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10.10.2014

Stück für Stück zum schönen Platz

Vier Jahre und drei Vorschläge später gibt es einen Plan für die Neugestaltung des Platzes vor dem Haus am Dornbusch. Dabei wird es allerdings auch bleiben – zumindest vorerst. Weil die Stadt sparen muss, können die Pläne nur nach und nach umgesetzt werden.

Die Grünflächen sind nur wenig gepflegt, die Bäume und Büsche stehen quer statt in Reih und Glied. Etwas verloren wirkt der mitten vor dem Haus Dornbusch stehende Bücherschrank – ebenso wie die Hinweistafel auf die römische Heerstraße Via Regia. Es sind die fehlende Ordnung und die nicht vorhandene Struktur, die der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) seit Jahren bemängelt und eine Neugestaltung des Areals fordert.

Die ist jetzt in greifbare Nähe gerückt. Zumindest auf dem Papier. Denn es gibt endlich einen Entwurf für die Neugestaltung. Hoffnung auf eine baldige Umsetzung der nach vier Jahren aus den Anregungen des Ortsbeirates und Ideen der Bürger entstandenen Plänen des Stadtplanungsamtes macht die Stadt allerdings nicht. Begründet wird dies mit den allgemeinen Sparbemühungen im Haushalt. Die Aufnahme der Maßnahme in das Programm „Schöneres Frankfurt“ sei aufgrund anderer, langfristiger Prioritätensetzung nicht absehbar oder nur mit der Streichung eines anderen Projektes im Ortsbezirk aus dem Programm möglich.

Damit die Planungen und der Einsatz des Ortsbeirates in den vergangenen vier Jahren nicht ganz umsonst war, sollen allerdings aus der Gesamtumsetzung ausgegliederte kleinere Maßnahmen kurzfristig angegangen werden. „Die Planungen lassen eine Umsetzung als Gesamtmaßnahme ebenso zu wie die Bildung von Teilabschnitten. So wird der Platz eben Stück für Stück verschönert“, erklärt Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) die Vorgehensweise.

Schnelle Maßnahmen

Zur Finanzierung könnten Mittel des Ortsbeirats-Budgets oder Mittel aus dem Etat für den laufenden Unterhalt von Straßen- und Grünflächen herangezogen werden. Zu diesen kleineren Maßnahmen zählen das Versetzen von Bänken oder der Schautafel des Ortsbeirates. Wie auch der Rückbau der Grünfläche im südlichen Teil. Die Kosten hierfür lägen bei 6000 Euro.

Mit dem Ziel, dem diffusen und uneinheitlichen Erscheinungsbild Ordnung und Struktur zu geben und den Platz auch als solchen nutzbar zu machen, liegt das Hauptaugenmerk der Neugestaltung auf der Beseitigung von Barrieren. Die zentrale Grünfläche unter der großen Platane soll verkleinert werden und klarere Formen erhalten. So soll der Zugang zum Haus Dornbusch mehr in den Vordergrund gerückt und seine Zugänglichkeit verbessert werden.

Die südliche Grünfläche soll Pflastersteinen weichen. Stattdessen wird ein neuer Baum gepflanzt, das Hinweisschild auf die Via Regia findet daneben Platz. Sitzquader dienen der Begrenzung und verhindern zugleich das Befahren des Platzes. Die ursprünglich diagonal zwischen Marbachweg und Eschersheimer Landstraße verlaufende Kirschwaldstraße wird mit einem Schriftzug auf den Pflastersteinen dargestellt. Quadratisch wird die Grünfläche am Eingang zur U-Bahn und erweitert durch Sitzmöglichkeiten.

Nach Norden wird die vorhandene Grünfläche vergrößert. Der mit Pollern abgesperrte Seitenstreifen erweitert den Gehweg und kann für die Außengastronomie der Bäckerei Mayer genutzt werden. Künftig soll es insgesamt 17 Abstellplätze an drei Standorten für Fahrräder geben: im Norden, in der Mitte und im Süden.

Kritik der Fraktionen

Obwohl die Entwürfe der Stadt dem entsprechen, was sich die CDU-Fraktion im Ortsbeirat vorgestellt hat, äußert sie trotzdem Kritik. „Weniger gefällt uns die sukzessive Umsetzung. Wir müssen sicher akzeptieren, dass die Stadt sparen muss, wünschen uns aber trotzdem, dass die Neugestaltung zeitnah passiert“, befürwortet Christiane Loizides allerdings, dass das Stadtteilparlament sich finanziell an der Umsetzung beteiligt. „Nachdem wir bisher viele Maßnahmen in Eschersheim unterstützt haben, ist nun der Dornbusch an der Reihe.“

Das sieht der SPD-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Ortsvorsteher Rachid Rawas jedoch anders. „Wir fühlen uns gelinde gesagt verschaukelt und sind nicht bereit, das Geld für den Umbau aus der eigenen Tasche zu nehmen. Das ist Aufgabe der Stadt“, fordert er zudem die Umsetzung im Ganzen statt „eines Stückwerks, das zum Flickenteppich wird“. Auch wenn der Entwurf „okay“ sei, kritisiert Rawas die Vorgehensweise der Stadt. „Mit den kleinen Maßnahmen soll der Ortsbeirat ruhig gestellt werden. Das können wir so nicht unterstützen.“



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 10.10.2014. Von Judith Dietermann

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