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05.10.2015

Alles ist im Fluss

Der Verkehrsversuch „Einspurige Eschersheimer Landstraße“, der den Umbau simulieren sollte, hat viele Eschersheimer überrascht und das Straßenverkehrsamt in seinen Ursprungsplänen bestätigt.

Es ist ein schlichtes Resümee von Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne); dabei hatte die Diskussion im Ortsbeirat 9 die Gemüter doch sehr erhitzt: „Der Verkehrsversuch auf der Eschersheimer Landstraße ist sehr positiv verlaufen. Es gab keine erheblichen Veränderungen im Verkehrsfluss“, so die Stellungnahme, die in der jüngsten Sitzung des Gremiums einer Präsentation von Mitarbeitern des Straßenverkehrsamts vorausging. So manchen freute Majers Fazit, andere waren verärgert.

Zur Erinnerung: Von April bis August dieses Jahres wurde in der Eschersheimer Landstraße auf dem Abschnitt zwischen Hügelstraße und Weißer Stein getestet, wie der Verkehr auf einer einspurig geführten Hauptverkehrsstraße fließt. Außerdem wurden begleitend Verkehrszählungen vorgenommen, um den Anwohnern der Nebenstraßen die Furcht zu nehmen, dass künftig sie den ganzen Verkehr abbekommen könnten.

Tatsächlich ergaben sich bei den Zahlen kaum große Veränderungen, was allerdings auch an den unterschiedlichen Jahreszeiten liegen könnte, zu denen die Messungen stattfanden, so die Vermutung. Fest steht jedoch: Ein befürchtetes Chaos ist ausgeblieben.

Durch temporäre Umbauten entlang der Strecke wurde eine Situation geschaffen, die das Straßenverkehrsamt mit Hilfe von Verkehrssimulationen ausprobiert und mittels bestehender Daten zu Straßenauslastung und Straßenbreite berechnet hatte. Den parkenden Autos, die derzeit ohnehin einen Großteil der rechten Fahrspur einnehmen, wurde ein Parkstreifen zugewiesen, es wurden Ladezonen für die Lieferanten der Einzelhändler eingerichtet, der Fahrradverkehr, der vorher zu großen Teilen auf den Gehweg ausgewichen war, wurde explizit auf die Straße verwiesen, wo in der tatsächlichen Umsetzung ein Schutzstreifen für Fahrradfahrer eingerichtet werden soll, der vorerst nicht simuliert wurde – einer der großen Kritikpunkte am Test.

Keine riskanten Aktionen

Kritik gab es an Rückstaus, etwa an Tagen, an denen die Müllabfuhr oder breite Lkw unterwegs waren. Die Befürworter hingegen betonten, dass der Verkehr durch die neue Regelung flüssiger fließen konnte, da es keinen Platz mehr für unvernünftige Überholmanöver unvernünftiger Verkehrsteilnehmer geben könne, die mit waghalsigen Aktionen den Verkehr ausbremsten. Insgesamt überwogen die Positivstimmen, die von Anwohnern und Lokalpolitik bei der Vorstellung geäußert wurden.

Vor allem Anwohnerin Karin Puck, die über die letzten Monate gemeinsam mit Anne Conley über 200 Unterschriften von Anwohnern und Geschäftsleuten gesammelt hatte (wir berichteten), die sie Majer am Sitzungsabend überreichte. Sie appellierte nun an die Politik, auch die Kritiker zu Wort kommen zu lassen, um beim Umbau der Hauptverkehrsstraße einen Kompromiss zu schaffen, mit dem man in Eschersheim leben könne. Denn ideal, das weiß auch Majer, wird die Straße nicht mehr werden: „Wenn wir optimalen Platz für Verkehr wollen, müssen wir die gesamte Stadt abreißen und neu aufbauen“, erklärte sie

Vorstöße, etwa von Ortsbeirat Thomas Budenz (Bürger für Frankfurt), man müsse sich nicht um eine schmalere Straße kümmern, sondern darum, dass die U-Bahn endlich untertunnelt werde, gingen ins Leere. Solche Bauarbeiten wären langwierig und teuer und würden für die Eschersheimer lange Ausfallzeiten bedeuten, in denen wirklich niemand die Straße nutzen könne, sammelten sich rasch die Gegenargumente. Alle Fraktionen wollen sich offiziell in der kommenden Ortsbeiratssitzung zu den nun anstehenden Plänen äußern.

Die könnten in Zahlen an der schmalsten Stelle der Eschersheimer Landstraße bald so aussehen: 2,25 Meter breiter Gehweg, zwei Meter Parkstreifen mit 50 Zentimeter Abstand zu einem 1,25 Meter breiten Schutzstreifen für Fahrradfahrer und 2,5 Meter Fahrspur für Autos. In der Mitte trennen die U-Bahn-Gleise die Fahrbahnen. So manchem ist das zu wenig Platz, vor allem mit der Aussicht auf die Tempo-30-Zone auf der Eschersheimer, die ebenfalls gerade getestet wird.

Zu wenig Platz

Radfahrer, die in die Sitzung des Ortsbeirates gekommen waren, klagten über wenig Platz und gefährliche Situationen. Um die Lösung all dieser Probleme und eine Optimierung des geplanten Umbaus will sich der Ortsbeirat ab seiner nächsten Sitzung im November kümmern.
(ska)



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 05.10.2015.

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