Baustelle in der Niedwiesenstraße sorgt für Ärger

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Wegen der Baustelle müssen Passanten an der Niedwiesenstraße derzeit die Straßenseite wechseln. Für Ärger sorgen dabei auch immer wieder Falschparker. Bild: Heddernheim.de
Wegen der Baustelle müssen Passanten an der Niedwiesenstraße derzeit die Straßenseite wechseln. Für Ärger sorgen dabei auch immer wieder Falschparker. Bild: Heddernheim.de

Magistrat sieht keine Möglichkeit, Behinderungen auf dem Schulweg zu vermeiden

Hoch ragt der Kran auf dem Areal an der Ecke Alt-Eschersheim/ Niedwiesenstraße in den Himmel. Dort, wo bis vor ungefähr fünf Jahren noch der Kostümverleih Jansen ansässig war, werden in diesem Jahr gleich drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 27 Wohnungen und einer Tiefgarage gebaut – die Nidda-Höfe.

Zugeparkter Gehweg

Doch wie so oft bringt die Baustelle im alten Ortskern auch Probleme mit sich. So kann der Gehweg wegen der Arbeiten nicht mehr genutzt werden, Fußgänger müssen auf die andere Straßenseite ausweichen. Der dort markierte Fußweg werde allerdings immer wieder von geparkten Lastwagen blockiert, genutzt werde dann die Straße. Das sei nicht ungefährlich, monierte daher der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim). Vor allem für die Kinder, denn die Niedwiesenstraße werde im Schulwegeplan als Fuß- und Radverkehr geführt. Dementsprechend sollte die Kreuzung umgestaltet werden, forderte das Stadtteilparlament. Etwa mit einem zusätzlichen Zaun, mit dem zumindest ein temporärer Fuß- und Radweg eingerichtet werden könnte, der nicht zugeparkt werden kann.

Die schwierige Gesamtlage an der Kreuzung sei bekannt, teilt jetzt der Magistrat in einer Stellungnahme mit. Daher sei dem Bauherrn die Auflage erteilt worden, sich vor Beginn der Arbeiten und Einrichtung der Baustelle mit den betroffenen Schulen in Verbindung zu setzen. Damit die Eltern informiert werden und alternative Schulwege gefunden können. Zu allen Schulen bestehe eine alternative Führung über gesicherte Schulwege, die im Schulwegeplan verzeichnet sind, so die Verwaltung.

Fußgänger entlang der Baustelle zu führen sei aufgrund der geringen Restfahrbahnbreite und der Sondernutzungserlaubnis derweil nicht möglich, wird in der Stellungnahme betont. Auch eine Absperrung mit zusätzlichen Schranken oder Zäunen sei im Hinblick auf die Sichtbeziehung zu den Aufstellflächen des Fußgängerüberweges sowie notwendigen Aufstellflächen für den fließenden Verkehr nicht möglich.

Als Alternative schlägt der Magistrat daher vor, dass Eltern ihren Kindern doch bei der Querung der Niedwiesenstraße helfen sollten, damit sie auch weiterhin den dort verlaufenden Schulweg nutzen können. Dass es zu Umwegen komme, ließen sich durch temporäre Maßnahmen wie Baustellen leider nicht vermeiden, so der Magistrat.

Umwege lassen sich nicht vermeiden

Im Rahmen der Baustellenüberwachung seien an der betroffenen Stelle durch die Städtische Verkehrspolizei bereits Kontrollen durchgeführt worden, heißt es in der Stellungnahme weiter. Die festgestellten Mängel bezüglich der Baustellenabsicherung seien angezeigt und deren Behebung veranlasst worden. Da die Lastkraftwagen nur zu unregelmäßigen Zeiten im genannten Bereich kurz zur Andienung hielten, sei allerdings keine zielführende Kontrolle möglich. Es liege dabei ein bewusstes Fehlverhalten vor, welches mittels der Verkehrsüberwachung nicht unterbunden werden könne.