat fordert nun geschlossen, dass etwas gegen die „Belagerung“ der Jugendlichen getan werden muss. Aber die Stadtteilpolitiker wissen auch, dass die jungen Leute ihren neuen Treffpunkt nicht aus bösem Willen ausgewählt haben. Ihnen, vor allem jungen Männern, wird in Eschersheim einfach zu wenig geboten. Sie einfach zu vertreiben, wäre also keine Lösung. „Man würde das Problem einfach auf eine andere Fläche verlagern“, weiß auch Revierleiter Ensinger. Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) wird sich deshalb an die neuen Streetworker, die seit einiger Zeit im Stadtteil unterwegs sind, wenden. Womöglich gibt es eine Lösung mit der alle Beteiligten leben können. (mer)




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