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24.09.2016

Neu aufgestellte SPD-Fraktion im „Neuner“ hat viel vor

Die SPD-Fraktion im Ortsbeirat 9 hat mittlerweile eine Frau an ihrer Spitze: Sylvia Kunze hat den Vorsitz von Rachid Rawas übernommen. Gearbeitet wird Hand in Hand, Hierarchien gibt es nicht. Schwerpunkte setzt die Fraktion auf der Eschersheimer Landstraße und in den Stadtteilzentren.

Eschersheim. Den Weißen Stein als Treffpunkt haben sich Sylvia Kunze und Rachid Rawas ganz bewusst ausgesucht. Nicht nur, weil die beiden SPD-Politiker im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim), viele Pläne für das idyllische Plätzchen mitten in Eschersheim haben. Sondern auch, weil es für die neue Fraktionsvorsitzende und ihren Vorgänger quasi ein Treffen an einem neutralen Ort ist. So gehört die 37-jährige Kunze dem Ortsverein Dornbusch an, während Rawas in Ginnheim lebt.

Bewusste Entscheidung

Fünf Jahre hatte der 56-jährige studierte Theologe Rawas den Fraktionsvorsitz inne, bevor er diesen im Frühjahr an Sylvia Kunze abgab. Eine ganz bewusste Entscheidung, wie er immer wieder betont: „Es gibt Stadtteilpolitiker, die sind im hohen Rentenalter immer noch in der Stadtteilpolitik tätig. Das möchte ich nicht. Es ist an der Zeit, den Jüngeren das Feld zu überlassen. Ich stehe meiner Nachfolgerin immer noch mit Rat und Tat zur Seite, aber ich muss nicht mehr die ganze Arbeit machen.“

Diese Arbeit hat sich nun für Sylvia Kunze verändert. Auch wenn diese als Fraktionsvorsitzende „gar nicht so viel anders“ geworden ist. Das liegt auch daran, dass es keine Hierarchien gibt, gearbeitet wird auf Augenhöhe. Allerdings sei sie nun Ansprechpartnerin für die anderen Fraktionen. „Ich freue mich auf die vielen großen Themen, die jetzt anstehen. Wie die Nachverdichtung in der Platensiedlung. Es ist spannend, wie sich die Fraktionen im Ortsbeirat aufstellen. Ab und an fühlt man sich wie der Schiedsrichter im Kindergarten“, spielt Kunze auf die vergangene Ortsbeiratssitzung an, als die Schranke in der Franz-Werfel-Straße für Diskussionen gesorgt hatte.

Für die neue Wahlperiode ist die SPD-Fraktion im Ortsbeirat gut aufgestellt. Obwohl es im vergangenen Jahr einige Veränderungen gab. Manfred Höfken ersetzt Sylvia Vaillant und Donna Ochs ist seit April anstelle von Horst-Dieter Piel aktiv. „Eine Zeitlang lief es nicht so gut, aber mittlerweile haben wir uns gut zusammengerauft. Donna Ochs ist ein echter Gewinn, sie bringt viele Ideen für Eschersheim ein. Ich bin baff, wie schnell sie nach so kurzer Zeit mit den Themen betraut ist“, ist Sylvia Kunze beeindruckt von dem Engagement ihrer Parteikollegen.

Dieses Engagement wird auch nötig sein, denn die SPD hat viel vor in der kommenden Legislaturperiode. Wie die Überquerungen auf der Eschersheimer Landstraße, an den Haltestellen „Dornbusch“ und „Hügelstraße“. „Verkehrsdezernent Klaus Oesterling sagt, dass dies am Dornbusch gut machbar wäre, an der Hügelstraße ist es wohl schwierig. Stattdessen setzen wir uns für eine oberirdische Querung am Sinaipark ein“, so Kunze.

U-Bahnstation verlegen

Langfristiger vorangetrieben werden sollen die Stadtteilzentren. Ein Sorgenkind sei der Weiße Stein. Eigentlich ein toller Platz, wie das SPD-Duo findet. Aber durch die U-Bahn zerteilt. Die Haltestelle auf die Brücke zu verschieben und so auch einen besseren Umstieg von der S- in die U-Bahn zu ermöglichen ist der Plan der Fraktion. Diese Idee ist allerdings nicht neu und wurde von der Stadt immer wieder aus technischen Gründen für nicht machbar erklärt. Davon ist die Fraktion jedoch nicht überzeugt und will nachhaken.

Es gibt aber nicht nur viel zu tun im Ortsbezirk, sondern auch viele schöne Orte. Wie den Wasserspielplatz in Ginnheim. „Das ist ein Ort der Begegnung“, findet Kunze, die Mutter von zwei Kindern ist. Nur das Sonnensegel, das lasse immer noch auf sich warten. „Da müssen wir unbedingt nachhaken“, sagt sie und blickt zu Rachid Rawas. Der schaut zurück und sagt: „Machen wir.“ Um im nächsten Satz zuzugeben, dass das Abgeben von Aufgaben manchmal doch nicht ganz so einfach ist: „Stadtteilpolitik hat eben viel mit Gefühlen zu tun. Es ist eine Herzensangelegenheit.“



Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 24.09.2016. von JUDITH DIETERMANN




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