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09.12.2018

Gesamtschulen fehlen Räume

Eine Untersuchung zeigt, dass keine IGS für Inklusion und moderne Pädagogik ausgestattet ist.

Die Gebäude der integrierten Gesamtschulen in Frankfurt sind für die heutigen Anforderungen an Schule nicht gerüstet. Integration, Inklusion, Ganztagsunterricht und moderne Pädagogik können in den Bauten kaum umgesetzt werden. Es fehlt an Unterrichts- und Differenzierungsräumen, die Akustik lässt zu wünschen übrig, multiprofessionelle Teams haben keine Besprechungsorte. Zu diesem Ergebnis sind Stadtschulamt und Bildungsdezernat nach der Begutachtung aller Frankfurter IGS gekommen. „Neben den vielen Neubauten dürfen wir die bestehenden Schulen nicht aus dem Blick verlieren“, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Montag im Ausschuss. „Wir müssen die Situation für Schüler und Lehrer verbessern.“

Vor einem Jahr haben Dezernat und Stadtschulamt mit der Untersuchung der Schulgebäude begonnen. Um zu sehen, wie sie für die heutigen Herausforderungen aufgestellt sind. Dafür wurden die Flächen einer Schule mit dem Modellraumprogramm der Stadt Frankfurt für eine vierzügige IGS verglichen: Größe und Anzahl von Unterrichts- und Fachräumen etwa, die Flächen für Jugendhilfe, Verwaltung und Mensa. Nach dem Abgleich „besteht für alle Schulen Handlungsbedarf“, sagte Maren Hullen vom Stadtschulamt, die im Ausschuss die Untersuchung präsentierte. Vor allem bei sechs Gesamtschulen muss baulich viel geschehen, da „ist es dringend notwendig“, sagte Hullen. Das sind Carlo-Mierendorff, Friedrich-Ebert, Georg-August-Zinn, Georg-Büchner, IGS Eschersheim und Schule am Mainbogen.

Besonders an der IGS Eschersheim liegt viel im Argen. Es fehlen alleine sieben allgemeine Unterrichtsräume, zudem ist nicht genügend Fläche für Fachräume vorhanden. Mensa und Aula sind zu klein. „Es fehlen 2000 Quadratmeter“, sagte Hullen. Deshalb wird auch als Fazit gezogen: Gebäudesanierung und Erweiterung auf dem Grundstück müssen geprüft werden.

Anders sieht es an der Friedrich-Ebert-Schule in Seckbach aus. Sie hat insgesamt mehr Fläche als gefordert, aber die ist schlecht verteilt. Die Fachräume sind sehr groß und es gibt in dem 70er-Jahre-Bau viel Verkehrsfläche. Deshalb fehlen dennoch acht allgemeine Unterrichtsräume. Die Überlegung ist nun, in den Fluren zusätzliche Aufenthaltszonen zu erschließen und eine Umnutzung von Fachräumen zu untersuchen.

Im Neubau der IGS West sieht alles viel besser aus. In dem 2015 bezogenen Gebäude sind die Vorgaben weitgehend erfüllt – die Schule dient schließlich als Muster für das Raumprogramm. Allerdings fehlt auch dort ein Klassenraum, weil er als Intensivklasse genutzt wird. Und die Fläche für die Inklusion muss angepasst werden. „Inklusion war im Raumprogramm von 2010 noch nicht integriert“, erklärt Hullen.

Durchweg gibt es in den Schulen nicht genügend Sporthallenkapazitäten. „Das war überall Thema“, sagte Hullen. Auch Versammlungsräume und Lager fehlen. Räume zum Austausch für multiprofessionelle Teams sind Mangelware. Eine Erweiterung der Schule ist aber an den wenigsten Standorten möglich. Ein Masterplan soll nun aufgestellt werden. Darin soll festgelegt werden, wie „den Schulen die fehlenden Räume zur Verfügung gestellt werden“, sagte Hullen.

Den Masterplan will Weber „zügig angehen“. In der Aktualisierung des Schulentwicklungsplans würden sich nächstes Jahr einige Projekte wiederfinden. Auch die Gebäude anderer Schulen sollen untersucht werden. Die Grundschulen im Westen hatten bereits eine Begehung, als nächstes bekommen die Realschulen Besuch. „Sukzessive werden dann die anderen Grundschulen, die Förderschulen und die Gymnasien einbezogen“, sagte Weber.



Artikel Frankfurter Rundschau, vom 03.12.2018. Von Sandra Busch

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