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24.01.2012

Überholverbot an der Bushaltstelle

Maßnahme soll helfen, die gefährliche Situation in der Zehnmorgenstraße zu entschärfen. Wenn auf der Zehnmorgenstraße der Bus hält, kommt es öfters zu brenzligen Situationen: Autofahrer können den Gegenverkehr oder Fußgänger nicht sehen, wenn sie den Bus überholen. Deshalb will der Ortsbeirat jetzt ein Überholverbot.

Dass die Bushaltestelle Lachweg in der Zehnmorgenstraße eine gefährliche Stelle ist, ist unstrittig. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Überholmanövern. Wie die Situation entschärft werden kann, darüber scheiden sich die Geister. "Wenn Autofahrer hinter dem Bus rausziehen, ist der Gegenverkehr nur schwer einsehbar", erklärte Inge Cromm von der CDU in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim). Das Risiko nehme beim von Süden nach Norden fließenden Verkehr noch zu, da der Gegenverkehr dann aus einer unübersichtlichen Kurve komme.

Auch die Fußgänger seien gefährdet: "Oft wird der Zebrastreifen schlicht ignoriert." Eine weitere Gefahrenquelle: Die Einmündung "Im Geeren" auf der rechten Seite, denn auch von hier kann Gegenverkehr kommen. "Die Autofahrer fahren in dieser Gegend erfahrungsgemäß hektisch, vor allem, wenn es zur Arbeit oder nach Hause geht", gibt Cromm zu bedenken.

Schritt fahren

Für die CDU gibt es daher in einem Antrag, den der Ortsbeirat beschlossen hat, nur eine Lösung: Ein Überholverbot im Bereich der Haltestelle für den Verkehr von Süden nach Norden. Bei haltenden Bussen müssen Autos offiziell zwar ohnehin vorsichtig und mit Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren, ein Überholverbot gibt es aber in der Regel nur, wenn der Bus den Blinker gesetzt hat und weiterfahren will, erklärt Ulrich Schöttler, der das Straßenverkehrsamt leitet.

Für Beate Huf (Grüne) ist das zu wenig: "Ein Überholen-verboten-Schild wird kaum beachtet." Sie fordert daher bauliche Maßnahmen, die Autofahrer zum Warten zwingen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Nils Kößler schließt das aus: "Dafür ist es in der Zehnmorgenstraße viel zu eng." Thomas Budenz (Freie Wähler) verweist auf die Situation am Gerhart-Hauptmann-Ring in der Nordweststadt. "Dort hat die Verengung der Fahrbahn zu erheblichen Problemen geführt." Wegen eines verbreiteten Bürgersteigs könnten sich dort auch Rettungswagen stauen, wenn der Bus hält (wir berichteten).

Schöttler will die Sache prüfen lassen. "Grundsätzlich können Überholverbote eingerichtet werden, wenn das Gefahrenpotential entsprechend hoch ist", sagt er.

Halteverbot anordnen

Laut Cromm von der CDU ist das aber nicht die einzige Gefahrenstelle an der Kreuzung Zehnmorgenstraße/Berkersheimer Weg. Auch gegenüber der geplanten Überholverbots-Strecke macht Cromm eine unsichere Verkehrslage aus. An der Bushaltestelle Lachweg in die andere Richtung liegt der Radweg auf der Straße und werde daher unterbrochen, wenn ein Bus hält. Bereits vor einem halben Jahr hatte der Ortsbeirat außerdem gefordert, aufgrund der engen Ein- und Ausfahrt zur Zehnmorgenstraße in der Straße "Im Geeren" auf den ersten hundert Metern eine Halteverbotszone einzurichten.(jag)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 24. Januar 2012

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