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17.12.2018

Umbau beendet: Stadträte eröffnen die ‚neue‘ Eschersheimer Landstraße

Die Umgestaltung der Eschersheimer Landstraße zwischen Hügelstraße und Am Weißen Stein ist erfolgreich abgeschlossen. Die veranschlagte Bauzeit von rund 19 Monaten wurde dabei eingehalten – für ein Projekt dieser Größenordnung nicht selbstverständlich. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling und sein Amtsvorgänger, der heutige Personal- und Gesundheitsdezernent Stefan Majer, machten sich gemeinsam am Montag, 17. Dezember, vor Ort einen Eindruck von der „neuen“ Eschersheimer.

„Es ist unser Anspruch, Radfahrerinnen und Radfahrern sowie Fußgängerinnen und Fußgängern mehr Raum in den Straßen zu geben und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Mit der Eschersheimer Landstraße hat die Stadt nun eine weitere wichtige Straße im Wortsinne menschenfreundlicher umgebaut. Nicht zuletzt Kinder, die in der Regel mit der Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, werden davon profitieren“, sagte Verkehrsdezernent Oesterling.

Stadtrat Majer blickte in die Planungsphase des Bauprojekts zurück und ergänzte: „Die Eschersheimer Landstraße war bislang in punkto Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit mehr als verbesserungswürdig. Ich freue mich deshalb um so mehr, dass sich mit neuen Bäumen und mehr Platz für das alltägliche Leben der öffentliche Straßenraum verbessert hat. An der Stelle möchte ich mich auch noch mal bei den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie beim Ortsbeirat bedanken, die sich mit großem Engagement bei der Planung eingebracht haben – gerade das Thema Stellplätze war kein einfacher Kompromiss.“

Die Eschersheimer Landstraße ist eine der zentralen Verkehrsachsen in Richtung Innenstadt und wird viel von Berufspendlerinnen und –pendlern als Durchfahrtsstrecke genutzt. Die Entscheidung, in beiden Fahrtrichtungen jeweils auf eine Spur zugunsten des Radverkehrs zu verzichten, war nicht unumstritten. Das Verkehrsdezernat stellte vor Beginn der Bauarbeiten in einer Testphase jedoch sicher, dass das befürchtete Verkehrschaos ausbleibt. Spatenstich war am 27. März 2017, die eigentlichen Arbeiten gingen wenige Wochen später am 24. April los. Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) setzte 15 verschiedene Bauphasen an, über deren Verlauf die städtische Behörde regelmäßig informierte. Ein eigens für das Bauprojekt eingerichtetes Anwohnerinformationsmanagement half den Bürgerinnen und Bürgern im Alltag weiter. Werktags waren die Mitarbeitenden der Servicestelle per Telefon und E-Mail erreichbar, zudem organisierte das ASE einmal wöchentlich eine Bürgerberatung in der Straße Am Lindenbaum.

Das rund 1,2 Kilometer lange nördliche Teilstück der Eschersheimer Landstraße wurde von Grund auf saniert und ist technisch auf dem neuesten Stand. Für Fahrradfahrende steht ein markierter Schutzstreifen zur Verfügung. Autos und andere Kraftfahrzeuge nutzen die vorgesehenen Parkflächen, die entweder auf der Fahrbahn markiert oder auf den Gehwegen angelegt sind.

Die Übergangsbereiche zu den Seitenstraßen wurden barrierefrei umgebaut und mit Orientierungshilfen für Menschen mit Sehbehinderung versehen. Um den Verkehrsteilnehmenden intuitiv deutlich zu machen, dass Fußgängerinnen und Fußgänger Vorrang haben, hat das ASE an den Einmündungsbereichen der Seitenstraßen die Übergangswege auf Bürgersteighöhe angeglichen. An der Kreuzung Kleinschmidtstraße/Am Lindenbaum kommen Radfahrende dank neu eingerichteter Überquerungsmöglichkeit samt Ampel und Farbmarkierungen leichter und sicherer auf die andere Seite der Stadtbahn.

33 neue Bäume sorgen nicht nur für mehr Grün im Stadtbild, sondern werden spätestens im Sommer Schatten spenden und das Klima verbessern. Im Sommer 2017 hatte die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) die Gleise der von U1, U2, U3 und U8 befahrenen U-Bahn-Trasse zwischen Heddernheim und Dornbusch saniert.

Die Netzdienste Rhein-Main (NRM) haben unter anderem 1,2 Kilometer Stromkabel erneuert. Zusätzlich hat der Netzbetreiber 50 Hausanschlüsse saniert. Darüber hinaus hat die Mainova-Tochter fünf Niederspannungsverteiler ersetzt. Etwa 300 Meter Gasleitungen hat das Unternehmen weiterhin ausgetauscht sowie elf Hausanschlüsse saniert. Im Trinkwassernetz waren die NRM-Mitarbeiter ebenfalls aktiv.

Der Umbau der Eschersheimer Landstraße ist ein Bauprojekt der Stadt Frankfurt am Main. Die Kosten lagen bei 4,1 Millionen Euro, hinzu kommen Mehrkosten (zum Beispiel für zusätzliche Arbeiten an den Gehwegen und Bordsteinen, Änderungen bei der Bauablaufsplanung und Schienenersatzverkehr während der Bauarbeiten). Am Bau beteiligt waren das ASE, das Grünflächenamt, das Straßenverkehrsamt, die Netzdienste Rhein-Main GmbH und die Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH.




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