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23.07.2009

Dieser Bauhof spaltet die Nachbarschaft

Die einen nervt der Lärm, die anderen loben das Unternehmen. Die einen sind vom Lärm genervt und wollen, dass der Bauhof aus der Straße «Am Weigelsgarten» wegzieht. Die anderen sind der Meinung, dass die Landschaftsgärtner durchaus in den ländlichen Stadtteil passen.

Im Streit um den Bauhof in der Sackgasse Am Weigelsgarten haben die Betreiber unerwartet Unterstützung bekommen. Seit Mai sammeln Karin und Axel Schmidt Unterschriften für die Schließung des Bauhofs am Ende der kleinen Sackgasse Am Weigelsgarten. Sie fühlen sich durch den Lärm der dort durch die beiden ansässigen Gartenbaubetriebe entsteht gestört. Immerhin 48 Nachbarn haben unterschrieben, dass der Bauhof weg soll. Jetzt haben weitere Nachbarn nachgezogen. Sie sind allerdings dafür, den Bauhof zu erhalten.

«Wir haben keine richtige Unterschriftenaktion gestartet, sondern eher mal bei unseren Nachbarn herumgefragt, wie sie das einschätzen», erklärt Klaus Pickshaus, der aus seiner Wohnung direkt auf das Gelände des Bauhofs blicken kann und die Unterschriftenliste startete. So sind dann auch lediglich acht Unterschriften aus den Häusern Alt-Eschersheim 83 a-c zusammengekommen.

Das Ergebnis ist trotzdem eindeutig: Keiner der befragten Nachbarn hatte etwas gegen den Bauhof einzuwenden, der durch die «Arbeitsgemeinschaft Landschaftsgärtner» und «Baumpflege Rahmann» genutzt wird. «Viele unserer Nachbarn die wir gefragt haben, haben Fenster oder einen Balkon in Richtung des Betriebshofs. Durch übermäßigen Lärm fühlt sich niemand gestört», so Pickshaus. Im Gegenteil: Seitdem die Landschaftsgärtner vor zweieinhalb Jahren ihre Zelte auf dem Gelände aufschlugen, werde es wenigstens vernünftig genutzt und mache einen guten Eindruck. Das sei in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen. Zudem passe die Nutzung des Geländes durch die Landschaftsgärtner gut in den ländlichen Stadtteil.

Jan Rahmann, Inhaber von «Baumpflege Rahmann», freut sich über den Zuspruch: «Vom Engagement der Nachbarn, die uns jetzt Unterstützen sind wir natürlich positiv überrascht.» Ganz unerwartet dürfte die Rückendeckung jedoch nicht gekommen sein. Schon seit Beginn des Streits seien immer wieder einzelne Anwohner auf ihn zugekommen, die sich über die Beschwerden wunderten. «Der Zuspruch tut gut. Momentan sind wir alle etwas unsicher beim Blick in die Zukunft. Immerhin gibt es hier ja auch 24 Arbeitsplätze», so Rahmann. Im Erhalt dieser Arbeitsplätze sieht Pickshaus sein Hauptanliegen. «Es kann nicht sein, dass jetzt die wirtschaftliche Existenz dieser Betriebe aufs Spiel gesetzt wird» meint der Nachbar.

Die Schmidts haben eine einfache Erklärung für die unterschiedlichen Wahrnehmungen des Bauhofs in der Nachbarschaft: «Es ist natürlich so, dass wir hier das komplette Programm mitbekommen. Wir wissen nicht, ob das bei allen genauso ist.» Das Haus der Schmidts befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Betriebsgelände. «Bei uns herrscht bis auf den Bauhof absolute Ruhe. Vielleicht ist es dort wo die Unterschriften für den Erhalt gesammelt wurden generell etwas lauter. Dann nimmt man natürlich auch den Lärm von dort anders wahr», mutmaßt Karin Schmidt.

Ein weiterer Punkt, der den klagenden Nachbarn Bauchschmerzen bereitet: Der Straßenverkehr, der durch den Bauhof entsteht. «Früher sind Kinder aus der Nachbarschaft hier Fahrrad gefahren. Inzwischen habe ich gehört, dass sie das teilweise nicht mehr dürfen. Aus Angst vor den Lastern, die vom Bauhof kommen oder dahin wollen», erklärt Schmidt.

So unterschiedlich die Wahrnehmungen der Anwohner hinsichtlich des Bauhofs auch sein mögen, einen Streit über den Gartenzaun hinweg will niemand. Das gute Verhältnis unter den Nachbarn dürfe unter den unterschiedlichen Standpunkten in der Sache nicht leiden – da sind sich Pickshaus und Schmidt einig. «Man weiß ja ungefähr, wer wie zu dem Thema steht. Das hindert uns aber nicht daran, ganz normal und freundlich miteinander zu umzugehen», erklärt Schmidt.

Und auch die Landschaftsgärtner hoffen noch, gut mit den Nachbarn auskommen zu können wenn erst einmal entschieden wurde, ob der Bauhof bleiben darf. Bisher steht eine endgültige Entscheidung der Bauaufsicht noch aus.

Von Robin Göckes




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