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05.01.2021

Zu weite Wege zum Einkaufen

Senioren in Eschersheim sind unzufrieden mit der Nahversorgung.

Ein wenig traurig blickt der ältere Herr drein, der an diesem Nachmittag auf dem Gehweg in der Straße "Am Lindenbaum" unterwegs ist. Hinter sich her zieht er seinen Einkaufstrolley, gekonnt weicht er den kleineren Schlaglöchern und Unebenheiten aus. Fast jeden Tag sagt er, geht er diese Strecke. Sein Ziel: der Nahkauf-Supermarkt an der Ecke Am Lindenbaum/ Dehnhardtstraße. "Ich würde gerne mal woanders einkaufen, aber ich habe kein Auto, zu Fuß ist kein anderer Supermarkt für mich erreichbar", sagt er. Wobei er wisse, dass er eigentlich Glück habe. Zumal es auch noch den Penny-Markt auf der Eschersheimer Landstraße als Alternative gebe. Alte Schulfreunde, die nördlich der Bahnlinie in Eschersheim wohnten, müssten noch viel weiter zum Einkaufen laufen. "Das ist wirklich nichts", sagt der Rentner und geht weiter.

Der Mangel an Supermärkten, vor allem in den Wohngebieten "Im Mellsig" und "Im Geeren", ist ein bekanntes Problem, mit dem auch Jürgen Weise regelmäßig konfrontiert wird. Immer wieder werde er darauf angesprochen, sagt der Vorsitzende des Bürgervereins Eschersheim.

Zum Einkaufen in die Nachbarstadtteile

"Es gibt eigentlich nur den noch recht neuen Rewe-Markt in der Maybachstraße, zu Fuß ist der vor allem für ältere Menschen nicht zu erreichen", sagt er. Von vielen Eschersheimern wisse er deswegen, dass sie in die Nachbarstadtteile ausweichen. Häufig auf den Frankfurter Berg. "Ohne Auto ist man aber aufgeschmissen", fügt Inge Cromm, Vorsitzende der CDU Eschersheim, hinzu.

Beide begrüßen deswegen die Idee von Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU), in den Neubau des derzeitigen Tedi-Schnäppchenmarktes am Weißen Stein einen Supermarkt zu integrieren. Denn das Gebäude, das dem verstorbenen Ortsbeiratsmitglied Klaus Funk (FDP) gehörte, ist mittlerweile verkauft. Eine Neubebauung des Areals werde angestrebt, so Hesse. Als Ortsbeirat wolle man sich da rechtzeitig einschalten und mitgestalten. Zumal er wisse, dass große Ketten wie Lidl oder Aldi Interesse an einem Standort in Eschersheim hätten. Zumal letzterer bis vor einigen Jahren sogar eine Filiale am Weißen Stein besaß, genau dort, wo jetzt der Tedi-Markt ist. Sie wurde allerdings aufgegeben, weil sie schlichtweg zu klein war.

Große Discounter zeigen Interesse

Tatsächlich sind beide Discounter-Riesen an dem Standort in Eschersheim interessiert, wie die Nachfrage dieser Zeitung zeigte. "Lidl entwickelt sein gesamtes Filialportfolio kontinuierlich weiter. Daher sind wir immer an neuen Standorten interessiert, so auch in Frankfurt Eschersheim", teilt eine Sprecherin mit. Aktuell sei im Stadtteil jedoch keine Filiale geplant. "Wir haben bisher kein geeignetes Grundstück gefunden, das unseren baulichen Anforderungen entspricht", heißt es. Mindestens 2000 Quadratmeter groß müsste ein solches sein, damit für einen Markt mit einer Mindestverkaufsfläche von 600 Quadratmeter sowie 100 Kundenparkplätze Platz ist.

Und auch Aldi hat keine konkreten Pläne, was die Rückkehr einer Filiale nach Eschersheim betrifft. Man prüfe allerdings stetig, ob es dort geeignete Standorte gibt, so eine Sprecherin. Als Voraussetzungen für ein optimales Grundstück nennt sie Platz für ein Gebäude mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche plus Stellplätze sowie eine möglichst gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Ein Problem, von dem auch Friedrich Hesse weiß, wie er erst jüngst beim virtuellen Stadtteilrundgang der CDU-Fraktion betonte. "Es mangelt an Grundstücken in Eschersheim", erklärt er, dass er deswegen zumindest einen weiteren, damit einen vierten im Stadtteil, am Weißen Stein präferiere. Schlecht wäre das sicher nicht, sagt Jürgen Weise, das Problem der schlechten Nahversorgung in den Wohngebieten löse dieser allerdings nicht.



Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 04.01.2020. Von Judith Dietermann

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