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26.04.2018

Hilferuf aus der IGS Eschersheim

Die Integrierte Gesamtschule im Frankfurter Stadtteil Eschersheim platzt aus allen Nähten. Jetzt möchte die Schulleitung weniger Kinder aufnehmen. Das Bildungsdezernat hält das allerdings nicht für machbar.

Die Ausstattung im Chemie-Raum war schon 1994 nicht mehr auf neustem Stand. Das war das Jahr, in dem Bernhard Becker als Lehrer an die Integrierte Gesamtschule (IGS) Eschersheim kam. Mittlerweile ist der 65-jährige stellvertretender Schulleiter – im Juni verabschiedet er sich in den Ruhestand. Doch Becker will nicht gehen, ohne dass sich an seiner Schule etwas ändert.

Der marode Chemie-Raum steht exemplarisch für den Zustand der im Jahr 1960 gebauten Grund- und Gesamtschule: Selbst experimentieren können die Schüler nicht, weil die Strom- und Gasanschlüsse an den Tischen nicht funktionieren. Auch an Gruppenarbeiten ist nicht zu denken, weil die Tische in Reihen am Boden festgeschraubt sind. „Gelernt wird heutzutage aber nicht mehr in Reih und Glied“, sagt Becker.

Becker sprach zuletzt auch vor dem Ortsbeirat 9

Die Situation an der Einrichtung mit rund 700 Schülern hat am Donnerstag auch den Ortsbeirat 9 beschäftigt. Dort schilderte Becker mit Kollegen und Elternvertretern die Situation und forderte die Stadt zum Handeln auf. Die veralteten naturwissenschaftlichen Fachräume sind nicht das einzige Problem. Es fehlen Räume, vor allem sogenannte Differenzierungsräume, in denen die Lehrer einzelne Kinder oder Gruppen gezielt fördern können, erklärt Becker. An Gesamtschulen, in denen Kinder mit Haupt-, Real- und Gymnasialempfehlung unterrichtet werden, brauche es solche Angebote.

Becker hat eine Idee, wie Platz geschaffen werden könnte, ohne dass Bauarbeiter anrücken müssen. Sein Vorschlag: Zum kommenden Schuljahr nimmt die Gesamtschule nur drei statt wie bisher vier neue Klassen auf. Vorübergehend würden so die dringend benötigten Räume frei. „Die Dreizügigkeit wäre eine Lösung, ohne dass neu gebaut werden muss.“ Der Forderung schlossen sich die Ortsbeirats-Mitglieder in einem fraktionsübergreifenden Antrag an, der am Donnerstag einstimmig verabschiedet wurde.

Das Bildungsdezernat hält das allerdings nicht für machbar. Man könne aufgrund der hohen Schülerzahl nirgendwo Klassen streichen, sagte Dezernats-Referent Rüdiger Niemann der FR. Bei einer Reduzierung der Klassen würden außerdem Lehrerstellen an der IGS-Eschersheim wegfallen. In Absprache mit dem Stadtschulamt habe man entschieden, dass die Schüler-Anzahl in den neuen Klassen im kommenden Schuljahr verkleinert wird.

Becker pocht derweil darauf, dass die insgesamt drei naturwissenschaftlichen Fachräume saniert werden. Das habe die Stadt schon vor sieben Jahren versprochen, doch immer wieder verschoben. Zuletzt vertröstete ihn das Baudezernat auf Herbst 2018. Eine Anfrage der FR, ob der Termin eingehalten wird, ließ das Dezernat bislang unbeantwortet.

In den zwei Monaten, die ihm an der Schule bleiben, will Becker kämpfen. „Wenn ich weg bin, kann ich nicht mehr helfen.“ Stolz erzählt er von den Projekten, die er in seiner 25-jährigen Wirkzeit mit auf die Beine gestellt hat: Von der Streuobstwiese, die von Schülern angelegt wurde oder von der Kooperation mit einer Partnerschule in Uganda. „Wir haben viel erreicht, aber jetzt sind an einem Punkt, an dem wir nicht mehr weiterkommen.“Artikel Frankfurter Rundschau, vom 26.04.2018. Von Moritz Elliesen




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