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11.10.2014

Lauf als Zeichen gegen Gewalt und Rassismus

Über hundert Menschen spazierten, joggten oder rannten gestern zu Fuß von Eschersheim zum Frankfurter Berg. Beim sechsten „Lauf gegen Rassismus und Gewalt“ der Evangelischen Jugend Frankfurt kam es dabei nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Gemeinschaftssinn an.

„Auf die Plätze, fertig, los“, ruft Kevin Bright und schwingt eine rote Fahne als Startsignal. Der Profi-Basketballer der Fraport Skyliners ist Pate für den „Lauf gegen Rassismus und Gewalt“, den die Evangelische Jugend Frankfurt gemeinsam mit dem Evangelischen Stadtjugendpfarramt in diesem Jahr zum sechsten Mal organisiert hat. „Es darf nicht nur im Sport keine Akzeptanz von Gewalt und Rassismus geben, sondern das muss in allen Lebensbereichen gelten. Deshalb bin ich froh, heute hier sein zu können, und auch froh, dass ihr gekommen seid“, eröffnete Bright die Veranstaltung kurz zuvor. Johlender Applaus von den Teilnehmern drückt deren Zustimmung aus.

Alle zwei Jahre

Über hundert Anmeldungen kamen bei der Aktion zusammen, die auf ein Thema aufmerksam machen will, das im Alltag immer wieder in den Hintergrund rückt, obwohl es allgegenwärtig ist. „Hauptsächlich wendet sich der Lauf an Kinder und Jugendliche, aber jeder, der möchte, kann natürlich teilnehmen und sich so symbolisch gegen Gewalt einsetzen. Alles andere würde auch unserem Motto wiedersprechen“, sagte Charlotte Armah lachend. Sie betreute den Anmeldestand und hätte gerne noch mehr Eintragungen auf den Listen gesehen. „Beim letzten Symbollauf vor zwei Jahren waren es mehr Menschen. Es ist ein bisschen schade, dass es dieses Jahr weniger sind“, bedauerte sie. Zum ersten Mal hatte die Evangelische Jugend den Lauf 2004 als eine einmalige Veranstaltung ins Leben gerufen. Inzwischen veranstaltet sie ihn regelmäßig alle zwei Jahre.

2,5 Kilometer gelaufen

Schnelligkeit ist dabei von den Organisatoren nicht gefragt. Die Läufer starten in Gruppen und dürfen ihr eigenes Tempo wählen, ob spazieren, joggen oder rennen – wichtig ist allein, mitzumachen. Gewinnen konnte deshalb nicht der schnellste Läufer, sondern die Gruppe mit den meisten Teilnehmern. Das hat auch die 16-jährige Rosa motiviert. „Zuerst wollte ich nicht kommen, weil ich dachte, es muss gejoggt werden, aber als es hieß, wir können auch gemütlich gehen, wollte ich mitmachen. Das ist doch eine gute Sache für einen wichtigen Zweck“, sagte sie. Am Ende konnte sie drei ihrer Freunde überzeugen, auch mitzulaufen.

Die Strecke verlief auf rund zweieinhalb Kilometern von der U-Bahn Haltestelle Weißer Stein durch Eschersheim und Bonames zum Jugendhaus Frankfurter Berg. Ein großes Plakat am Anfang der Kolonne zeigte den Passanten das Anliegen der Läufer. Zusätzlich schenkte das Evangelische Jugendpfarramt jedem Teilnehmer ein T-Shirt. „Die Zahl 473 auf dem Shirt-Rücken zeigt die offiziell registrierten und vom Verfassungsgericht veröffentlichten Übergriffe aufgrund rechtsextremer Gewalt im Jahr 2013. Die Dunkelziffer liegt natürlich wesentlich höher, aber diese Zahl soll zeigen, wofür wir laufen“, erklärte Dietmar Treber vom Evangelischen Stadtjugendpfarramt und lud die Läufer am Ziel im Jugendhaus Frankfurter Berg zum Feiern der Siegerehrung und einem großen, fröhlichen Grillfest ein.

(erg)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 11.10.2014

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