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05.09.2008

Seveso stoppt Häuslebauer

Wegen der gefährlichen Anlagen im Industriepark Höchst entfallen möglicherweise noch mehr geplante Wohngebiete als bisher bekannt war.

Der Planungsverband hat jetzt auch die Flächen «Zeilsheim-Süd» (14,2 Hektar) und «Sindlingen-Süd» (10,5 Hektar) aus dem Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplans gestrichen. Schon früher gestoppt wurden das Silogebiet in Unterliederbach (56 Hektar) und das Baugebiet Sindlingen-West (35,6 Hektar). Hintergrund ist die Seveso II-Richtlinie der EU, die einen Mindestabstand von 1,5 Kilometer zwischen gefährlichen Chemieanlagen und neu zu bauenen Wohnhäusern vorschreibt.

Konkret geht es um die Chlorgasverladung am nördlichen Rand des Industrieparks. Nach einem Gutachten, das die Stadt Frankfurt in Auftrag gegeben hatte, wären die Neubaugebiete möglich, wenn die Anlage so in ein Gebäude integriert würde, dass keine Gase austreten können. Doch der Industriepark-Betreiber Infraserv halte dies nicht für möglich, sagte gestern Matthias Mausch, Projektleiter für den Flächennutzungsplan beim Planungsverband.

Deshalb können im Frankfurter Westen bis zu 4000 Wohnungen voraussichtlich nicht gebaut werden. Doch Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) will dies nicht so einfach hinnehmen. «Wir setzen weiter auf diese Wohngebiete», sagte sein Sprecher Mark Gellert. «Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.» Planungsverbandsdirektor Stephan Wildhirt (SPD) sagte, es werde eine Fußnote in den Plan aufgenommen. Damit werde die Möglichkeit offengehalten, die Neubaugebiete doch noch zu entwickeln, wenn sich später herausstellen sollte, dass die Seveso-Bestimmungen eingehalten werden können.

Gegenüber dem Entwurf vom September sei der Umfang der neuen Wohnungsbau- und Gewerbeflächen in der Region weiter reduziert worden, allerdings nicht in nennenswertem Umfang. Die Gewerbeflächen seien zwar formal um 290 Hektar auf 2110 Hektar reduziert worden. Doch der größte Teil davon, nämlich 250 Hektar, sei auf eine Neudefinition zurückzuführen, die mit der CDU-Mehrheit im Verbandsvorstand beschlossen worden sei. Unbebaute Flächen, die sich ein Unternehmen für Erweiterungszwecke gesichert habe, würden jetzt als bebaut gelten und somit zum Bestand zählen. Wildhirt nannte ein Beispiel: Aldi habe neben seinem Auslieferungslager ein 18 Hektar großes Grundstück, auf dem ein neuartiger Markt entstehen soll. Diese Fläche gilt für die Planer jetzt als bebaut.

Im Wohnungsbau sind unterm Strich 130 Hektar weggefallen, vor allem in der östlichen Wetterau. Allein Niddatal muss auf elf Hektar verzichten. «Das entspricht unserem Leitbild, wonach wie vor allem die Zentren stärken wollen», sagte Wildhirt. In Frankfurt wurden deshalb – trotz der Seveso-Probleme – die Wohnbauflächen per Saldo um zwölf Hektar ausgeweitet. Hinzugekommen sind Flächen in Eschersheim (östlich der Anne-Frank-Siedlung, 8,7 Hektar), südlich der Rödelheimer Landstraße (10,4 Hektar) und zwei Gebiete in Nieder-Erlenbach, nämlich nördlich des Friedhofs (13,7 Hektar) und im Fuchsloch (2,5 Hektar).

Auf der Kippe stehen in der Region einige Baugebiete aus Naturschutzgründen. Im geplanten Gewerbegebiet Ost in Hochheim siedelt eine Hamsterkolonie, nördlich und südlich von Friedberg kann voraussichtlich wegen Lurchen und Kamm-Molchen nicht gebaut werden. Der Flächennutzungsplan wird voraussichtlich Anfang 2010 endgültig beschlossen. Gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan habe man mehrere Monate Verspätung, sagte Wildhirt. (mu)




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