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10.03.2011

Sankt Josef feiert Jubiläum

Bernhard Merten ist in der Josefsgemeinde in Eschersheim tief verwurzelt. Kein Wunder, gehört er ihr doch auch bereits seit seinen frühesten Kindertagen an. Als Zeitzeuge der Jahrzehnte recherchierte der heute 89-Jährige im «Unruhestand» seit mehreren Jahren die Chronik der Gemeinde.

Aus den Archiven der Diözesen in Fulda und Limburg bediente sich Merten auf seiner Suche ebenso wie aus den Frankfurter Stadtarchiven. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur hundertjährigen Grundsteinlegung der Kirche wird er am 22.März einen Einblick in die Geschichte «seiner» Gemeinde liefern.

Was bewegte die katholische Gemeinde in Eschersheim im Jahr 1911 zum Kirchenbau?

BERNHARD MERTEN: Zunächst kaufte Kurat Freidhof aus Ginnheim, der damals einen Seelsorgeauftrag für Eschersheim hatte, 1904 ein Stück Land an der jetzigen Josefskirchstraße 7. 1907 begann Kurat Rhaban Fröhlich mit den Planungen für einen Kirchenbau. Zur Abrundung des Geländes kaufte er 1910 noch ein weiteres Grundstück an der Rühlstraße. 1911 war dann die Grundsteinlegung, Ostern 1912 wurde der erste Gottesdienst gefeiert, und 1914 wurde die Kirche durch den Bischof von Fulda geweiht. Aber eigentlich beginnt die Geschichte der Gemeinde ja schon früher.

Wieso das?

MERTEN: Seit 1901 hatte der Lokalkaplan von Ginnheim auch einen Seelsorgeauftrag für Eschersheim. 1904 ging es dann weiter: Da fand in der evangelischen Schule am Weißen Stein am 3. Juli der erste katholische Gottesdienst in Eschersheim nach der Reformation statt. Das Bischöfliche Generalvikariat Fulda war damals der Meinung, die Gläubigen benötigten einen Rahmen, um sich zusammenzufinden. Es zogen ja auch immer mehr Katholiken nach Eschersheim.

Woran lag das?

MERTEN: Knechte und Mägde der Eschersheimer Bauern waren zumeist katholisch. Außerdem kamen mit der Pferdebahn, der späteren Straßenbahn, eine Menge Schaffner und andere Bahnarbeiter hier her. Nicht zuletzt waren natürlich auch die Saisonarbeiter in einer nahen Ziegelei damals katholisch. Sie alle kamen meist aus dem katholischen Fuldaer Land. So erklärt es sich auch, dass gleich eine richtig große Kirche gebaut wurde.

Die Geschichte der Gemeinde ist also eng mit der des Stadtteils verknüpft?

MERTEN: Ja, sehr eng. Das lässt sich kaum trennen. Die Gemeinde war immer gut im Stadtteil integriert, und auch die ökumenische Zusammenarbeit hat von Anfang an gut funktioniert. Nicht zuletzt auch wegen der guten persönlichen Kontakte von Pfarrer Fröhlich zu den evangelischen Pfarrern in der Anfangszeit. Da wurde immer gut zusammengearbeitet, und das ist bis heute so geblieben.

Was hat sich im Laufe der Jahre denn verändert?

MERTEN: Also zunächst natürlich einiges an der Kirche selbst. Durch die Innenrenovierungen 1958 und 1974 veränderte sich vieles. 1930 wechselte die Gemeinde von der Diözese Fulda nach Limburg, das war natürlich ein großer Einschnitt. Vom Krieg blieb die Kirche zum Glück weitestgehend verschont, auch wenn alle Fenster kaputt gingen bis auf eines. Wichtig war dann auch 1931 der Bau des Pfarrhauses und vor allem zwischen 1956 und 1963 der Bau des Gemeindehauses und des Kindergartens.

Und das Gemeindeleben selbst? Wie hat sich das verändert?

MERTEN: 1898 gab es 310 Katholiken in Eschersheim, heute sind es rund 3800. So können wir Dinge anpacken, die sonst gar nicht möglich wären. Zum Beispiel 2005, als die Orgel saniert werden musste. Da kamen rund 70 000 Euro an Spenden zusammen, die wir dann in die Orgel stecken konnten.

Das Interview führte Robin Göckes

Am Dienstag, 22. März, sprechen Bernhard Merten und Pastoralreferent Oliver Karkosch über «100 Jahre Kirche St. Josef. Ein Name zwischen Erinnerung und Vision». Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Gemeindehaus, Rhaban-Fröhlich-Straße 18.




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