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27.11.2013

Lernen, wo’s zum Himmel stinkt

Auch an der IGS Eschersheim herrschen unhaltbare Zustände – Ein Rundgang. Eine nicht regulierbare Heizung, Schimmel in den Umkleiden, offenliegende Kabel und stinkende Toiletten. Die Zustände an der IGS Eschersheim sind alles andere als lernfreundlich und zugleich ein Beispiel für viele Frankfurter Schulen.

Einen Stuhl haben die Schüler der IGS Eschersheim in den Notausgang geklemmt. So gelangt wenigstens ein bisschen der eisig kalten Frischluft von draußen in den stickigen Chemieraum. In dem Klassenzimmer herrschen nämlich tropische Temperaturen, gefühlt ist es mindestens 40 Grad heiß, die Luftfeuchtigkeit erinnert an die in der Sauna.

Für diese Zustände verantwortlich ist die elektronische Steuerung der Heizung. Die funktioniert nicht einwandfrei, die Temperatur lässt sich nicht regulieren. So gibt es nur zwei Möglichkeiten: Lernen bei Minusgraden oder Unterricht bei Saunaluft und offenem Fenster. Zudem gibt die Heizung immer wieder den Geist auf.

Schule fällt aus

Zweimal hatten die 800 Schüler deswegen im vergangenen Schuljahr kältefrei. In diesem Jahr fiel die Heizung erstmals am 11. November aus. Das Stadtschulamt ist über die Problematik informiert, mehr als notdürftige Reparaturen wurden bislang nicht durchgeführt. „Es muss endlich etwas passieren“, ist Schulleiterin Dorothea Schachtsiek verärgert. Während die Heizung im Hauptgebäude zumindest meistens funktioniert, ist sie im naturwissenschaftlichen Gebäude ganz kalt. Seit einem Jahr können die zwei naturwissenschaftlichen Räume nicht mehr genutzt werden. Weil die Stadt sich nicht um die Reparaturen kümmert. Wenigstens fließt der Strom seit einigen Tagen wieder.

Dorothea Schachtsiek weiß nicht mehr, mit wie vielen Beschwerden sie sich schon an die Stadt gewandt hat. „Seit Juni 2012 bin ich an der IGS Eschersheim, die Bildungsdezernentin habe ich noch nicht kennengelernt“, sagt die Schulleiterin. Dabei würde sie Sarah Sorge (Grüne) gerne einmal über das Schulgelände führen und mit den Problemen konfrontieren.

Schimmelnde Wände

Denn die IGS Eschersheim hat weit mehr Schwierigkeiten als eine kaputte Heizung. Nach einem Wasserschaden sind die Wände in den Umkleideräumen und der Turnhalle immer noch feucht. Es riecht nach Schimmel. Zwar ist die betroffene Wand notdürftig repariert, der Putz fühlt sich trotzdem nasskalt an. „Die Wände sind nicht trocken. Mein Sohn hat eine Schimmelpilzallergie. Bislang konnte die Stadt mir nicht sagen, ob er gefahrenfrei am Sportunterricht teilnehmen kann“, ist Christine Schattner, Vorsitzende des Schulelternbeirats, verärgert über die schlimmen Zustände. Drei Monate lang war die Turnhalle gesperrt, nun dürfen die Schüler sie wieder nutzen. Diese Nutzung ist allerdings mit Gefahren verbunden, denn sowohl in der Halle wie auch im Gymnastikraum wurde die Verkleidung entfernt. Es liegen Stromkabel frei. „Die Stadt informiert uns nicht, wann und wie die Sanierung fortgeführt wird“, so Schattner.

Im benachbarten Grundschulgebäude verteilt sich seit dem 18. September ein bestialischer Uringeruch in den Fluren. Der kommt aus der Jungentoilette im ersten Stock. An manchen Tagen, sagt die Schulleiterin, verbreitet sich der Gestank bis in die Klassenräume. Viele Grundschüler meiden die Toiletten, halten bis nach dem Unterricht ein oder müssen wegen Bauchschmerzen frühzeitig aus der Schule abgeholt werden. „Zudem gibt es Erstklässler, die in die Hose machen, weil sie sich nicht auf die stinkenden Toiletten trauen“, sagt Schattner, deren Söhne die erste und dritte Klasse besuchen.

Immer wieder suchten Schulelternbeirat und Schulleitung den Kontakt zum Stadtschulamt – mit bisher mäßigem Erfolg. „Einmal wurde mir gesagt, dass es in den Schulen in Eschersheim doch recht gut aussieht. Wenn das gut ist, will ich nicht wissen, wie es in den anderen Schulen zugeht“, so Schattner.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 27.11.2013. Von Judith Dietermann

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