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05.11.2008

Wehrloses Opfer an Haltestelle von Gruppe junger Männer brutal zusammengeschlagen - Polizei bittet um Hinweise

Ein 36 Jahre alter Frankfurter ist am vergangenen Samstagabend zunächst auf dem Bahnsteig und dann weiter in der Unterführung der U-Bahnhaltestelle "Hügelstraße" von einer Gruppe junger Männer grundlos zusammengeschlagen worden. Bei dem Überfall erlitt das Opfer zahlreiche Verletzungen am gesamten Körper insbesondere jedoch im Bereich des Kopfes. Erst in den heutigen Vormittagsstunden erstattete der Mann Anzeige beim 1. Revier.

Den Angaben des 36-Jährige zufolge befand sich dieser gegen 22.00 Uhr im Bereich der genannten Haltestelle, um mit der U-Bahn in Richtung Innenstadt zu fahren. Plötzlich sei ein Unbekannter auf ihn zugekommen und habe ihn gefragt, warum er so blöde gucke. Als der Geschädigte daraufhin antwortete auf die U-Bahn warten zu wollen, wurde er unvermittelt von dem Täter mit Faustschlägen gegen den Kopf traktiert. Kurz darauf sah das Opfer, wie vier weitere Männer über die Brüstung des Bahnsteigs sprangen. Dem 36-Jährigen gelang es noch bis in die Tiefebene zu flüchten. Dort strauchelte er jedoch und fiel hin. Die fünfköpfige Tätergruppe holte den Mann rasch ein und begann sofort auf das am Boden liegende Opfer massiv einzutreten. Der 36-Jährige berichtete in seiner Vernehmung von mindestens 30 bis 40 Tritten hauptsächlich gegen seinen Kopf. Die Angriffe hätten etwa zwei Minuten gedauert. Er habe Angst um sein Leben gehabt weil er dachte, dass die Männer mit Messern bewaffnet sein könnten.

Wenig später hätten die Täter dann von ihm abgelassen und seien auf die andere Seite der Haltestelle geflüchtet, berichtete der Mann. Ein hinzueilender Zeuge musste den 36-Jährigen stützen, begleitete ihn dann bis zur U-Bahn, mit der der Geschädigte dann wegfuhr. Weshalb er jetzt erst bei der Polizei eine Anzeige erstattete begründete der 36-Jährige damit, dass er von Tritten so benommen gewesen wäre, dass er nicht gewusst habe was er tat. Er könne sich den Umstand nicht erklären, wie es dazu gekommen sei. Die Schilderungen des Frankfurters werden von den Beamten des Reviers jedoch als glaubhaft eingestuft.

Nach Angaben des 36-Jährigen soll es sich bei der fünfköpfigen Tätergruppe um Südländer, vermutlich um Nordafrikaner gehandelt haben. Der Haupttäter soll zwischen 20 bis 25 Jahren alt gewesen sein. Er trug eine schwarze Lederjacke, war zwischen 180 bis 185 cm groß und hatte schwarze Haare, die an den Seiten kürzer waren. Seine vier Komplizen waren jünger.

Bereits eine Viertelstunde vor dem brutalen Überfall auf den 36-Jährigen wurde in Höhe Hügelstraße 145 der 37-jährige Mitarbeiter einer nahegelegenen Tankstelle vermutlich von Mitgliedern der gleichen Tätergruppe bedroht. Den Angaben des Mannes zufolge seien ihm zwei Jugendliche nach Dienstschluss auf seinem Heimweg gefolgt und hätten ihn dabei beschimpft. Er habe Angst gehabt, dass die Täter ihn überfallen würden und flüchtete. Er lief bewusst in Richtung des 12. Reviers und konnte dabei im weiteren Verlauf seine Verfolger abschütteln.

Am darauffolgenden Sonntag meldete sich ein Anwohner bei ihm in der Tankstelle und berichtete, dass dieser den Vorfall von seiner Wohnung aus gesehen habe. Andere Anwohner berichteten ihm ebenfalls von verdächtigen Personen, die bereits am Freitag um das Tankstellengelände geschlichen seien.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den beiden geschilderten Vorfälle machen können, oder sonstige verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich beim zuständigen 12. Polizeirevier unter Tel.: 069/755-11200 zu melden.




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