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13.11.2015

Freie Fahrt am Wasserturm

Eine Skaterrampe und kaputter Bodenbelag auf einer Rollschuhbahn am Eschersheimer Wasserturm hatten in jüngster Zeit immer wieder für Ärger bei Eltern und Kindern gesorgt und sogar die Lokalpolitik beschäftigt. Nun wurde die Oberfläche der Bahn erneuert. Auch die Rampe ist verschwunden.

Das milde Novemberwetter genießen derzeit viele Frankfurter Kinder im Freien. Ob auf Spielplätzen, in der Nähe großer Laubhaufen oder an anderen Orten in der Natur, überall sind noch überdurchschnittlich viele Kinder aller Altersklassen unterwegs. Vielleicht auch bald wieder auf der kleinen Rollschuhbahn am Eschersheimer Wasserturm.

Die stand lange Zeit in der Kritik, da dort seit Jahren eine steile Skaterrampe den Weg für jüngere Rollschuh- und Skateboardfahrer versperrte und zu waghalsigen Experimenten einlud, die weder Eltern noch Stadt sonderlich gut gefielen.

Sogar in den Sitzungen des Ortsbeirats 9 (Eschersheim, Dornbusch, Ginnheim) war die Rampe zum Thema geworden, die Rollschuhbahn sogar zum Schauplatz einer Ortsbegehung, an der sich auch Bürger beteiligten.

Dass nicht nur mit der Rampe etwas passieren muss, darüber waren sich alle einig. „Es war ja nicht nur die Skaterrampe, die uns aus Sicherheitsgründen Kopfzerbrechen bereitete“, erinnert sich Rachid Rawas, stellvertretender Ortsvorsteher und Vorsitzender der SPD-Fraktion im Ortsbeirat, an die vielen Gespräche und Diskussionen mit Anwohnern und Experten: „Auch der Bodenbelag der Bahn war nicht mehr schön, zeigte gefährliche Risse, die über die Jahre zu Stolperfallen geworden waren.“

Dieses Ärgernis hat nun für Kinder, Eltern und Politik ein Ende, denn vom Grünflächenamt beauftragte Arbeiter haben der Rollschuhbahn am Dienstag eine neue Oberfläche gegönnt und bis zum Nachmittag den kompletten Platz geteert. Die ersten Reaktionen aus dem Ortsbeirat und dem Jugendbüro Eschersheim, das den Umbau der benachbarten Rollschuhbahn angestoßen hatte, sind positiv: „Wir waren angenehm überrascht, als die Bauarbeiter am Morgen ihre Geräte auspackten und mit der Arbeit anfingen“, sagte Robert Wald, Mitarbeiter des Jugendbüros. Und auch Rachid Rawas hatte vom Termin der Bauarbeiten des Grünflächenamtes nichts mitbekommen: „Umso mehr freuen wir uns, dass nun endlich etwas passiert ist.“

Spätestens ab dem nächsten Frühjahr, so denken Rawas und Wald, wird die Anlage sicherlich wieder stärker frequentiert werden, da der Boden ausgebessert und auch die Rampe verschwunden ist. „Mit den Rollschuhen waren hier in den letzten Jahren vor allem Kinder unterwegs; Jugendliche im Teenageralter nutzten eher den Basketballkorb, der ebenfalls auf dem Gelände steht“, erinnert sich Wald. Für alle sei die steile Rampe ein Hindernis gewesen.

Eine neue, weniger steile Rampe solle laut Rawas hier nicht mehr aufgebaut werden: „Der Platz ist für solche Geräte einfach zu klein, wie die Mehrheit von Eltern uns bei der Ortsbegehung ans Herz gelegt hat.“ Stattdessen wolle man sich nun im Ortsbeirat um Spielgeräte für die Wiesenflächen kümmern, damit der Spielplatz nicht nur im außergewöhnlich warmen Spätherbst gerne genutzt wird, sondern vor allem auch der Zuspruch im kommenden Frühjahr und Sommer groß bleibt.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 13.11.2015. Von Sandra Kathe

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