Pietät am Dornbusch
27.07.2019
Pro Tag bis zu 60 Lastwagen zwischen Ginnheim und Eschersheim
Die Deutsche Bahn verbreitert den Damm im...
mehr
13.07.2019
Großer S6-Ausbau geht in heiße Phase: Das müssen Pendler wissen
Es ist längst ein normales Bild geworden...
mehr
10.07.2019
Leberecht-Stiftung finanziert Bienen-Projekt an Förderschule
An der Johann-Hinrich-Wichern- Schule, einer...
mehr
09.07.2019
Eschersheimer kämpfen um die Kastanien im ´´Drosselbart´´
Die Kastanien im Biergarten des Drosselbarts...
mehr
15.06.2019
Fritz-Tarnow-Straße: Umfangreiche Bauarbeiten
Am Montag, 17. Juni, startet das Amt für...
mehr
14.06.2019
Angst vor Zwangsräumung
Die Bewohner der Wohnwagensiedlung Bonameser...
mehr
12.06.2019
Fahrzeugbrand
Zeugen bemerkten am Montag, den 10. Juni...
mehr
03.06.2019
Hoher Sachschaden nach Brand an Wohnhaus
In der späten Samstagnacht kam es in der...
mehr
21.05.2019
Stadtteil kämpft für den Erhalt der Gaststätte: Gibt es noch Hoffnung für den Drosselbart?
Ein ganzer Stadtteil kämpft für den Erhalt...
mehr
20.05.2019
Busse ersetzen U-Bahnen in den Sommerferien - Anwohner haben Angst vor Staus
In den Sommerferien fährt zwischen Südbahnhof...
mehr
19.05.2019
Radweg weiter mit Lücken
Der Ortsbeirat 9 hat sich vorerst nicht...
mehr
11.05.2019
Die Tage sind gezählt: Drosselbart soll Neubau weichen
Mehr als 100 Jahre lang gingen die Eschersheimer...
mehr
07.05.2019
Verwunschene Oase für alle
Eine Initiative möchte in der Grünanlage...
mehr
03.05.2019
Tag der Saatbombe
Auf dem Areal der früheren Gärtnerei an...
mehr
02.05.2019
Vorstandswahlen im Turnverein Eschersheim
Kürzlich ist beim Turnverein Eschersheim...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Eschersheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Eschersheimer Bürgern. z.B.
Die Motzbox ist der Eschersheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Eschersheimer Bürger z.B.

 









14.06.2019

Angst vor Zwangsräumung

Die Bewohner der Wohnwagensiedlung Bonameser Straße sorgen sich um die Zukunft ihrer Behausungen. Erst vor kurzem sollte dort eine Mutter mit ihrem neugeborenen Kind zwangsgeräumt werden. Jetzt schaltet sich der Ortsbeirat ein.

Die geplante Zwangsräumung einer jungen Mutter und ihres Säuglings in der Wohnwagensiedlung Bonameser Straße löst unter den Bewohnern Besorgnis aus. Wie die Anwohnerin Augusta Fletterer berichtet, sei die für Mai angesetzte Räumung lediglich am Wohlwollen des Gerichtsvollziehers gescheitert. Angesichts des jungen Alters des Babys von nur fünf Wochen habe dieser am Tag der Vollstreckung kurzerhand von der Räumung abgesehen. Akuten Grund zur Sorge für die Zukunft der Bewohner sieht Fletterer dennoch.

Sie selbst habe bereits eine Kündigung von der Wohnheim GmbH erhalten, die das Gelände für die Stadt verwaltet. Der Grund: Nicht sie und ihre Geschwister, sondern ihr Vater stehe im Mietvertrag. „Nach dem Tod meines Vaters kam dann prompt die Kündigung“, erzählt Fletterer. Einigen ihrer Nachbarn sei es auch so ergangen. Wie diese klagt Fletterer. „Wir sind an das freie Leben hier gewohnt und wollen nicht weg“, sagt die Anwohnerin, die die vergangenen 52 Jahre mit ihrer Familie auf dem Areal im Norden der Stadt gelebt hat.

Richtig willkommen fühlten sich die Bewohner der Siedlung indes noch nie. Anfang der 50er Jahre wurde sie als loser Wohnverbund von armen Familien ohne festen Wohnsitz gegründet. Seit jeher berichten die Menschen dort von Ausgrenzung und Stigmatisierung. Die Wohnheim GmbH hatte schon vor mehr als zehn Jahren „grundlegende Veränderungen“ für das Lager angekündigt, das aufgrund fehlender Genehmigungen keine anerkannte Wohnsiedlung ist. Seit mehreren Jahren darf niemand mehr auf das Gelände ziehen.

Eine Klärung darüber, wie es mit der Siedlung weitergehen soll, möchte die SPD im Ortsbeirat 9 erzielen. Für die heutige Sitzung stellt die Fraktion zwei Anträge, in denen sie die zuständigen Institutionen und Akteure zum Dialog auffordert. Außerdem wird der Magistrat aufgefordert, die Zwangsräumung und die Kündigungen zurückzuziehen. „Der Umgang mit den Bewohnern muss fairer ablaufen“, findet Donna Ochs (SPD).



Artikel Frankfurter Rundschau, vom 12.06.2019. Von Hanna Rohde

zurück








 

© 2015 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum