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14.01.2017

SPD will Bolzplatz für das Freibad in Eschersheim

Kinder brauchen Bewegung – auch in Alt-Eschersheim. Dort gibt es jedoch zu wenige Möglichkeiten, findet die SPD. Abhilfe soll ein öffentlicher Bolzplatz schaffen: auf dem Gelände des Freibades.

Die Idee klingt beim ersten Lesen vielleicht etwas abgedreht. Das Freibad Eschersheim soll einen Teil seiner Liegefläche verlieren. Damit dort für den Eschersheimer Fußball-Nachwuchs ein Bolzplatz gebaut werden kann. Nicht mehr ganz so verrückt klingt der Vorschlag, wenn man bedenkt, dass das Spielfeld nur außerhalb der Freibadöffnungszeiten öffentlich zugänglich sein soll. Ansonsten zählt die Fläche nach wie vor zu der des Schwimmbades.

„Ein ähnliches Modell gibt es in Nieder-Eschbach. Dort funktioniert es gut, also liegt solch eine Umsetzung hier auch nahe“, sagt Donna Ochs (SPD), die einen entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) formuliert hat. Ausschlaggebend sei der Wunsch der Anwohner der „Bonameser Straße“ nach einem Spielplatz für ältere Kinder und Jugendliche gewesen. Der habe sich bei einer Bürgersprechstunde der SPD im vergangenen Sommer herauskristallisiert. „Die nächste Spielfläche ist weit weg, und die Grünflächen der Siedlung sind so gestaltet, dass die Kinder nicht zwischen den Häusern mit dem Ball spielen können oder dürfen“, so Ochs.

Ein Vater sei es schließlich gewesen, der sie auf das Freibadgelände hingewiesen hat. Das werde schließlich nur wenige Wochen im Jahr genutzt, eine Ecke davon könne deswegen doch gut für einen Bolzplatz abgetrennt werden. „Ich fand die Idee zunächst ziemlich frech, aber trotzdem überlegenswert“, so die Stadtteilpolitikerin.

Gesagt getan – nach regem Mailverkehr im Sommer wurde ein Ortstermin mit den Bäderbetrieben Frankfurt (BBF) im Winter ausgemacht – mit einem positiven Ergebnis. In der Ecke im Norden des Freibadgeländes, vom Parkplatz aus zugänglich, könnte ein Fußballfeld angelegt werden. Mit einer entsprechenden Umzäunung und Toren wäre die Sportfläche außerhalb der Öffnungszeiten des Freibades öffentlich zugänglich, während des Betriebes aber nur von den Badegästen nutzbar.

Das sei aus Sicht der Bäderbetriebe überhaupt kein Problem, meinten BBF-Geschäftsführer Frank Müller und Betriebsleiter Daniel Nauheimer bei der Begehung. „Wir stellen uns positiv an die Seite und unterstützen den Vorschlag“, so Nauheimer. Nur die Kostenfrage müsste anderweitig geklärt werden. Das sei Sache des Grünflächenamtes, das den Bolzplatz auch bauen würde. Zugänglich gemacht werden könnte das Fußballfeld durch ein Tor am Parkplatz, das den Öffnungszeiten angepasst eben geöffnet oder verschlossen werden soll. „Ich freue mich über diese Rückmeldung, mit der ich so schnell eigentlich gar nicht gerechnet habe“, ist Donna Ochs begeistert.

Aber nicht nur die Bäderbetriebe sind der SPD-Idee gegenüber positiv eingestellt. Begeisterung gibt es auch von der Schulleitung und den Eltern der Fried-Lübbecke-Schule. „Schulleiter Michael Bock ist von dem Plan sehr angetan. Schließlich würde der Bolzplatz in direkter Nähe zum Schulgelände liegen und so eine Erweiterung des Bewegungsangebotes ermöglichen“, freut sich Donna Ochs über die positiven Stimmen. Auf diese hofft sie nun auch vom Ortsbeirat sowie, wenn der Antrag verabschiedet werden sollte, vom Grünflächenamt. Denn ohne deren Unterstützung und vor allem Finanzierung wird es keinen Bolzplatz geben.

Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 12.01.2017. Von JUDITH DIETERMANN




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