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07.12.2016

Hupen, Chaos, Unfälle: Schlimme Zustände auf der Kurhessenstraße

Beschädigte Zäune, hupende Autofahrer und Unfälle – die Anwohner der Kurhessenstraße sind sauer. Weil immer wieder Fahrzeuge mitten auf der Straße wenden und für Chaos sorgen. Und warum? Um ein bisschen Zeit zu sparen.

Es ist ein tägliches Schauspiel: Jedes zweite Auto, das von der Eschersheimer Landstraße in die Kurhessenstraße einbiegt, stoppt nach wenigen Metern und dreht. Mitten auf der Straße. Um sich dann zwischen die an der Ampel stehenden Fahrzeuge zu quetschen, die Eschersheimer Landstraße zu überqueren und Richtung Frankfurter Berg weiter zu düsen. Wie der schwarze Opelfahrer, der unbeeindruckt der mahnenden Blicke von Stadtteilpolitkern und Anwohnern an der Sperrfläche hält und sich quer auf die Straße stellt.

„Eigentlich müssten die Autos auf der Eschersheimer Landstraße weiterfahren und rechts in den Lindenring einbiegen. Das dauert vielleicht zwei Minuten länger, macht aber kaum jemand. Eine Linksabbiegerspur auf der Eschersheimer gibt es wegen der U-Bahn-Trasse nicht“, erklärt Christina Mankus. Sie wohnt in der Hausnummer 10 und ist auch dort aufgewachsen. Besonders schlimm, sagt sie, sei es im Berufsverkehr. Täglich würden sich Autofahrer anschreien und beschimpfen. „Weil es eben nicht so einfach ist, auf einer Straße zu wenden, in der sich eine Autoschlange gebildet hat“, kann sie nur den Kopf schütteln. Da sei es kein Wunder, dass es „regelmäßig kracht“. Auch an den Zäunen der Anwohner gebe es immer wieder Schäden. Den Verursacher findet man jedoch nur, wenn man ihn auf frischer Tat ertappt.

Durchgezogene Linie

Das Problem mit den Wendemanövern in der Kurhessenstraße ist nicht neu. Im Gegenteil. Ortsbeiratsmitglied Klaus Funk (FDP) hat schon unzählige Anträge gestellt. Er war es auch, der vor fünf Jahren die Installation eines sogenannten Fahrbahnteilers anstieß. Er sollte die Fahrzeugführer am Wenden hindern. Das funktionierte zwar, der Erfolg war jedoch nur von kurzer Dauer: Die Anwohner kamen nicht aus ihren Einfahrten. Die Trennung musste wieder entfernt werden. „Auch wenn sich kaum jemand daran halten wird, plädiere ich für eine durchgezogene Linie. Dann kann man den Vergehen wenigstens ordnungsrechtlich nachgehen“, so Funks neuer Vorschlag.

Der kommt beim Straßenverkehrsamt jedoch nicht gut an. Weil eine durchgezogene Mittelmarkierung immer einen Beschleunigungseffekt der Fahrzeuge mit sich bringe. „Wir haben hier eine Tempo-30-Zone und würden mit dieser Maßnahme die Autofahrer zum Rasen animieren“, heißt es beim Amt.

Diese Theorie ist für Michael Rudy, er hat sein Steuerbüro in der Kurhessenstraße 1 - 3, „absoluter Quatsch“. Stattdessen fordert er massiv die durchgezogene Linie ein. „Nur so wird es besser. Eine solche Linie schreckt ab und die Sünder können bestraft werden“, findet er klare Worte. Das sehen viele seiner Nachbarn allerdings gänzlich anders – sie wollen noch härtere Geschütze auffahren. „Wir brauchen Maßnahmen, die die Autofahrer zwingen, die Route über den Lindenring zu nehmen“, sind sie sich einig.

Sechs Monate Probezeit

Eine Einbahnstraße, schlägt Ortsbeiratsmitglied Thomas Budenz (BFF) vor, sei deswegen die einzige Möglichkeit. Wenn man die Straße nicht gänzlich für den einfahrenden Verkehr sperren wolle. „Man könnte die Einbahnstraße für 100 Meter einrichten, bis zum Tempo-30-Zone-Schild. Zunächst vielleicht probeweise für sechs Monate“, erntet er begeistertes Kopfnicken. Das bekommt er auch vom Straßenverkehrsamt. Obwohl nach dessen Auskunft die Verkehrsführung erst hinter dem Zonen-Schild Aufgabe des Ortsbeirates ist. „Wir wollen das hier mal nicht so spitzfindig sehen“, spielt Gert Stahnke, Leiter des Straßenverkehrsamtes, den Ball wieder an das Stadtteilgremium. Das müsse zunächst einen entsprechenden Antrag beschließen. „Der landet dann auf unserem Tisch und wird bearbeitet.“

Dass sich eine Verbesserung damit noch ein paar Monate hinziehen könnte, stört die Anwohner der Kurhessenstraße allerdings wenig. „Wir kommen mit diesem Zustand schon so lange aus, da schaffen wir das auch noch. Viel wichtiger ist uns, dass wir merken, dass man sich für uns einsetzt und wirklich etwas passiert“, beweist Christina Mankus viel Geduld.



Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 06.12.2016. Von JUDITH DIETERMANN

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