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31.01.2013

Kondenswasser auf Tischen

Wöhlerschule protestiert gegen völlig veraltete Klassen-Container. Die 2009 an der Wöhlerschule aufgestellten Container sollten nur als Übergangslösung die doppelten Abiturjahrgänge unterstützen. Doch sie stehen noch heute. Schüler, Eltern und Lehrer ärgern sich über fehlende Wasseranschlüsse sowie mangelhafte Schalldämpfung und Wärmedämmung.

Im Morgengrauen kurz vor Unterrichtsbeginn wirken sie besonders trist – die Schulpavillons, von einigen auch Container genannt, die auf Grünflächen außerhalb des Wöhlerschulgeländes stehen. Aufgestellt wurden sie im Jahr 2009. Sie sollten eigentlich nur für drei Jahre dem durch G8 bedingten doppelten Abiturjahrgang Platz bieten und die zusätzlichen Schüler unterbringen helfen.

Aus dieser provisorischen Einrichtung ist jedoch ein Dauerzustand geworden. Die Wöhlerschule ist eine sogenannte fünfzügige Schule, inzwischen sind jedoch schon drei Jahrgangsstufen sechszügig. Die Container sind somit aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Außerdem musste ein von der benachbarten Heinrich-Seliger-Schule "ausgeliehener" Raum mittlerweile zurückgegeben werden.

Kein Anschluss an Alarmsystem

Doch nicht nur deswegen sind die Schüler und Eltern sowie das Lehrerkollegium höchst unzufrieden mit der Situation. Vor allem der desolate Zustand der Container hat jetzt die Eltern auf den Plan gerufen. Vertreter des Schulelternbeirats machten in der vergangenen Bürgerfragestunde des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) ihrem Ärger Luft. Sie bemängelten unter anderem die fehlenden Wasser- und Abwasseranschlüsse sowie die beengten Raumverhältnisse, die einen modernen Gruppenunterricht unmöglichen machten. Unerträglich sei die starke Geräuschentwicklung in den Klassenräumen, da sie keine Schalldämpfung besäßen. Außerdem fehle ein Anschluss an das Alarmsystem der Wöhlerschule – so habe es schon einmal einen verpassten Gasalarm gegeben. Auch in einer Gewalt- oder Brand-Situation könnten Lehrkräfte nicht informiert werden.

Besonders ärgert die Eltern die schlechte Heizungs-Situation in den Containern. Sie besäßen weder Wärmedämmung noch Wärmespeichermöglichkeiten – so sei es im Sommer oft viel zu heiß und im Winter zu kalt. Es seien sogar schon Klassenarbeiten abgebrochen worden, da sich durch die falsche Bedienung der Heizkörper Kondenswasser auf den Tischen gebildet habe.

"Wir haben jedes Jahr eine Klasse mehr aufgenommen – die großen Schülerzahlen sollten der Stadt eigentlich bekannt sein", sagt Schulleiterin Renate Bleise. "Allerdings gibt es noch keine Rückmeldung. Die Situation ist also sehr unbefriedigend", so Bleise weiter. Eine Verbesserung stelle die Stadtverwaltung erst in den nächsten zehn Jahren in Aussicht. "Ähnliche Situationen gibt es an vielen Frankfurter Schulen – die Container sind mal in besserem, mal in schlechterem Zustand", erklärt Martin Müller-Bialon vom Dezernat für Bildung und Frauen auf Anfrage dieser Zeitung. "Wir stehen im Kontakt mit den Schulen und besprechen das Thema im Stadtparlament", so der Sprecher. Man versuche, im Rahmen des Haushalts eine Lösung zu finden.

Stadt wiegelt (noch) ab

Dass es auch anders geht, zeigt sich am Beispiel des Gymnasiums am Riedberg. An Ostern ziehen die Klassen nach vier Jahren aus den Containern in den Schulneubau. Schulleiter Helmut Kühnberger zieht eine positive Bilanz: "Natürlich gab es kleinere Probleme wie etwa die schlechte Schalldämmung – doch für ein Provisorium lief es sehr gut." Das Ganze sei auch eine Frage der Perspektive. "Wenn von vorneherein klar ist, dass es sich um eine provisorische Lösung handelt, kann niemand zu viel erwarten". Für das Gymnasium, das derzeit nur Schüler der achten Klassen unterrichtet, seien die Container eine gute Wahl gewesen. "Ohne diese Übergangslösung hätten wir bisher noch gar keine Schüler aufnehmen können" sagt Kühnberger.

Der Wöhlerschule haben die Parteien im Ortsbeirat 9 ihre Unterstützung zugesagt. Für Thomas Budenz (Freie Wähler) sind es "Zustände, die sofort behoben werden müssen". Inge Cromm (CDU) will das Thema im Bildungsausschuss ansprechen.



Frankfurter Neue Presse.Von Mario Hess

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