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20.05.2017

Eschersheim erstickt im Verkehr

Abgefahrene Autospiegel, Raser und kaputte Straßen – die während des Umbaus der Eschersheimer Landstraße ausgeschilderten Umleitungen sorgen für Ärger. Jetzt will die Stadt nachbessern.

Eschersheim. Schenkt man den Anwohnern der Landgraf-Philipp-Straße Glauben, dann geht es dort seit einigen Wochen zu wie im Wilden Westen: Raser, abgefahrene Spiegel, Löcher im Asphalt und spürbare Erschütterungen in den Häusern sind nur einige Details, von denen die in der sonst so ruhigen Wohnstraße lebenden Frankfurter in der Sitzung des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) berichteten.

Verändert hat sich die Lebensqualität der Anwohner seit dem 10. April. Mit den Umbauarbeiten auf der Eschersheimer Landstraße hat die Stadt den Verkehr weiträumig umgeleitet, stadteinwärts werden die Fahrzeuge deswegen noch bis zum 12. Juni über Teile der Landgraf-Philipp-Straße geführt. Dabei wird es bis zum Abschluss dieser Bauphase – die Eschersheimer wird abschnittsweise umgebaut – bleiben. „Drei weitere Wochen muten sie uns wirklich zu? Das ist eine Unverschämtheit“, machte die Anwohnerin Cornelia Kögel ihrem Ärger Luft.

Parallelstraße nutzen

Dass die derzeit ausgeschilderte Umleitung nicht von einen Tag auf den anderen geändert werden könnte, dafür gebe es jedoch einen triftigen Grund, so Markus Stenzel, im Straßenverkehrsamt zuständig für die Verkehrsangelegenheiten im Ortsbezirk. „Die Menschen haben sich daran gewöhnt, wir würden sie mit einer anderen Regelung verwirren“, versprach er jedoch, den Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Heinrich Heidenreich umzusetzen. Er schlug vor, die Einbahnstraßenregelung in der parallel verlaufenden Landgraf-Wilhelm-Straße umzukehren. „Die Straße ist viel breiter und die Umfahrung auch nur halb so lang“, begründete Heidenreich.

Diese Idee kam bei den Anwohnern gut an, zumal die Landgraf-Philipp-Straße auch während der künftigen Bauabschnitte von der Umleitung betroffen wäre. Dass dort gerast werde, mochte das Straßenverkehrsamt jedoch nicht bestätigen. Vier Messungen habe man dort zu unterschiedlichen Tageszeiten durchgeführt. Schneller als 30 Kilometer pro Stunde fuhren lediglich fünf von 907 Fahrzeugen. Am Schwalbenschwanz, der auch durch die Umleitung belastet ist, waren neun Prozent der Autos zu schnell. „Das liegt immer noch unter dem städtischen Durchschnitt“, erklärte Stenzel.

Eine dauerhafte Umleitung über die Kurhessenstraße, um das Wohngebiet zu entlasten, sei diskutiert worden. „Wir wollten den Anwohnern den Verkehr jedoch nicht über 18 Monate zumuten“, erklärte der Experte.

Mehr Informationen

Es sind jedoch nicht nur die Umleitungen, die den an und um die Eschersheimer Landstraße lebenden Menschen sauer aufstoßen. Auch die Informationspolitik der Stadt wird immer wieder kritisiert. So fanden die Bewohner der Nebenstraßen keinerlei Informationen über etwaige Umleitungen in ihren Briefkästen. Das soll sich ändern, versprach Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung.

Zudem sollen Schilder aufgestellt werden, die darüber informieren, dass die Geschäfte an der Eschersheimer trotz der Baustelle weiterhin erreichbar sind. „Als Pilot-Projekt wollen wir auch LED-Tafeln mit aktuellen Informationen aufstellen“, so Kraft. Plakate, die über die aktuellen Bauabschnitte informieren, hängen bereits. Verbessert werden sollen auch die Umleitungsempfehlungen für Lastwagen-Fahrer. Auch wird ein Info-Container „Am Lindenbaum“ aufgestellt, der immer dienstags von 8 bis 10 Uhr besetzt sein wird. „Eine optimale Lösung zu finden, das geht nur in Kooperation mit den Anwohnern“, so Michaela Kraft.



Artikel der Frankfurter Neue Presse vom 20.05.2017. Von JUDITH DIETERMANN

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