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26.10.2018

Im kommenden Jahr will die Stadt sechs neue Spielfelder mit Kunstrasen ausstatten

Des einen Freud ist des anderen Leid: Sechs neue Kunstrasenplätze will die Stadt Frankfurt 2019 bauen. Bei den auserwählten Fußballvereinen sorgt das für Freude, die nicht bedachten Clubs äußern jedoch Kritik, weil sie weiter in der Warteschleife hängen.

Dietmar Dorrmann ist enttäuscht. Und verärgert. Denn die TSG 51 wird auch im kommenden Jahr keinen Kunstrasenplatz bekommen. „Ich verstehe es einfach nicht, unsere Damenmannschaft ist in die Landesliga aufgestiegen, jetzt muss sie noch mindestens ein Jahr länger auf dem Tennenplatz spielen“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Sechs neue Kunstrasenplätze für knapp zehn Millionen Euro will die Stadt Frankfurt 2019 bauen. Auf der Sportanlage am Berkersheimer Weg in Eschersheim, an der Ginnheimer Landstraße in Bockenheim, am Wiesenhof in Goldstein, Am Hollerbusch in Nieder-Eschbach, in der Eschborner Landstraße in Rödelheim sowie am Volgersbrunnerweg im Riederwald.

„Man darf mich nicht falsch verstehen, ich freue mich für die Vereine, die von der Stadt ausgewählt worden sind. Trotzdem bin ich verärgert. Vor allem, weil die Anlage des FV Eschersheim umgebaut werden soll und unsere nicht. Dabei wurde uns 2016 zugesagt, dass beide Vereine auf der Liste des Sportamtes ganz weit oben stehen“, sagt Dietmar Dorrmann. Bei einem Ortstermin auf der TSG-Anlage im November vor zwei Jahren sei diese vorsichtige Aussage getätigt worden.

Davon weiß auch Sportdezernent Markus Frank (CDU), der den Frust der nicht für 2019 bedachten Vereine durchaus verstehen kann. Trotzdem plädiert er für Verständnis. „Sechs Anlagen bauen wir im kommenden Jahr, so viele wie noch nie. Das ist eine organisatorische Herausforderung“, sagt er.

Die allerdings belohnt wird: 49 Kunstrasenplätze wird es Ende des Jahres in Frankfurt geben, sechs weitere kommen im nächsten Jahr hinzu. 2020 gibt es also ein kleines Jubiläum: Die 50. Anlage wird gebaut. Denn Frank versichert: „Wir vergessen niemanden!“ Zudem könne sich Frankfurt schon bald „Kunstrasen-König“ nennen, sagt er stolz. Denn so viele dieser Plätze wie in der Mainmetropole gebe es in keiner anderen deutschen Stadt.

Für die Umsetzung hat die Stadt ein 27-Millionen-Euro-Programm aufgelegt, um bis 2021 auf jeder Anlage – sowohl Fußball-, als auch Hockey – mindestens einen Kunstrasenplatz zu realisieren. Der erste entstand übrigens 1988 auf der Sportanlage im Brentanobad in Rödelheim, dort trainiert der Frauen-Bundesligist 1. FFC.

Schwierige Planung

Nach mehreren Kriterien wählt die Stadt aus, welche Anlagen wann umgebaut werden. Neben der Anzahl der die Anlage nutzenden Vereine zählt auch die Machbarkeit dabei eine Rolle. „Wir machen zuerst die Plätze, die schnell realisierbar sind“, erklärt Frank. Bei der TSG-Anlage sorgten die Nähe zur Nidda sowie die vielen Bäume für Probleme, der Platz in Niederursel läge in einem Überschwemmungsgebiet. „Deswegen müssen wir uns für die Planungen mit dem Umweltamt abstimmen“, sagt der Sportdezernent.

Eine Problematik, die auch die SG Riederwald nur zu gut kennt. Umso glücklicher ist der Verein, dass er zu den Auserwählten zählt und 2019 einen Kunstrasenplatz bekommt. Der Bau hatte sich immer wieder verzögert, weil die Sportanlage im Wald liegt: Das Umweltdezernat wollte anfangs dem Bau eines Kunstrasens im Wald gar nicht zustimmen. „Die Lösung ist, dass aus heute vier Plätzen zwei werden“, sagt Daniel Anton, stellvertretender Leiter der Fußballabteilung. Die Natur bekomme so Flächen zurück.

Nachwuchs wandert ab

Für den Verein sei der Kunstrasenplatz wichtig, weil er der im Umkreis letzte Verein sei, der noch – neben dem Rasenplatz – auf Asche spiele. „Wir haben eine tolle Jugendarbeit, denken uns immer wieder spezielle Aktion aus, hatten auch die Mainova-Fußballschule mit der Eintracht hier auf dem Platz“, sagt Anton. Aber viele gute Nachwuchsspieler gehen spätestens nach der C-Jugend zu anderen Vereinen. „Und auch Torleute haben keine Lust, auf dem Tennenplatz dem Ball hinter zu hechten.“ Eine Folge davon: Zurzeit hat die SG Riederwald weder eine B- noch eine C-Jugend.

„Mit dem neuen Platz hoffen wir, wieder konkurrenzfähiger zu werden und gute Spieler halten zu können“, sagt Anton. Um auch mal um den Aufstieg statt gegen den Abstieg zu spielen. „Toll wäre, wenn der Platz rechtzeitig fertig wäre, wenn wir im kommenden Jahr unser 100-jähriges Bestehen feiern.“ Besonders ehren wollen die Kicker dann ihren früheren Vorsitzenden. Michael Dinges. „Er hat sich mehr als zehn Jahre lang unermüdlich dafür eingesetzt, dass wir den Kunstrasenplatz bekommen.“



Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 26.10.2018. Von JUDITH DIETERMANN

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