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03.02.2019

Parkautomaten sollen für mehr Ordnung sorgen

Dauerparker an der neu gestalteten Eschersheimer Landstraße und in der Maybachstraße – das will der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) mit einer Parkregelung verhindern. Bei einem Ortstermin mit der Stadt wurden die Möglichkeiten vorgestellt.

Es ist ein stets wiederkehrendes Thema: Die Nutzung der Parkplätze entlang der umgestalteten Eschersheimer Landstraße. Denn während Fahrbahn, Rad- und Gehwege fertig sind, fehlt dafür immer noch eine Regelung. Wobei, die gibt es schon. Und die heißt: In den Parkbuchten kann stehen, wer mag, und vor allem: so lange, wie er Lust hat.

Das ärgert vor allem die an der Eschersheimer Landstraße ansässigen Geschäfte. Denn ihre Kunden haben so keine Möglichkeit, ihre Fahrzeuge abzustellen, weil die Stellplätze nicht selten von Dauerparkern belegt sind. Oftmals sogar mit ortsfremden Kennzeichen, die von der Nähe zur U-Bahn profitieren und mit dieser in die Stadt pendeln.

Ein Problem, das es auch vor dem neu gestalteten Rewe-Supermarkt in der Maybachstraße gibt. Auch dort sind die Parkplätze für jedermann jederzeit nutzbar. Doch die Supermarkt-Kunden ziehen den Kürzeren. Und sie sind darauf angewiesen, da der Supermarkt keinen Kundenparkplatz besitzt. Die Plätze in der Tiefgarage sind für die Bewohner reserviert.

Deshalb wünschte sich der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) in der Maybachstraße sowie der Eschersheimer Landstraße, stadtauswärts zwischen Hügel- und Klarastraße, die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen. „Dem sind wir nachgekommen“, sagt Ingmar Bolle vom Straßenverkehrsamt. Bei einem Ortstermin seien sowohl den Stadtteilpolitikern wie auch Geschäftsinhabern und Anwohnern die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt worden.

Kontrollen schwierig

Und derer sind es zwei: das Aufstellen von Parkautomaten oder eine Regelung mit Parkscheiben. Wobei Letzteres vom Straßenverkehrsamt als schwierig angesehen wird. „Es gibt nichts, was so schwer zu kontrollieren ist, wie eine Lösung mit Parkscheiben“, sagt Bolle. Diese würden die Fahrzeugführer quasi dazu einladen, dort dauerhaft zu parken. „Dann kommt man nach zwei Stunden wieder und dreht die Scheibe einfach weiter“, erklärt er. Das ist zwar bei einem Parkschein auch möglich, allerdings überlegt man es sich in solch einem Falle zweimal. Schließlich kostet dieser etwas, während das Parken mit der Parkscheibe kostenlos ist.

„Aus unserer Sicht spricht nichts gegen das Aufstellen der Automaten“, sagt Bolle. Da die Anregung vom Ortsbeirat gekommen sei, müsse man dort nun aber auch darüber abstimmen. Doch in der jüngsten Sitzung wurde der entsprechende Antrag geschoben. Warum? „Wir wollen erst einmal wissen, ob die an und um die Eschersheimer lebenden Menschen auch damit einverstanden sind“, erklärt Sylvia Kunze, Fraktionsvorsitzende der SPD. Denn sie befürchtet, dass diese Regelung vor allem bei den Anwohnern nicht auf Gegenliebe trifft.

Nur werktags zahlen

Ein Kritikpunkt, den Ingmar Bolle nach dem Ortstermin nicht genau unterschreiben kann. „Es war ein sehr konstruktiver Termin. Zwischen allen Beteiligten. Zudem hat man sich geeinigt, dass die Automaten auf der Eschersheimer nur stadtauswärts eingerichtet werden, damit es auf der gegenüberliegenden Straße weiterhin Parkplätze ohne Regelung gibt“, erklärt er. Auch soll das Ziehen eines Parkscheins nur in der Zeit zwischen werktags 9 und 17 Uhr auf der Eschersheimer – auf der Maybachstraße von 8 bis 16 Uhr – nötig sein, als Höchstparkdauer sind zwei Stunden angedacht. „Das Straßenverkehrsamt findet das sachgerecht. Wie gesagt, jetzt warten wir auf die Entscheidung des Ortsbeirates“, so Bolle.
FNP-Kommentar: Ein Kompromiss, mit dem alle leben können

Entlang der Eschersheimer Landstraße gibt es sie noch – die kleinen, oft inhabergeführten Geschäfte. Wer mit der U-Bahn, mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommt, hat kein Problem. Autofahrer hingegen schon, denn einen Parkplatz direkt an der Eschersheimer zu finden, ist schwierig. Zwar gibt es nach der Umgestaltung zwischen Hügelstraße und Weißem Stein Parkbuchten, die sind jedoch meist belegt. Über mehrere Stunden oder sogar Tage. Denn parken kann man dort so lange, wie man will. Verständlich, dass sich die dort ansässigen Geschäftsleute ärgern. Für ihre Kunden ist so kein Platz. Das trifft auch auf den neuen Rewe in der Maybachstraße zu, wo ein Kundenparkplatz fehlt.

Deswegen ist die Initiative des Ortsbeirates, Kurzzeitparkplätze einzurichten, mehr als sinnvoll. Ebenso wie die Lösung, Parkscheinautomaten zu verwenden. Dauerparker werden so fernbleiben und Anwohner haben nach 16 bzw. 17 Uhr nach wie vor die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge dort abzustellen. Das ist ein Kompromiss, mit dem alle beteiligten Seiten gut leben können. Der Ortsbeirat sollte deswegen dem Vorschlag des Straßenverkehrsamtes alsbald zustimmen.



Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 02.02.2019. Von Judith Dietermann

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