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28.04.2013

Wohnen im Bunker

Niederländischer Konzern kauft Immobilie für 4 Millionen Euro - Vereine suchen neue Unterkünfte. Vier Millionen Euro wurden für den Bunker „Im Wörth“ nahe dem Weißen Stein im Rahmen einer Versteigerung erzielt. Dies bestätigte die Bundesanstalt für Immobilienmanagement.

In dem Bunker „Im Wörth“ gehen nur noch bis zum 30. Juni der Schützenverein Eschersheim, der Sportverein Eschersheim und ein Musikproduzent als Mieter ein und aus. Ihnen allen wurde fristgerecht vom neuen Besitzer, dem niederländischen Unternehmen Ten Brinke Wohnungsbau, gekündigt. Hier sollen, wie Niederlassungsleiter Michael Mennekes auf Anfrage erläuterte, „etwa 40 bis 44 Eigentumswohnungen entstehen“. Die Etagen-Wohnungen sind unterschiedlich groß geplant; darunter auch Maisonetten und Penthouses.

Eigentumswohnungen

Der Konzern Ten Brinke baut zur Zeit in der Hügelstraße und in der Gerauer Straße ebenfalls Eigentumswohnungen. Für die Neubauten auf dem jetzt erstandenen, rund 2500 Quadratmeter großen Grundstück mit dem größten Hochbunker Frankfurts befinde er sich noch in der Abstimmung mit dem städtischen Planungsamt, hob Michael Mennekes hervor.

Durchaus gedrückte Stimmung herrscht darob beim Schützenverein, denn viele Mitglieder haben eine besondere Beziehung zu dem klobigen Bauwerk. So ist der Vorsitzende Ulrich Huth im März 1945 in diesem Bunker zur Welt gekommen. Und etliche Schützen haben das Gebäude beim Einzug 1984 liebevoll eingerichtet und dekoriert. 1984 war der Bunker von der öffentlichen Hand renoviert und zu einem atomsicheren Bunker aufgerüstet worden, erzählen sie. „Wir haben hier sehr viel Arbeit reingesteckt, den großen Raum mit der Theke und drüben noch einen kleinen Besprechungsraum mit Holz verkleidet“, berichtete Werner Pulver. „Hier wird nicht scharf geschossen, denn wir schießen nur mit Luftpistolen und Luftgewehren, wir machen also keinen Krach“, betonte Annelie Huth.

Umbauten selbst gezahlt

Zwei Schießstände haben sie hier eingerichtet. Um notwendige Abstände zu erhalten, mussten die Schützen eigens Schießscharten in die dicken Bunkerwände schneiden. 2001 mussten sie aufgrund des Brandschutzes auf eigene Kosten im Treppenhaus zwei Fenster einbauen. Das Geld, das die rund 90 Mitglieder, davon 19 Jugendliche, in den vergangenen 30 Jahren in ihren Treffpunkt investiert haben, werden sie nicht zurückbekommen, das ist ihnen klar. Trotzdem sagt Pulver: „Wenn wir von der Stadt neue Räume bekommen, dann werden wir auch wieder in Vorlage treten, so wie wir das hier gemacht haben.“ Aber bis zum Ende dieser Woche hatten sie noch kein solches neues Angebot erhalten, sondern nur eine Absage für ein ehemaliges Straßenbahndepot. Für ihren Sport wäre dieses ideal gewesen, weil sie für die Schießstände Räume von mindestens 154 Metern Länge benötigen. Ulrich Huth räumte denn auch ein, „dass die Stadt die vier Millionen Euro für den Bunker nicht hätte zahlen können“.

Ungewiss ist die Zukunft aber auch für den Sportverein Eschersheim. Der gerade erst zum Ehrenvorsitzenden gewählte Hubert Handrow berichtete, dass der Verein in dem Bunker zwei Räume gemietet hatte. Dort absolvierten die Mitglieder ihr Krafttraining.

Vereine suchen Räume

„Noch wissen wir überhaupt nicht, wohin wir mit unseren Trainingsgeräten sollen - aber wir werden definitiv bis zum 30. Juni hier ausziehen müssen“, sagte er.

(Herrmann Wygoda)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 27.04.2013

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