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18.11.2016

Einfach göttlich, dieses Gelee

Das Himbeergelee nach dem Rezept des Limburger Bischofs soll in der Frankfurter St. Josef-Gemeinde für einen guten Zweck gekocht und verkauft werden. Drei Frauen stecken hinter der Aktion.

Es ist wahr: Der im September zum neuen Bischof von Limburg ernannte Georg Bätzing bringt neuen Wind in die katholische Kirche. Das ist auch notwendig, denn er tritt kein leichtes Erbe an. Sein Vorgänger Franz-Peter Tebartz-van Elst brachte den Posten in Verruf, als er im Oktober 2013 wegen der Kostenexplosion des Baus des Limburger Bischofssitzes suspendiert wurde.

Drei Jahre ist das nun her, und Bätzing ist in vielerlei Hinsicht ganz anders als sein Vorgänger: Er verzichtet nicht nur darauf, im prunkvollen Wohnsitz zu residieren, sondern werkelt auch gerne im eigenen Garten. Vor allem für sein eigenes Rezept für Himbeergelee ist er bekannt. Also warum nicht das für einen guten Zweck nutzen? Diesen Gedanken hatten auch Marianne Hartmann, Annerose Heidenreich und Christa Stilger.



„Wir haben zusammen gefrühstückt, und es gab Marmelade“, erinnert sich Hartmann und fügt nach einer kurzen Pause dazu: „So kamen wir auf die Idee, das Gelee von Bischof Bätzing auf unserem Adventsmarkt zu verkaufen.“

Gesagt, getan: Es wurden Briefe hin- und hergeschickt, um eine Kopie des Rezeptes zu bekommen. „Wir waren sehr überrascht, als schon vier Tage später eine Antwort eingetroffen ist“, freuen sich die Frauen der St. Josef-Gemeinde in Eschersheim.

Es geht um die Menschen

Daraufhin entstanden 110 Gläser Gelee aus 50 Pfund Himbeeren. Und obwohl der Erlös – pro Glas 3,70 Euro – für einen guten Zweck gespendet wird, geht es den Ortsausschussmitgliedern nicht um die gute Tat selbst: „Es geht immer um die Menschen, die man damit nicht nur erreichen, sondern denen man so auch helfen kann“, sagt Annerose Heidenreich, stellvertretende Vorsitzende des Ortsausschusses.

Ausgesprochen ernst nimmt sie ihren Glauben, ist der Meinung, dass jeder seinen eigenen Weg zu Gott finden kann. Sie selbst gehört schon ein Leben lang zur Gemeinde, wurde dort getauft und ließ auch ihre Kinder dort taufen, steckt volles Herzblut in die organisatorischen und sozialen Aufgaben der Kirche.

Guter Geist der Gemeinde

Beinah schwärmend, erzählt sie von der zweiten Frau, die sich am Kochen des Gelees und der Organisation des Verkaufs mehr als nur beteiligt hat: Christa Stilger. „Ich war schon immer hier, mein ganzes Leben habe ich in diese Gemeinde gesteckt.“ Sie ist vor allem im sozialen Bereich tätig, sammelt Kleidung für Hilfsbedürftige und bezeichnet sich selbst scherzhaft als das „Mädchen für alles“. „Manchmal fragt mich mein Enkelkind, was ich denn davon habe, den Menschen zu helfen. Dann sage ich: Im Leben geht es nicht immer darum, was man selbst davon hat, sondern darum, was man anderen geben kann.“ Kurzum: Christa Stilger ist der gute Geist der Gemeinde.

Anderen eine Stütze sein

Die Vorsitzende des Ausschusses Marianne Hartmann ist schon immer religiös gewesen. Sie ist Religionslehrerin und seit ihrer Kommunion ein fester Bestandteil der katholischen Kirchengemeinde in Eschersheim. „Bei mir klingelt eigentlich dauernd das Telefon. Ich mache viel Administratives, unterstütze aber auch den Gottesdienst und gebe Religionsunterricht“, zählt Hartmann ihre Aufgaben auf, die nebenbei auch noch den Vorsitz des Pfarrgemeinderates innehat.

„Höre nie auf anzufangen“ – nach diesem Motto versuche ich, meinen Tag zu gestalten“, sagt Hartmann. Es sei wichtig zu zeigen, dass Religion und Glaube nicht nur aus dem sonntäglichen Gottesdienst besteht, sondern aus dem Wunsch heraus, anderen Menschen eine sichere Stütze und Hilfe zu sein. „Aus diesem Grund haben wir auch die Marmeladenaktion ins Leben gerufen“, resümieren die Frauen lächelnd.

Jetzt hofft das Trio, dass das von ihnen gekochte Gelee kein Ladenhüter wird. Für die gute Sache wäre das natürlich schade, für die drei Damen wäre es aber gut, wenn etwas übrig bleiben würde, dann nämlich könnten sie beim nächsten Frühstück das göttliche Gelee selbst aufs Brot streichen.

Verkauft wird das Gelee morgen von 13 bis 17 Uhr beim Basar von St. Josef in der Rhaban-Fröhlich-Straße 18. Wer ein Glas haben will, sollte sich beeilen, denn zugreifen kann man nur, solange der Vorrat reicht.

Artikel Frankfurter Neue Presse. Von REBECCA LOREI

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