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27.03.2015

Das Telefon bleibt stumm

Es ist ein nicht enden wollendes Ärgernis: Seit fast sechs Wochen streikt beim TV Eschersheim das Telefon, die rund 1700 Mitglieder sind sauer, weil die Geschäftsstelle nur ab und zu erreichbar ist. Die Mitarbeiter sind derweil nicht nur verärgert und verzweifelt – sie fühlen sich langsam auch von der Deutschen Telekom verschaukelt.

Es klingt nach einem üblen Fastnachtsscherz: Seit Rosenmontag, mittlerweile also seit mehr als fünf Wochen, ist der TV Eschersheim in unregelmäßigen Abständen von der Außenwelt abgeschnitten. Zumindest telefonisch. Während das Internet problemlos funktioniert, ist ein funktionierendes Telefon ein Glücksfall. Kein Wunder, dass die Nerven der stellvertretenden Vorsitzenden Romi Handrow mehr als angespannt sind. „Am nervigsten für uns ist der mangelnde Service der Telekom. Es gibt keinen festen Ansprechpartner und keinen Techniker, der sich vor Ort um unser Problem kümmert“, drückt sie ihren Verdruss aus.

Begonnen hatte das Telefon- und Telekom-Drama am 5. Februar mit der Umstellung des Festnetz-Anschlusses auf die sogenannte IP-Technik. Wie in 52 weiteren Großstädten will die Telekom bis Mitte 2016 auch in Frankfurt großflächig die IP-Telefonie einrichten. Damit tritt an die Stelle der bisherigen analogen Telefontechnik dann VoIP (Voice over Internet Protocol) – also digitales Telefonieren über das Internet.

„Die Umstellung haben wir uns als recht unproblematisch vorgestellt, zumal ein Techniker kommen sollte. Der hätte uns sicher mitgeteilt, wenn es mit unserer Anlage irgendwelche Probleme gäbe. Zumindest dachten wir das“, berichtet Handrow. Das tat der Experte allerdings nicht – im Gegenteil. Der Router sei völlig ausreichend für die neue Technik. Trotzdem traten nur wenige Tage später vereinzelte Störungen auf, die schließlich zu einem wochenlangen Totalausfall des Telefons führten. Wenigstens das Internet funktionierte in dieser Zeit problemlos, die Geschäftsstelle war zumindest per E-Mail zu erreichen. Diese Tatsache spendete aber nur wenig Trost.

Verärgerte Mitglieder

Wie viele Stunden sie mittlerweile in der Service-Hotline der Telekom verbrachte, das kann Hilde Corrigox, Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle, nicht mehr zählen. „Plözlich sollte doch der Router das Problem sein. Mittlerweile haben wir das vierte Exemplar, eine Lösung aber immer noch nicht. Stattdessen aber verärgerte Mitglieder, die vergeblich versuchen uns zu erreichen“, sagt sie. Zwar stehe auf der Homepage ein entsprechender Hinweis, viele der 1700 Mitglieder greifen aber trotzdem zum Telefon. Sie landen entweder im Nichts oder auf der neuen Sprachbox. Die kann von Handrow und Corrigox allerdings nicht abgerufen werden. Ebenso wenig wie die versprochenen Rückrufe von der Telekom angenommen werden. „Wie kann man denn anbieten sich bei uns zu melden, wenn unser Telefon nicht funktioniert?“, ist das Damen-Duo verärgert und fühlt sich vom Service der Telekom verschaukelt.

Suche nach der Ursache

Ihre Laune wird auch nicht besser durch die Tatsache, dass das Telefon seit Dienstag wieder funktioniert. Im Gegenteil. „Das hält nicht lange“, ist Romi Handrow skeptisch, dass die Störung wirklich dauerhaft behoben ist. Zumal die Ursache für die Probleme immer noch nicht gefunden wurde. Wesentlich gelassener reagiert man da bei der Telekom. „Wichtig für uns ist nur, dass die Störung behoben ist“, sagte ein Sprecher. Eine Fehleranalyse habe „kein valides Ergebnis“ gebracht, die Ursache könne somit nicht aufgezeigt werden. Dass die Probleme bei der Umstellung zur IP-Technik immer wieder auftreten, wie vor einem halben Jahr in Stuttgart oder Bonn, wurde nicht erwähnt.

Das ist für die Eschersheimer aber eher zweitrangig. Sie sollen sich jetzt mit zwei möglichen Ursachen an den Vertrieb wenden: vielleicht ist ein Adapter, vielleicht aber auch die gesamte Telefonanlage der Übeltäter. „Da wissen wir ja, wo wir die nächsten Tage und Wochen verbringen werden: In der Warteschleife der Telekom-Hotline“, sind sich Handrow und Corrigox im Spott einig.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 27.03.2015. Von Judith Dietermann

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