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07.12.2017

Neubau mit Rewe-Markt und Wohnungen geplant

Nach der Schließung des Rewe-Marktes in der Maybachstraße sind Nahversorger im Stadtteil Mangelware. Doch es gibt Hoffnung: Der Bau des neuen Marktes liegt im Zeitplan, Ende April soll in Alt-Eschersheim wieder eingekauft werden können.

Dass ein Neubauprojekt tatsächlich im angedachten Zeitplan fertiggestellt wird, das ist längst nicht mehr selbstverständlich. Das weiß auch Frank Junker, Chef der Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding. Umso glücklicher ist er, dass er zu dem Neubauprojekt an der Maybachbachstraße verkünden kann: „Wir liegen voll im Plan.“ Will heißen: im April sollen die ersten der 27 Wohnungen bezugsfertig sein, ein paar Wochen später könnte der Rewe-Markt im Erdgeschoss eröffnet werden.

„Wir freuen uns, dass die Eschersheimer Bürgerinnen und Bürger künftig wieder einen Nahversorger im Stadtteil haben“, erklärt Junker. Ein Supermarkt in Laufnähe sei wichtig. Dieser fehlt nämlich, seit der Rewe-Markt vor eineinhalb Jahren seine Türen schloss. Den Bewohnern blieben nur noch drei Supermärkte: der Bio-Markt am Weißen Stein, der Penny-Markt zwischen Lindenbaum und Hügelstraße sowie der Nahkauf-Markt am Lindenbaum. Allerdings liegen diese alle jenseits der Bahngleise.

Bewohner voll des Lobes

„Das ist für ältere Menschen ein langer Weg. Ich habe das Glück, ein Auto zu besitzen. Zum Einkaufen fahren wir nach Heddernheim oder auf den Frankfurter Berg“, sagt Karl Scherer. Schon immer wohnt der 87-Jährige in Alt-Eschersheim und kann sich noch sehr gut erinnern, wie die Nahversorgung aussah, als er noch ein kleiner Junge war. Viele kleine Läden habe es damals gegeben. Metzger, Bäcker und Obstgeschäfte, aber auch Tante-Emma-Läden. Mit einer Besonderheit: Die Geschäftsinhaber seien meist auch die Eigentümer gewesen.




„Es war halt alles etwas anderes, aber der Prozess, der Wegzug der Läden kam schleichend. Mit dem kleinen Supermarkt in der Maybachstraße waren wir hier in der vergangenen Jahren ganz gut aufgestellt“, war Scherer deswegen umso neugieriger, wann der neue Supermarkt endlich fertig sein wird. Immer wieder passierte er die Maybachstraße und warf einen Blick auf den Baufortschritt. Stillstand habe er nie erkennen können, sagt er, bei Wind und Wetter seien die Arbeiter tätig gewesen. „Das ist eine Muster-Baustelle“, lobt er. Stets habe er gehofft, dass das Gebäude seiner Zeit voraus ist. „Das schaffen wir leider nicht. Auch hat die Vermarktung der Wohnungen noch nicht begonnen“, erklärt dazu Junker.

Mit Tiefgarage

13 Millionen Euro investiert die ABG Holding in den Gebäudekomplex auf dem ehemaligen Batschkapp-Gelände und dem Nachbar-Areal an der Maybachstraße. Unterhalb der frei finanzierten 27 Wohnungen – zwölf Euro wird der Mietpreis pro Quadratmeter betragen – liegen Tiefgarage und Supermarkt. Mit einer Verkaufsfläche von 1150 Quadratmetern wird er doppelt so groß sein wie sein Vorgänger. Der 250 Quadratmeter große Getränkemarkt wird ausgelagert, er entsteht direkt neben dem Bahnübergang neu auf dem ehemaligen Gelände der Firma „Stahl- und Metallbau Martin“.

„Wir können es wirklich kaum noch erwarten“, gibt Karl Scherer dann freimütig zu, dass er inzwischen wirklich überhaupt „keine Lust mehr“ hat, jeden Samstag zum weit entfernten Frankfurter Berg zum Einkaufen zu fahren.

Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 24.02.2016. Von JUDITH DIETERMANN

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