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24.08.2010

U-Bahn-Stop Am Lindenbaum wird umgebaut

Nachdem am Montag eine Rentnerin von der U-Bahn überfahren wurde, kündigte Verkehrsdezernent Lutz Sikorski Maßnahmen an. Die neue Haltstelle soll als Vorbild für sichere Stopps der Linien 1, 2 und 3 dienen. Bis zu acht Wochen sollen die Umbauten mit verschränkten Zugängen zu der Station im Stadtteil Eschersheim getestet werden.

Plötzlich ist alles anders. Auf einmal, sagt Rahid Rawas, habe die gesamte Debatte eine andere Dimension bekommen. Keine fünf Monate vorbei, und wieder gebe es ein Opfer an der Eschersheimer Landstraße zu beklagen. Deswegen nehme er sich vor, setzt der stellvertretende Ortsvorsteher im zuständigen Ortsbeirat 9 hinzu, das Thema am morgigen Donnerstag mit den Fraktionschefs im Stadtteilparlament zu besprechen, um zügig die Sicherheit der Eschersheimer Landstraße zu verbessern. Da müsse jetzt etwas passieren, betont der Sozialdemokrat – Untertunnelung nicht ausgeschlossen.

Vielleicht aber gibt es auch andere Möglichkeiten, um die Trasse für die U-Bahnen der Linien 1, 2 und 3 weniger gefährlich zu gestalten. Verkehrsdezernent Lutz Sikorski Grüne) setzt dafür auf zwei Dimensionen: Perspektivisch gehe es darum, die Haltestellen in die Eschersheimer zu integrieren, sie also von beiden Seite der Durchgangsstraße begehbar zu machen. Der Autoverkehr könne dann nicht länger die gesamte Breite der Ausfallstraße in Anspruch nehmen. Das aber ist Zukunftsmusik, kurzfristig baut der Verkehrsdezernent auf „passive Verbesserungen“ an den Haltestellen, an denen sich zuletzt die tödlichen Unfälle häuften.

Das könnte an der Station „Lindenbaum“ stadtauswärts zwei Haltestellen weiter vom aktuellen Unglücksstopp „Fritz-Tarnow-Straße“ in Eschersheim, schon bald so gehen: Die Haltestelle soll für Passanten künftig nicht mehr gradlinig über Zebrastreifen zu erreichen sein, sondern über einen auf der Straße markierten Zickzackkurs beziehungsweise einen rechten Winkel. Dann „werden wir sehen“, gibt Stadtrat Sikorski zu bedenken, ob die Nutzer den Gang zur U-Bahn verändern. Ähnlich wie bereits in den vergangenen Wochen will das sein Dezernat von Videokameras dokumentieren lassen, um entsprechende Daten auswerten zu können. So habe sich bei der Ist-Analyse keineswegs ergeben, dass es Schüler seien, die die Rotphasen auf dem Weg zu einer U-Bahn ignorierten. Vielmehr seien es betagte Erwachsene, die jede Vorbildfunktion aufgeben, sobald sie auf dem Weg zum Zug warten müssen.

350 bis 400 Millionen Euro würde die Installation von Schranken kosten

Über die künftig markierten Wege zur U-Bahn hinaus setzt der Verkehrsdezernent auf helle Lampen, die in den Zugang zum Bahnsteig eingelassen werden, um warnend auf die Passanten zu wirken. Von der Idee, sie durch Schranken am voreiligen Betreten des Bahnsteigs zu hindern, habe man sich verabschieden müssen. Diese Sperrungen hätte man nur halbseitig installieren können, was sich allerdings als unsinnig erwiesen habe, berichtet Sikorski. Die Schranken brachten zuletzt der neue CDU-Fraktionschef Helmut Heuser ins Gespräch, um die U-Bahnen auf der Eschersheimer sicherer zu machen. Schließlich möge man sich in diesem Zusammenhang über Umbauten unterhalten, die sich auch finanzieren ließen. Die immer wieder nach tragischen Unfällen ins Gespräch gebrachte Untertunnelung bis hin zum Weißen Stein könne angesichts der Kosten gar nicht in Frage kommen. 350 bis 400 Millionen Euro würde ein solches Projekt kosten. Ausgaben, die die Kommune zu finanzieren hätte.

Und doch gilt die Idee bei den Freidemokraten nach wie vor als reizvoll. Schließlich ließe sich damit der Charakter der Pendlerstrecke auch insgesamt verändern, ist Fraktionschefin Annette Rinn überzeugt. Wenngleich sie weiß – bislang ist ihr Werben in dieser Angelegenheit erfolglos geblieben. Und doch hält die FDP-Politikerin daran fest: Eine wirkliche Alternative dazu, den Tunnel aus Richtung Innenstadt über den Dornbusch hinaus zu verlängern und erst im tiefen Eschersheim oder nach den Vorstellungen Rinns sogar in Heddernheim enden zu lassen, gebe es nicht. Findet SPD-Fraktionschef Klaus Oesterling nicht. Den Versuch, den Sikorski am Lindenbaum starten will, halte er für plausibel: „Man sollte das ausprobieren und gucken, ob das was bringt.“ Gleichzeitig müsse man auch über das Tempo der U-Bahnen nachdenken, die auf der Trasse unterwegs sind. Bei den den langsameren Straßenbahnen gebe es weniger Unfälle.




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